Ganz gleich ob ihr nur gelegentlich Mails schreibt oder den Großteil eures Tages am Schreibtisch verbringt: Eine zuverlässige Tastatur ist ein Muss. Doch welche Tastatur eignet sich am besten für die eigenen Zwecke? GIGA stellt die aktuell besten Modelle vor und erklärt zusätzlich, was vor dem Kauf unbedingt zu beachten ist.

 

Tastatur

Facts 

Sitzt ihr nur selten vor dem Bildschirm, reicht bereits eine simple Tastatur ohne Spezialfunktionen. Arbeitet ihr hingegen fast ausschließlich am Computer, können neben einem ansprechendes Design auch Zusatzfunktionen nützlich und sinnvoll sein und den Arbeitsalltag erleichtern – von beleuchteten Tasten über Spezialtasten fürs Steuern von Medienanwendungen und Lautstärke bis hin zur kabellosen Verbindung oder einer ergonomischen Form gibt es viele Extras am Markt, die sich die Hersteller aber teilweise auch teuer bezahlen lassen.

Wir zeigen euch, welche Tastaturen sich am besten für welche Einsatzgebiete eignen und empfehlen euch entsprechende Modelle. Schließlich gehen wir noch auf diverse Zusatzfunktionen sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Schaltertypen ein.

 Die besten Tastaturen 2020: Alle GIGA-Empfehlungen in der Übersicht

GIGA-Preistipp Beste Ergonomie Kabellos Für Profis
Modell Cherry Stream Logitech Ergo K860 Logitech MX Keys Plus Das Keyboard 4 Professional
Preis (ca.) 20 Euro 90 Euro 90 Euro 150 Euro
Vorteil Top-Preis Handgelenk schonend nützliche Software mechanische Schalter
Nachteil nicht Mac-kompatibel keine Beleuchtung begrenzte Akkulaufzeit hoher Preis
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Mehr Informationen: Ihr sucht nach einer Tastatur, die sich vor allem für Gaming-Zwecke eignet? Hier haben wir ebenfalls die passende Kaufberatung parat: Gaming-Tastatur-Test 2020: Die besten Keyboards im Überblick

GIGA-Preistipp: Cherry Stream

Cherry Stream

Cherry Stream

Vorteile:

  • Top-Preis
  • leiser Tastenanschlag
  • Zusatztasten für Musik etc.

Nachteile:

  • keine Beleuchtung

Mit der Cherry Stream erhält man verdammt viel Tastatur für extrem wenig Geld. Gerade mal 20 Euro kostet euch das Modell aus dem Hause Cherry. GIGA-Redakteur Frank hat sie sogar dermaßen überzeugt, dass er sich von seiner vorherigen Tastatur mit mechanischen Schaltern verabschiedet hat. Was macht die Tastatur also so besonders?

Es handelt sich um ein Modell mit sogenannten Scheren-Schaltern, die sich üblicherweise in Laptop-Tastaturen finden. Die Vorteile gegenüber einer regulären Rubberdome-Tastatur liegen dabei auf der Hand: Eine gesteigerte Lebensdauer, besseres Feedback und außerdem sind sie relativ leise. Auch sonst ist das Tastenbrett robust verarbeitet und wirkt hochwertig. Wer sich bereits mit weniger zufriedengibt, kann ebenso zur Cherry KC 1000 greifen, die auf herkömmliche Membran-Schalter setzt. Dafür kostet sie aber auch nur knappe 16 Euro.

Schont die Handgelenke: Logitech Ergo K860

Logitech Ergo K860

Logitech Ergo K860

Vorteile:

  • schont die Handgelenke
  • kabellose Verbindung per Dongle oder Bluetooth
  • Software mit nützlichen Zusatzfunktionen
  • fliegender Gerätewechsel
  • kompatibel mit Windows und Mac
  • Batterielebensdauer von etwa zwei Jahren

Nachteile:

  • hoher Preis
  • keine Beleuchtung
  • besondere Form erfordert Eingewöhnungszeit

Auf den ersten Blick wirft das Design der Logitech Ergo K860 einige Fragen auf. Tatsächlich ist das aber so gewollt und hat vor allem den Zweck, eure Handgelenke bestmöglich zu entlasten. Wie für Logitech üblich, wird auch dieses Modell kabellos per mitgeliefertem Dongle oder per Bluetooth mit dem Computer verbunden. Ein fliegender Gerätewechsel, zum Beispiel zwischen PC und Tablet, ist ebenso möglich.

Außerdem erfreulich: Die Batterie soll zwei Jahre halten. Dafür wurde im Gegenzug aber auch auf eine dedizierte Beleuchtung der Tasten verzichtet. Wer außerdem passend zur Tastatur noch eine ergonomische Maus sucht, kann in diesem Fall etwa zur Logitech MX Vertical greifen. In unserem dazugehörigen Test verraten wir euch, warum die Maus der etwas anderen Art definitiv einen Blick wert ist.

Mehr Komfort ohne Kabel: Logitech MX Keys Plus

Logitech MX Keys Plus

Logitech MX Keys Plus

Vorteile:

  • dynamische Beleuchtung
  • kabellose Verbindung per Dongle oder Bluetooth
  • Software mit nützlichen Zusatzfunktionen
  • fliegender Gerätewechsel
  • kompatibel mit Windows und Mac
  • Handballenauflage im Lieferumfang

Nachteile:

  • hoher Preis
  • stark verkürzte Akkulaufzeit mit aktivierter Beleuchtung

Ihr arbeitet derzeit primär im Home Office und sucht noch die perfekte Tastatur? Die Logitech MX Keys Plus scheint wie gemacht für den Job. Sie funktioniert kabellos sowohl mit Windows als auch mit MacOS. Außerdem verfügt sie über eine dynamische Beleuchtung, die sich durch verbaute Sensoren automatisch an- oder ausschaltet. Bei Bedarf lässt sich die Beleuchtung auch komplett deaktivieren, was die Akkulaufzeit auf satte fünf Monate verlängern soll. Mit aktivierter Beleuchtung hingegen hält sie dann nur noch etwa zehn Tage durch.

Wenn euch zwischendurch also doch mal der Strom ausgeht, könnt ihr den fest verbauten Akku über einen USB-C-Anschluss ganz einfach wieder aufladen. Die mitgelieferte Handballenauflage sorgt des Weiteren für den nötigen Komfort beim Tippen. Mit der entsprechenden Logitech-Software stehen euch bei Bedarf weitere praktische Zusatzfunktionen zur Verfügung. Gerade in Kombination mit einer Maus wie der Logitech MX Master 3 funktioniert das wirklich gut.

Die beste Tastatur für Profis: Das Keyboard 4 Professional

Durch die Medientasten sowie den Lautstärkeregler gehört nervige Fummelei in den Systemeinstellungen der Vergangenheit an. (Bild: Das Keyboard)

Das Keyboard 4 Professional bei Alternate ansehen

Vorteile

  • hohe Lebensdauer durch mechanische Schalter
  • integrierter USB-3.0-Hub
  • Lautstärkeregler und Medientasten

Nachteile

  • hoher Preis
  • lauter Tastenanschlag

Welche Tastatur wäre wohl besser für den professionellen Einsatz gedacht als Das Keyboard 4 Professional? Hier ist der Name Programm: Neben den äußerst langlebigen Cherry-MX-Brown-Switches verfügt die Tastatur ebenfalls über einen integrierten USB-3.0-Hub sowie ein praktisches Lautstärkerad. Abgerundet wird das Ganze dann noch durch weitere Zusatztasten – die können unter anderem zur Steuerung von Medien genutzt werden oder euren PC per Knopfdruck in den Ruhezustand versetzen.

Ein Nachteil mechanischer Tasten ist allerdings die erhöhte Lautstärke beim Schreiben: Die hier verbauten MX-Brown-Schalter gehören zwar bereits zur leiseren Sorte, sind aber trotzdem noch deutlich hörbar. Wer großen Wert auf leises Arbeiten legt oder die Nerven der Kollegen im Großraumbüro nicht überstrapazieren will, kann alternativ zur bereits erwähnten Logitech MX Keys Plus oder dem Apple Magic Keyboard greifen.

Die besten Tastaturen: So wurde getestet

Die Suche nach einer neuen Tastatur kann heutzutage schnell in Überforderung münden. Wie soll man bei einer derart großen Auswahl noch den Überblick behalten? Dabei gilt es zunächst festzustellen, für welchem Bereich die Tastatur primär eingesetzt werden soll: Home Office, Büro oder doch im professionellen Bereich? Welche Art von Tastatur bevorzugt ihr und welches Budget steht überhaupt zur Verfügung?

Bei unserer Auswahl haben wir uns daher bewusst für Tastaturen entschieden, die einerseits eine möglichst große Bandbreite an unterschiedlichen Funktionen abdecken sowie ein optimales Preis-Leistung-Verhältnis aufweisen. Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir neben unseren eigenen Erfahrungen ebenso externe Nutzerwertungen in unsere Entscheidung mit einfließen lassen.

Tastatur kaufen: Das solltet ihr beachten

Rubberdome, Scheren-Schalter oder doch mechanisch?

Standardmäßig kommt in den meisten Tastaturen nach wie vor die Membrantechnik mittels sogenannter Rubberdomes zum Einsatz. Dabei befindet sich unterhalb der Taste eine Art Gummikuppel, die beim Tippen zusammengedrückt wird. Darunter befinden sich dann wiederum zwei Folien, die durch den entstandenen Kontakt einen Stromkreis schließen und so den Tastendendruck registrieren lassen.

Eine Mischform davon stellen die sogenannten Scheren-Schalter dar, wie sie meist bei Laptop-Tastaturen Verwendung finden. Hier werden die zuvor erwähnten Membranen um einen scherenartigen Mechanismus ergänzt, der für zusätzliche Stabilisation sorgt und somit den Bau besonders flacher Tastaturen ermöglicht.

Weil die Schalter von Membrantastaturen größtenteils aus Kunststoff und Folie bestehen, sind die Klickgeräusche in der Regel leiser als es bei mechanischen Tastaturen der Fall ist. Ob man nun eine Rubberdome-Variante oder eine mechanische Tastatur verwenden möchte, hängt letztlich von den individuellen Vorlieben ab. Beide haben verschiedene Vor- und Nachteile, die vor einem Kauf in Betracht gezogen werden sollten:

Rubberdome Scheren-Schalter Mechanisch
Tastenanschlag Leise Leise Eher laut
Tippgefühl Eher schwammig Linear Taktil, Linear oder Clicky
Lebensdauer (Anschläge) ca. 5 bis 10 Mio ca. 10 bis 20 Mio ca. 50 bis 100 Mio
Preis Günstiger Günstiger Teurer

Die unterschiedlichen Cherry-Switches erklärt

Das Unternehmen Cherry stellt verschiedene Schalter (Switches) her, die heutzutage in einem Großteil der mechanischen Tastaturen verbaut werden. Die beliebtesten Ausführungen sind dabei braune, rote, schwarze oder blaue Cherry-Switches, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften beim Schreiben oder Spielen aufweisen.

Die Hauptunterschiede liegen einerseits in der nötigen Betätigungskraft, die in Zentinewton (cN) angeben wird. Ebenso verfügen die Schalter über unterschiedlich lange Auslösewege, die in Millimetern angegeben werden. In der folgenden Tabelle sind alle Typen mit ihren entsprechenden Eigenschaften im Detail aufgelistet:

MX-Brown MX-Red MX-Black MX-Blue
Feedback spürbarer Widerstand glatt glatt hörbares Tastenklacken
Schaltertyp Taktil Linear Linear Clicky
Auslösepunkt 2 mm  2 mm 2 mm 2,2 mm
Betätigungskraft
55 cN 45 cN 60 cN 60 cN

Stop! Bevor ihr eure alte Tastatur jetzt einfach wegwerft, könnt ihr euch vorher unser Video zu dem Thema ansehen:

Wohin mit alten Geräten? – Elektronik richtig entsorgen!

Welche Zusatzfunktionen sind wichtig?

Beleuchtung

Um nicht länger im Dunkeln zu tappen tippen, verfügen einige Tastaturen über zusätzlich beleuchtete Tasten. Solltet ihr also hin und wieder während der Abendstunden vor eurem Bildschirm sitzen, kann sich die zusätzliche Beleuchtung als durchaus nützlich erweisen. Geschmackssache ist die heute in vielen Gaming-Tastaturen integrierte RGB-Beleuchtung. Dank dieser oszillieren die Tasten in Regenbogenfarben und anderen Mustern. Per Software einstellbar sind, abhängig vom Modell, auch Modi, die abgespielte Musik oder den Bildschirminhalt visualisieren, Wellen von gedrückten Tasten aussenden, spielrelevante Tasten wie WASD hervorheben und mehr. Professionelle Bildschirmarbeiter bevorzugen aber häufig neutral-helle Farbeinstellungen.

Die beleuchteten Tasten verbessern nicht nur die Lesbarkeit, sondern machen auch wirklich was her. (Bild: GIGA)

Software

Die Hersteller bieten oft zusätzliche Programme zum Download an, die noch mehr Möglichkeiten der individuellen Anpassung eröffnen. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa Logitech Options – dabei funktioniert die Software sowohl mit hauseigenen Tastaturen als auch Mäusen. Wer also die Zusatztasten seiner Tastatur beliebig programmieren und keinesfalls auf andere nützliche Funktionen verzichten möchte, sollte das vor dem Kauf einer Tastatur entsprechend berücksichtigen.

Integrierte USB-Anschlüsse

Hochpreisige Tastaturen verfügen oft über einen integrierten USB-Hub, mit dem man USB-Sticks, Ladekabel und dergleichen anschließen kann. Dadurch muss man etwaige Geräte nicht mehr mühsam in den jeweiligen Port am PC stecken. Manchmal ist auch ein Kopfhörer-Anschluss dabei. Alles Kleinigkeiten, die den Alltag am Rechner erleichtern können.

Kompakte Tastaturen ohne Ziffernblock

Üblicherweise verfügen die meisten Tastaturen über einen Ziffernblock. Wer diesen aber kaum nutzt, könnte auch darauf verzichten und die Maus mit dem zusätzlich gewonnenen Platz deutlich näher neben der Tastatur platzieren. Das sorgt vor allem dafür, dass sich eure Arme in einer neutraleren Position befinden, was aus ergonomischer Sicht durchaus sinnvoll ist. Diese Art der Tastatur nennt sich dann Tenkeyless (TKL).

Im Home Office ist neben passender Hardware die Software mindestens genauso wichtig:

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Welche Tastatur ist die richtige für mich?

Um diese Frage zu beantworten, sollte vorher feststehen, wofür die Tastatur hauptsächlich genutzt werden soll. Auf welche Funktionen legt ihr besonders Wert und auf welche könnt ihr verzichten? Möchtet ihr die Tastatur ausschließlich für gelegentliches Verfassen von E-Mails und das Surfen im Web nutzen oder soll sie euch bei eurer täglichen Arbeit im Büro oder Home Office unterstützen? Soll sie womöglich kabellos an mehreren Geräten nutzbar sein oder reicht euch eine herkömmliche Kabelverbindung?

  • Für Gelegenheitsnutzer reicht in den meisten Fällen ein entsprechend preiswertes Modell, das über die nötigen Basics verfügt. Eine Membrantastatur mit Rubberdome- oder Scheren-Schaltern ist daher die beste Wahl.
  • Für die regelmäßige Arbeit im Büro oder dem Home Office lohnt sich wiederum die Anschaffung einer qualitativ hochwertigen Tastatur. Je nachdem in welcher Umgebung ihr arbeitet, wären die etwas lauteren aber umso präziseren mechanischen Schalter eine Option. Wenn ihr großen Wert auf Flexibilität am Arbeitsplatz legt und auf unnötigen Kabelsalat verzichten möchtet, ist ein kabelloses Modell ebenfalls eine gute Wahl.
  • Als Vieltipper oder Gamer muss man sich jederzeit auf das wichtigste Werkezeug verlassen können. Hier lohnt sich also definitiv die Investition in eine langlebige Tastatur mit mechanischen Schaltern. Je nach Präferenz gibt es außerdem Schalter mit unterschiedlichem Feedback und Auslösepunkten. Idealerweise verfügt die Tastatur schließlich noch über praktische Funktionen wie einen USB-Hub oder Zusatztasten zur einfacheren Bedieunung eures Desktops.