Zum Frühstück, zwischendurch oder als „Mitternachtssünde“ – der Toast ist und bleibt eine heiß (und kross) begehrte Mahlzeit. Für perfekt gebräunten Toast braucht man das passende Gerät. GIGA hat für euch die besten Toaster recherchiert.

 

Kaufberatung

Facts 

Die besten Toaster 2020: Inhalt

Einst wurden Toaster unter der Bezeichnung Brotröster als reines Mittel zum Zweck verkauft, sind sie immer mehr auch Designobjekte, mit dem sich Käufer:innen selbst verwirklichen können. Damit ihr bei dem gigantischen Angebot den idealen Toaster findet, präsentiert euch GIGA nachfolgend die besten Geräte und verrät euch, worauf ihr beim Kauf unbedingt achten solltet.

Preis-Leistungs-Tipp Test­sieger 2-Schei­ben-Toas­ter Bes­ter 4-Schei­ben-Toas­ter Luxus-Mo­dell
Pro­dukt Phillips HD2581/90 Krups KH 442D Control Line Se­ve­rin AT 2509 WMF Lono Cro­mar­gan Glas-Toaster
Preis (ca.) 25 Euro 40 Euro 35 Euro 170 Euro
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Preis-Leistungs-Tipp: Phillips HD2581/90

Philips HD2581/90: Toaster

Philips HD2581/90: Toaster

Gut und günstig ist der Phillips HD2581/90. Der klassische Doppelschlitz-Toaster für 2 Scheiben besitzt 8 Bräunungsstufen und verstellbare Schlitze, die auch dickere Brotscheiben oder sogar aufgeschnittene Brötchen toasten. Wer darüber hinaus ganze Brötchen aufwärmen oder rösten möchte, kann mit einem Schalter den integrierten Brötchenaufsatz ausfahren und seine Brötchen auflegen.

Dank Liftfunktion muss man kleinere Brotscheiben nicht mehr fummelig herauszupfen. Das minimalistische Kunststoffgehäuse ist zwar nicht sonderlich wertig verarbeitet und erhitzt sich bei längerer Verwendung – allerdings nicht so stark, dass eine Verbrennungsgefahr bestünde. Die automatische Abschaltung bei Kurzschlussgefahr sorgt außerdem für die notwendige Sicherheit im Ernstfall.  

Funktionsmäßig muss man kleinere Abstriche machen: Zwar besitzt der Philips-Toaster sowohl eine Aufwärm- als auch eine Auftaufunktion, doch ist letztere nichts weiter als ein Symbol zwischen den Bräunungsstufen 6 und 7. Wer seine Toasts demnach aus dem Gefrierschrank holt, muss schlichtweg den Bräunungsgrad hochdrehen. Eine „echte“ Auftaufunktion sieht anders aus, zumal die tiefgefrorenen Scheiben dann auch nicht gleichmäßig gebräunt aus dem Toaster kommen. 

Nichtsdestotrotz lassen eine überzeugende Röstleistung, die äußerst kompakte Größe sowie der nahezu unschlagbare Preis dieses Manko verschmerzen. Mit einer Toastdauer von etwa 3 Minuten bei mittlerem Bräunungsgrad bewegt sich das Modell von Phillips zudem im soliden Mittelfeld.

Vorteile

  • gutes Röstergebnis 
  • verstellbare Schlitze
  • guter Preis

Nachteile

  • Bedingt brauchbare Auftaufunktion
  •  mittelmäßige Verarbeitung

Testsieger 2-Scheiben-Toaster: Krups KH 442D Control Line

Krups KH442D Control Line: Toaster

Krups KH442D Control Line: Toaster

Der Krups KH 442D aus dem Control-Line-Sortiment ist ein robust verarbeiteter 2-Scheiben-Toaster, der ein hervorragendes Röstergebnis liefert. Denn der Doppelschlitztoaster konnte sich mehrmals den Titel als Testsieger verdienen – unter anderem bei der Stiftung Warentest (Ausgabe 04/2016: Wertung 1,9 „gut“), dem ETM-Testmagazin und der Haus & Garten Test.

Die 6 Bräunungsstufen lassen sich dank des Einrast-Reglers angenehm einstellen. Die sehr breiten Kammern des optisch schlichten, aber robusten Toasters bieten auch Platz für dickere Scheiben oder halbierte Brötchen. Eine Auftau- sowie Aufwärmfunktion sind ebenfalls vorhanden und funktionieren gut. Lediglich eine Warmhalte- sowie Bagel-Funktion, die einseitiges Rösten erlaubt, hätten in dieser Preisklasse noch integriert werden können. 

Größter Kritikpunkt am Krups-Toaster ist die vergleichsweise lange Toastdauer. Mit fast 3,5 Minuten auf mittlerer Stufe ist er recht langsam, auch der Stromverbrauch eher hoch. Wer auf einen perfekt gerösteten Toast länger warten kann, wird mit diesem langlebigen Modell dennoch zufrieden sein.     

Vorteile

  • toastet gut
  • Auftau- und Aufwärmfunktion vorhanden
  • breite Schlitze für unterschiedlich dicke Scheiben
  • Krümelfach mit Federmechanismus 
  • robust verarbeitet

Nachteile

  • Langsame Röstzeit
  • Hoher Energieverbrauch

Der beste 4-Scheiben-Toaster: Severin AT 2509

Toast-affine Familien mit 3, 4 oder mehr Mitgliedern brauchen einen Toaster mit mehr Kapazität: Der Severin AT 2509 erweist sich mit seinen Langschlitzkammern als ideal fürs Rösten von bis zu 4 Scheiben Toast gleichzeitig. 

Der Toaster bietet 6 Bräunungsstufen. Zwar fehlt eine Bagel-Funktion, doch durch den langen Brötchenaufsatz, auf den bis zu 3 Brötchen Platz finden, wird dieser Nachteil fast schon ausgebügelt. Aufgeschnittene Brötchen passen ebenfalls in den Toaster, nur bei XXL-Sandwichscheiben wird es etwas eng. Diese ragen beim Toasten leicht aus den Kammern und bleiben dadurch am oberen Rand blass.

Der Toaster ist robust verarbeitet, hat keine scharfen Kanten. Eine Liftfunktion ist nicht vorhanden, nach dem Rösten ragt der Toast trotzdem mehr als 2 cm heraus. Dennoch solltet ihr beim Entnehmen des Scheiben aufpassen, da sich die Metallränder stark erhitzen.

Was den Doppellangschlitz-Toaster zum idealen 4-Scheiben-Toaster macht, ist das überzeugende Röstergebnis, gepaart mit der niedrigen Röstdauer. Auf mittlerer Stufe benötigt der Severin AT 2509 gerade einmal 2 Minuten. Dank der verbauten Röstzeitelektronik mit Temperatursensor kann der Toaster zudem auch bei mehreren Röstdurchgängen am Stück stets einen konsistenten Bräunungsgrad beibehalten. Für diese Preisklasse eine wahre Spitzenleistung.

Vorteile

  • Auftau- und Aufwärmfunktion
  • Brötchenaufsatz mit viel Platz
  • Niedrige Röstdauer mit Röstzeitelektronik
  • Verarbeitung top

Nachteile

  • Zu kleine Kammern für XXL-Scheiben
  • Metallränder erhitzen sich stark

Das Luxus-Modell: WMF Lono Cromargan Glas-Toaster

WMF Lono Cromargan (04.1414.0011): Toaster

WMF Lono Cromargan (04.1414.0011): Toaster

Eine Luxus-Variante der Spezies Toaster stammt von WMF. Der Langschlitztoaster fasst sowohl kleine als auch große Scheiben – davon allerdings nur eine – und besticht dabei vor allem durch sein Design. Das Gerät besitzt Fronten aus hitzebeständigem Sicherheitsglas, durch die man den Röstprozess beobachten kann. Satte 1100 bis 1300 Watt betreiben die insgesamt 7 Bräunungsstufen sowie eine weitere Besonderheit des Toasters: den motorisierten Einzug. Statt manuell mit Taster wird der Toast leise und flüssig vom automatisierten Lift eingezogen, im Anschluss fährt der Lift die Scheiben wieder hoch. Ein Klingelton signalisiert dann, dass der Toast fertig ist.

Croissants, Bagels und Brötchen können mit dem Brötchenaufsatz getoastet werden, dieser ist jedoch nicht in den Toaster integriert und auch nicht besonders kompakt, sodass er in der Schublade oder im Küchenschrank Platz wegnimmt. Darüber hinaus besitzt der Glas-Toaster die Funktion zum einseitigen Rösten, die sich ideal für Bagels oder Burger Buns eignet. Auftau- und Nachtoastfunktion sind vorhanden, nur ein Warmhaltefunktion fehlt. 

Der Glas-Toaster besitzt beleuchtete Funktionstasten und eine LED-Anzeige. Wer das Gerät reinigen möchte, kann nicht nur das übliche Krümelfach herausnehmen, sondern sogar die Glasfronten abschrauben.

Der WMF-Toaster nutzt bei mehreren Röstvorgängen hintereinander die vorhandene Restwärme, was die Röstdauer verkürzt und Strom spart. Auf mittlerer Stufe benötigt der Toaster weniger als 2,5 Minuten – flott.

Vorteile

  • Hervorragendes Röstergebnis
  • Toasten optisch beeindruckend
  • Motorisierter Einzug
  • Niedrige Röstdauer

Nachteile

  • Nur ein (breiter) Schlitz
  • Warmhaltfunktion fehlt
  • Brötchenaufsatz nicht sehr kompakt

Toaster 2020 Test: So haben wir ausgewählt

Den idealen Toaster zu finden ist in der Flut an Geräten heutzutage immer schwieriger. Die Hersteller werben mit zahlreichen Features, Gadgets und Besonderheiten, die die Entscheidung nicht zwingend erleichtern. Daher ist es durchaus sinnvoll, sich vor dem Kauf ausgiebig zu informieren und die verschiedenen Optionen inklusive der entsprechenden Vor- und Nachteile vorab abzuwägen. 

In unserem Test haben wir uns dabei auf Produkte verschiedener Preisklassen konzentriert. Um euch den bestmöglichen Überblick zu verschaffen, haben wir die Auswahl mittels eigener Erfahrungen, Recherche in Fachzeitschriften und auch Nutzererfahrungen sowie externe Testinstitutionen zusammengestellt. 

Verwendete Quellen: Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2016), Küche & Haushalt (Ausgabe 04/2020), ETM-Testmagazin, Konsument, Technik zu Hause

Toaster kaufen: Was muss ich beachten?

Art des Toasters

Je nachdem, wie viele Scheiben ihr in einem Röstvorgang toasten möchtet und welche Art von Brot ihr bevorzugt, solltet ihr euch Gedanken über die Toaster-Art machen. Genügen euch 2 Scheiben vom klassischen Toastbrot, so seid ihr mit einem normalen Doppelschlitz-Toaster gut ausgestattet. Bevorzugt ihr lieber lange Scheiben eures Lieblingsbrotes vom Bäcker, dann benötigt ihr einen Langschlitztoaster. Für Haushalte, in denen sehr viel getoastet wird, bietet sich ein 4 Scheiben-Toaster besser an. Hier wird dann erneut zwischen Vierfachschlitz- und Langschlitzmodellen unterschieden.

Größe und Schlitzbreite

Toaster können viel Platz auf der Küchenzeile beanspruchen. Daher solltet ihr vorher überlegen, wie groß euer Modell maximal sein dürfte. Außerdem besitzen Toaster unterschiedlich breite Kammern, sodass in manch einen Toaster dickere Brotscheiben passen als in andere. Je nachdem, welche Brotprodukte ihr rösten möchtet, solltet ihr euch bei der Schlitzbreite an eben diesen favorisierten Produkten orientieren.

Röstleistung

Allen mehr oder weniger nützlichen Komfortfunktionen zum Trotz: Die Röstleistung ist das wichtigste Kriterium bei einem Toaster. Informiert euch also vorher, wie gut euer Toaster ... toastet.

Material

Neben Geschmacksfragen spielt das Material auch in puncto Sicherheit eine Rolle. Viele Toaster erhitzen sich auch außen und bergen das Risiko, sich die Finger zu verbrennen. Daher sollten sich vor allem Haushalte mit Kindern nach Geräten mit geringem Verbrennungsrisiko umsehen. Außerdem können sich Toaster, die größtenteils aus Kunststoff bestehen, mit der Zeit verformen, was ein unschöner Nebeneffekt bei vielen günstigeren Modellen ist.

Ausstattung

Toastet ihr lieber frisches Brot oder lagert ihr eure Scheiben im Gefrierschrank? Bleiben bei euch häufiger bereits getoastete Scheiben übrig, die ihr später aufwärmen wollt? Oder seid ihr eher ein Fan von Bagels, Croissants und Baguette-Brötchen? Diese Fragen solltet ihr für euch (und eure Familie beziehungsweise Mitbewohner:innen) beantworten, bevor ihr euch für einen Toaster entscheidet. Denn: Jeder Toaster hat seine Spezialitäten. Es gibt aber auch Standards, die jedes Modell erfüllen sollte: Die Auftau- wie auch Aufwärmfunktion gehören ebenso wie der Brötchenaufsatz dazu, in Sachen Reinigung sollte mindestens ein herausnehmbares Krümelfach dabei sein. Bestimmte Features wie eine Liftfunktion, verstellbare Schlitze oder die heißbegehrte Warmhaltefunktion sind nicht bei jedem Toaster vertreten und könnte ausschlaggebend für eure Modellwahl sein – je nachdem, welcher „Toast-Typ“ ihr seid.

Stromverbrauch und Kosten

Toaster haben, je nach Größe, Röstqualität und eingestellter Röststufe eine Leistung von bis zu 1400 Watt. Sind sie damit üble Stromfresser und Geldvernichter? Jein.

Natürlich sind alle Geräte, die Wärme oder Kälte „aus Strom erzeugen“ erst einmal schuldig im Sinne der Anklage. Ein Toaster gibt zudem viel Energie als Abwärme von sich. Allerdings sind Toaster immer nur kurz an, werden selten auf höchster Stufe und in der Regel nur ein paar Minuten am Tag benutzt.

Rechenbeispiel: Ein großer 4-Scheiben Toaster mit 1000 Watt, den man täglich 5 Minuten lang auf voller Stufe benutzt, um 8 Scheiben zu toasten, frisst ca. 0,2 kWh, was Kosten von rund 6 Cent entspricht. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht das etwa 73 kWh oder ca. 22 Euro Kosten (bei einem gängigen Stromtarif mit 30 Cent Kosten pro kWh) – man muss aber schon ein Mehrpersonenhaushalt mit Toast-Leidenschaft sein, um solche Werte zu erreichen. Im Vergleich mit Kühlschrank, Herd, Waschmaschine, Trockner und anderem Haushaltsgerät ist das fast vernachlässigenswert.

Wer dennoch energieeffizient toasten möchte, füllt so oft wie möglich alle Schlitze und toastet kurz nacheinander, um die Restwärme des vorangegangenen Röstvorgangs mitzunehmen.

Tipps & Hinweise: Toasten wie ein Profi

Geruch: Viele neue Toaster besitzen anfangs einen penetranten industriellen Geruch. Um ihn loszuwerden, reicht es meist aus, wenn man den Toaster ein paar Durchgänge auf höchster Stufe leer laufen lässt.

Wärme nutzen: Generell macht es bei Toastern einen Unterschied, ob zwei Scheiben oder nur eine getoastet werden. Denn das Brot bekommt durch die Reflektion der Wärmestrahlung an den Innenwänden zusätzliche Wärme ab, wodurch die einzelne Scheibe deutlich dunkler wird. Als Faustregel gilt: Bei einer Scheibe eine Stufe im Bräunungsgrad heruntergehen. 

Sicher herausziehen: Nach dem Toastvorgang sollten die kross gerösteten Scheiben idealerweise mindestens 2 cm aus dem Toaster herausragen. Diese Eigenschaft ist eines der Kriterien für GS-Siegel – GS steht für „geprüfte Sicherheit“. Fehlt das Siegel, solltet ihr im wahrsten Wortsinne besser die Finger von dem Toaster lassen.

Verbrannten Toast meiden: Sollte der Toast schwarz aus dem Toaster kommen, reicht es nicht, den schwarzen Teil abzukratzen. Ihr solltet den Toast entsorgen. Stärkehaltige Lebensmittel wie z.B. Toastbrot produzieren unter starker Hitze Acrylamid, das in hoher Dosierung wiederum Krebs erregen und die DNS schädigen kann.

GIGA-Redaktion
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