Steve Jobs war bekannt dafür, dass er gutes Design schätzte. Zu seinen ikonischen Auftritten in Jeans und schwarzem Oberteil gehörte auch besondere Brille: Ein randloses Modell der deutschen Marke Lunor, das zum Verkaufsschlager wurde und heute noch gefragt ist.

 
Steve Jobs
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Steve Jobs präsentiert den iPod nano, Steve Jobs enthüllt das erste iPhone, Steve Jobs hält eine legendäre Rede an der Stanford University: Für langjährige Apple-Fans sind das unvergessliche Erinnerungen. Aber auch bei Menschen, die mit Technik oder der Marke Apple nichts am Hut haben, ist eines sicherlich angekommen: Steve Jobs, das war dieser Typ mit der runden Brille ohne Rand.

Steve Jobs‘ Brille: Die Lunor Classic Rund

Der Name des Brillengestelles ist „Classic Rund“ und stammt vom süddeutschen Hersteller Lunor. Es handelt sich um ein in Handarbeit gefertigtes Produkt „made in Germany“. Die Brille ist auch heute noch im Handel zu finden, es gibt sie in vier gold- und silberfarbenen Varianten.

Die Brille von Steve Jobs: Das Modell Lunor Classic Rund ist in verschiedenen Varianten erhältlich (Bild: Hersteller)

Kaufen kann man die Steve Jobs Brille unter anderem bei diesen Onlineshops:

Der Preis für die Lunor Classic Rund beträgt 339 Euro (UVP). Das ist übrigens nur für das Gestell, für hochwertige Gläser muss man mit einem zusätzlichen dreistelligen Betrag rechnen. Insgesamt also nicht gerade billig – aber trotzdem noch günstiger als so manche schnelllebige „Modebrille“ von einem Luxus-Fashion-Label.

Lunor Classic Rund: „Die Nachfrage explodierte“

Bis Steve Jobs zu seiner Brille von Lunor kam, dauerte es eine Weile. Entdeckt haben soll er sie 1998 in New York, da war der Apple-Mitgründer bereits Anfang vierzig. Offenbar Liebe auf den ersten Blick und vor allem mit ewiger Verbundenheit. Steve Jobs trug das Modell nach Aussagen des Herstellers „14 Jahre lang ausnahmslos“ – eine durchaus beachtliche Zeitspanne.

Steve Jobs im Jahr 2008 (Bild: Justin Sullivan/ Getty Images)

Er sei von der Handwerkskunst und der Verarbeitungsqualität so beeindruckt gewesen, dass er im Laufe der Jahre weitere Exemplare kaufte (Antik Silber und manchmal auch 18 Karat Weißgold), so Lunor-Aufsichtsratsvorsitzende Sophie Fux im Interview mit dem Magazin „Spectr“ (Ausgabe Mai 2021, erhältlich bei Readly). Nachdem Jobs im Jahr 2011 verstarb, sei die weltweite Nachfrage nach der Lunor Classic Rund geradezu explodiert, wie Lunor-Vorstand Michael Fux berichtet: „Gefühlt wollte jeder die Classic Rund haben. Wir begannen damit, unsere Brillenfassungen in Ländern zu verkaufen, die wir nie zuvor beliefert hatten.“

Buch "Genial Einfach: Die frühen Design-Jahre von Apple"
Buch "Genial Einfach: Die frühen Design-Jahre von Apple"

Steve Jobs zeigte auch auf andere Weise eine gewisse Verbundenheit mit Design und Technik aus Deutschland. Apple-Computer wie der Apple IIc (1984) wurden von Hartmut Esslinger entworfen, einem aus dem Nordschwarzwald stammenden Produktdesigner. Spätere Apple-Entwürfe von Jony Ive waren maßgeblich von den Arbeiten Dieter Rams beeinflusst. Privat fuhr Jobs einen Porsche und einen Mercedes SL55 AMG. So wie wir uns an den Perfektionisten Steve Jobs erinnern, war all das mit Sicherheit kein Zufall.