Ventilatoren bringen frischen Wind in die Bude und sorgen zuhause für wohltuende Kühlung. GIGA stellt die besten Modelle vor und erklärt, worauf man beim Kauf achten sollte.

 

Kaufberatung

Facts 

Ventilatoren sind eine bewährte und stromsparende Alternative zu teuren und umweltbelastenden Klimaanlagen. Der verdunstende Schweiß auf unserer Haut erzeugt mithilfe der durch Ventilatoren erzeugten Luftzirkulation angenehme und natürliche Abkühlung. Die Umgebungstemperatur fühlt sich kühler an und macht Hitze zumindest etwas erträglicher. Jeder Haushalt sollte daher über einen guten Ventilator verfügen.

Die besten Ventilatoren 2020: Alle Testsieger und Empfehlungen im Überblick

Plat­zierung Pro­dukt Preis An­ge­bot
Preis-Leistungs-Tipp Clatronic VL 3603 ca. 28 Euro Bei Amazon ansehen
Tisch­ven­ti­lat­or - Test­sie­ger Stif­tung Wa­ren­test Maeco Fan 1056 ca. 100 Euro Bei Otto ansehen
Stand­ven­ti­la­tor - Test­sie­ger Stif­tung Wa­ren­test Honeywell HSF600WE ca. 90 Euro Bei Otto ansehen
Turmventilator - Test­sie­ger Stif­tung Wa­ren­test Koenic KTF 100 ca. 70 Euro Bei MediaMarkt ansehen

Preis-Leistungs-Tipp: Clatronic VL 3603

Clatronic VL 3603 S Standventilator

Clatronic VL 3603 S Standventilator

Vorteile:

  • schneller und einfacher Aufbau
  • einfache, aber gute Verarbeitung
  • angenehme Betriebslautstärke

Nachteile:

  • wackeliger Standfuß

Mit seinem unschlagbar günstigen Preis bei angemessener Funktionalität verdiente sich der Clatronic VL 3603 unter anderem den Titel „Amazon's Choice“. Ohne viel Schnickschnack bietet dieser Standventilator genau das, was er tun soll: für Abkühlung sorgen. Mit drei Leistungsstufen und schwenkbarem Kopf gelingt ihm das zuverlässig. Vorurteilen günstiger Ventilator, die unangenehme Plastikgerüche oder einen hohen Geräuschpegel verursachen, wirkt er mit einem neutralen Gebläse und rund laufendem Motor entgegen. Allein der Standfuß macht den Clatronic zu einer wackeligen Angelegenheit.

Tischventilator-Test­sie­ger: Maeco Fan 1056

Meaco 1056 Tischventilator

Meaco 1056 Tischventilator

Vorteile:

  • besonders leise
  • angenehmer Luftstrom
  • stromsparend

Nachteile:

  • brummender Motor

Der Tischventilator Maeco Fan 1056 überzeugte nicht nur im Ventilatoren-Test 2020 der Stiftung Warentest mit der Note 1,8 („gut“). Auch in Nutzerwertungen in Onlineshops wird seine besonders geräuscharme Betriebslautstärke, gute Energieeffizienz und sein angenehmer Luftstrom gelobt. Mit gerade einmal 20 dB Lautstärke lässt sich die sommerliche Hitze problemlos auch über Nacht bekämpfen. Wer die kalte Brise während des Schlafens nicht mag, nutzt die integrierte Abschaltautomatik.

Hinter dem kleinen Tischventilator mit insgesamt zwölf Leistungsstufen steckt eine ganze Menge Power. Er schafft es einen Raum von bis zu 50 m² zu belüften. Durch den verstellbaren Kopf lässt er sich sowohl horizontal als auch nach oben und unten ausrichten. Mit der im Produktumfang enthaltenen Fernbedienung könnt ihr das auch ganz bequem vom Sofa aus.

Standventilator-Test­sie­ger: Honeywell HSF600WE

Honeywell HSF600WE4 Standventilator

Honeywell HSF600WE4 Standventilator

Vorteile:

  • automatische Dimmung
  • herausnehmbare Fernbedienung
  • angenehm leise

Nachteile:

  • Betriebsgeräusche nach längerer Benutzung

Mit der Note 2,3 stufte die Stiftung Warentest auch den Honeywell HSF600WE als „Gut“ ein. Der Standventilator lässt sich bei Bedarf von 100 cm auf 120 cm ausziehen, um eine angenehme Belüftungshöhe einzustellen. Der Honeywell ist oszillierend, bewegt sich somit in der typischen Schwenkbewegung eines Ventilators. Mit einem Oszillationswinkel von 70° deckt er auch große Räume gut ab.

An der Rückseite kann man eine Fernbedienung herausnehmen und hineinlegen. Besonders positiv fällt das automatisch gedimmte Display-Licht auf. Mit der Timer- und der QuietSet-Funktion eignet es sich auch für nächtliche Anwendungen. Jedenfalls für den Moment: Mit steigender Betriebsdauer blieb zwar der Motor leise, ein unangenehmes Quietschen der Schwenkautomatik intensivierte sich jedoch mit voranschreitender Nutzungsdauer.

Turmventilator-Test­sie­ger: Koenic KTF 100

KOENIC KTF 100, Turmventilator, 45 Watt

KOENIC KTF 100, Turmventilator, 45 Watt

Vorteile:

  • Display mit Temperaturanzeige
  • schlichtes, modernes Design
  • angenehme Lautstärke bei guter Leistung

Nachteile:

  • instabiler Stand

Wie nahezu jedes aktuelle Modell von Turmventilatoren ist auch der Turmventilator Koenic KTF 100 sicher für neugierige Kinderhände und sieht modern aus. Das große LED-Display zeigt nicht nur die eingestellte Leistungsstufe, sondern auch die aktuelle Raumtemperatur an. Mit insgesamt drei Geschwindigkeitsstufen wirkt der Koenic mit horizontalen Drehbewegungen der Hitze entgegen.

Durch die optionale an- und abschwellende Windstärke soll ein natürlicher Wind nachgestellt werden. Das wirkt der Wahrnehmung eines unangenehmen Zugwindes entgegen, der oft durch den Einsatz von Ventilatoren entsteht. Neben den positiven Attributen von Turmventilatoren besitzt er aber auch deren klassisches Manko: Der Standfuß ist instabil, wodurch die Drehbewegungen wackelig vonstattengehen. Die Stiftung Warentest vergibt die Note 2,1 „Gut“ für das Modell.

Die besten Ventilatoren 2020: So haben wir ausgewählt

In Ausgabe 06/2020 der Stiftung Warentest wurden die drei verschiedenen Ventilatoren-Arten getestet. Dabei wurden sechs Tischventilatoren, sieben Standventilatoren und fünf Turmventilatoren unter die Lupe genommen. Aus jeder Kategorie resultierte ein Testsieger. Die Gesamtnote gibt Aufschluss über einen endgültigen Testsieger aller getesteten Ventilatoren.

Einen besonders hohen Stellenwert, mit 40 Prozent Einfluss auf die Gesamtbewertung, hat dabei die Funktion des getesteten Ventilators. Mit einem 30-prozentigen Einfluss ist die Lautstärke, mit 25 Prozent die Handhabung und mit 5 Prozent die Konstruktion und Sicherheit in das Gesamturteil eingeflossen. Für die Auswertung wurden alltägliche Situationen nachsimuliert. Die Praxisnähe der Ergebnisse haben wir ergänzend in Form von Nutzerbewertungen, inhaltlichen Auseinandersetzungen und typischen Problemen im Netz recherchiert.

Ventilator kaufen: Was man wissen sollte

Alles was man zu Ventilatoren wissen muss, knapp zusammengefasst im Video:

Was man vor dem Kauf von Ventilatoren wissen sollte

Vor der Kaufentscheidung sollten verschiedene Fragen beantwortet werden, um das beste Modell für das persönliche Bedürfnis zu finden. Die Art des Ventilator spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Wirkung bleibt gleich: Das Gerät erzeugt einen Luftstrom, durch den sich die gefühlte Temperatur reduziert. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Ventilatoren-Typen besitzen, erläutern wir im folgenden Abschnitt.

Tischventilator

Wie der Name bereits verrät, finden diese Art von Ventilatoren ihre Verwendung auf dem Tisch. Sie sehen aus wie kleine Standventilatoren und spenden auf kleinem Raum Luft. Oft werden sie in unmittelbarer Nähe, wie dem Schreibtisch aufgestellt, um für Abkühlung zu sorgen. Ihr kompakte Größe und ihr kleines Gewicht sind für den mobilen Einsatz von Vorteil.

Für (Klein-)Kinder und Haustiere sind sie denkbar ungeeignet. Ist das Gitter vor dem Rotor zu weitmaschig, können Gegenstände in das Gerät gelangen. Zudem besteht die Gefahr, dass selbst Hände durch das Gitter greifen können.

Standventilator

Der Standventilator ist der große Bruder des Tischventilator. Er hat einen größeren Kopf und einen längeren Standfuß. Sie sind leistungsstark und sind für die Abkühlung in eines ganzen Raumes ausgelegt. Mithilfe der Oszillation, dem horizontalen Schwenken, wird für eine weiträumige Aufwirbelung gesorgt. Für die Verwendung im Schlafzimmer sollte auf ein besonders leises Gerät geachtet werden.

Standventilatoren sind für (Klein-)Kinder und Haustiere ebenso gefährlich wie Tischventilatoren. Die Geräte sind oft hoch und leicht und können deswegen schnell umfallen.

Turmventilator

Er ähnelt einem Standventilator, unterscheidet sich jedoch im Aussehen und ihrer Funktion. Turmventilatoren besitzen keinen runden, sich drehenden Rotor für die Entstehung der kühlen Brise. Stattdessen sorgen eine Luftpumpe und eine Lamellenkonstruktion für die Luftbewegung. Durch den fehlenden Rotor und den oftmals engmaschigen Lamellen sind sie etwas sicherer im Umgang mit Kindern. Oftmals werden Turmventilatoren aufgrund ihrer modernen und schlanken Optik bevorzugt.

Deckenventilator

Die wohl platzsparendste und ungefährlichste Variante stellen Deckenventilatoren dar. Sie werden an der Decke angebracht und rotieren dort für eine angenehme Luftzirkulation im Raum. Oft sind sie eine Kombination aus Ventilator und Deckenlampe. Da sie mit den Stromkabeln der Deckenlampe angeschlossen sind, werden sie mit dem Lichtschalter betätigt.

Deckenventilatoren besitzen meist einen Sommer- und Wintermodus. Der Sommermodus zirkuliert die Luft zur Abkühlung. Im Winter hingegen wird die warme Luft auf den Boden befördert. Das spart auf Dauer Heizkosten ein. Zu beachten ist, dass Deckenventilatoren einen Mindestabstand von drei Meter zum Boden benötigen. Das ist nur in den wenigsten Haushalten der Fall.

Mini-Ventilator

Mini-Ventilatoren sind in verschiedenen Ausführungen anzutreffen. Meist ist ein Akku integriert, der eine Nutzung innerhalb und außerhalb der Wohnung ermöglicht. Mithilfe eines Adapters an der Steckdose oder einem USB-Kabel wird ihr Akku wieder aufgeladen. Die Produktgröße ist besonders kompakt und klein, sodass sie perfekt für unterwegs geeignet sind. Von ihnen sollte jedoch keine allzu große Leistung erwartet werden. Sie ersetzen keinen Tisch-, Stand- oder Turmventilator.

Ventilator vs. Klimaanlage: Wo ist der Unterschied?

Während Ventilatoren mit der Luftumwälzung für eine angenehmere Wahrnehmung der Umgebungstemperatur sorgen, arbeiten Klimaanlagen mit einem Luftaustausch. Somit sind Klimaanlagen durchaus effektiver als Ventilatoren und tauschen die warme Raumluft gegen gekühlte Luft aus. Dennoch bieten Ventilatoren viele Vorteile, insbesondere in puncto Installation/Aufbau und Betriebskosten. Die wichtigsten Informationen könnt ihr unserem Klimaanlagen Test 2020 entnehmen.

Ventilator kaufen: Darauf sollte man achten

Anwendungsbereich: Tischventilatoren reichen aus, um Kühlung am Schreibtisch zu gewährleisten. Soll ein ganzer Raum aufgefrischt werden, muss zu einem Stand- oder Turmventilator gegriffen werden. Bei Kindern und/oder Haustieren ist ein Deckenventilator die sicherste Variante.

Raumgröße: Die meisten Hersteller geben bereits an, für welche Raumgröße ihr Produkt ausgelegt ist.

Schwenkkopf: Viele Ventilatoren habe eine automatische Oszillation. Zudem lässt sich bei einigen Geräten der Schwenkkopf manuell in die Horizontale oder nach oben und unten ausrichten. Bei manchen Geräten genügt bereits ein Knopfdruck auf die Fernbedienung.

Stromverbrauch: Der Blick auf den Stromverbrauch des Ventilators erspart unangenehme Überraschungen im heißen Sommer. Ventilatoren die vier statt drei Flügel besitzen benötigen weniger Leistung, um die gleiche Windmenge zu erzeugen.

Stabilität: Die Standfläche des Ventilators sollte groß sein, damit er stabil steht und nicht so schnell umkippt.

Lautstärke: Soll der Ventilator im Schlafzimmer genutzt werden, ist ein besonders leises Gerät erfordert.

Geruch: Ein chemischer Geruch, der sich nicht verflüchtigt, stellt nicht nur eine Geruchsbelästigung dar, sondern ist grundsätzlich ein Alarmsignal und deutet auf Giftstoffe im Material hin.

Fernbedienung: Nicht elementar, aber praktisch sind zusätzliche Fernbedienungen zum Ventilator, mit dem sie sich bequem steuern lassen.

Reinigung: Die Rotorblätter des Ventilators müssen regelmäßig von Staub befreit werden, um nicht als Dreckschleuder zu enden.

Weitere Funktionen: Ein Timer, eine Quiet-Funktion oder eine Temperaturanzeige am Display sind hilfreiche Zusatzfunktionen. Für wen es ein Muss ist, sollte auf entsprechende Funktionen achten.

Antizyklisch kaufen: Wenn der Sommer am heißesten ist, sind Ventilatoren stark nachgefragt und entsprechend teurer. Wer sowieso einen neuen braucht, kauft ihn am besten in kühleren Jahreszeiten.

Ventilatoren gegen Corona?

Dr. Valentyn Stadnytskyi vom US-Amerikanischen National Institutes of Health in Bethesda, MD hat in seinen Forschungen nachgewiesen, dass die sich beim Sprechen bildenden Aerosole, also winzige Feuchtigkeitströpchen, Infektionsträger für das Sars-CoV-2-Virus sind. Sie können sich bis zu acht Minuten in der Luft halten. Während in Außenbereichen unter Einhaltung gängige Abstandsregeln nur eine geringe Ansteckungsgefahr besteht, ist das in Innenräumen anders. Hier sollte für frische Luft durch geöffnete Fenster und eine ausreichende Luftumwälzung gesorgt werden – somit verdünnt sich die Aerosol-Konzentration in der Luft und die Ansteckungsgefahr sinkt. Um die Luftumwälzung zu verstärken und die Aerosole nach draußen zu befördern sind Ventilatoren hilfreich. Man kann also davon ausgehen, dass Ventilatoren indirekt auch gegen Corona helfen.

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Michelle Cordes
Michelle Cordes, GIGA-Experte.

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