Ventilatoren können für eine frische Luftzirkulation und eine angenehme Brise kühler Luft sorgen. GIGA präsentiert die Testsieger der Stiftung Warentest, gibt euch weitere Empfehlungen und verrät euch, worauf beim Kauf eines Ventilators geachtet werden sollte.

Im Sommer kann einem die Hitze schnell zu Kopf steigen, vor allem wenn ihr längere Zeit in euren heimischen vier Wänden verbringt. Um die stehende Hitze aus den Räumen zu verjagen, schwören zahlreiche Verbraucher auf einen Ventilator. Im Gegensatz zu einer Klimaanlage kann ein Ventilator die Raumtemperatur zwar nicht senken, für Abkühlung sorgt er dennoch. Denn durch den Luftstrom wird die Körperwärme besser abgeleitet und es entsteht ein Gefühl von Abkühlung auf der Haut, zumal auch Schweiß im vorbeiziehenden Luftstrom schneller verdunstet als ohne Wind.

Die besten Ventilatoren 2021: Alle Modelle im Überblick

Preis-Leistungs-Tipp Testsieger Tischventilator Testsieger Standventilator Testsieger Turmventilator  Ventilator-Alternative
Produkt Clatronic VL 3741 S Meaco Fan 1056 Honeywell HSF600WE Koenic KTF 100 Brandson Retro-Windmaschine
Preis ca. 40 Euro ca. 100 Euro ca. 65 Euro ca. 65 Euro ca. 60 Euro
Pro integrierte Sleep- und Nature-Programme extrem leise sehr gute Windumwälzung rotorloser Betrieb enorme Windumwälzung
Contra wackeliger Standfuß keine Höhenverstellung Beleuchtung nicht abschaltbar Kunststoffgehäuse wirkt nicht hochwertig verhältnismäßig laut
Angebot Bei Otto ansehen Bei Otto ansehen Bei Amazon ansehen Bei Saturn ansehen Bei Amazon ansehen
Preisvergleich idealo idealo idealo idealo idealo

Preis-Leistungs-Tipp: Clatronic VL 3741 S

CLATRONIC VL 3741 S Standventilator

CLATRONIC VL 3741 S Standventilator

Vorteile

  • gute Luftumwälzung
  • 3 Geschwindigkeitsstufen
  • integrierte Sleep- und Nature-Programme

Nachteile

  • wackeliger Standfuß

Der Clatronic VL3741 S Standventilator ist für seinen geringen Preis ein zuverlässiger Begleiter an heißen Sommertagen. 3 Geschwindigkeitsstufen, 2 elektronische Windmodus-Funktionen verstellbarem Neigungswinkel sind alle Funktionen, die ein Ventilator mitbringen sollte, vertreten. Das Sleep-Programm des 45 Watt-Ventilators verringert 30 Minuten nach dem Aktivieren die Leistung des Ventilators, damit dieser nicht die ganze Nacht auf Hochtouren läuft.

Mit dem Nature-Programm hingegen kommt es zu einem unregelmäßigen Wechsel der Geschwindigkeitsstufen, sodass sich der Ventilator an die Raumumgebung anzupassen versucht. Dieser Modus ist jedoch nicht vergleichbar mit der Umgebungsanpassung der Programme von Modellen höherer Preisklassen. Zudem macht der Standfuß einen etwas wackeligen Eindruck. Die maximale Lautstärke liegt bei rund 51 dB

Wichtiger Hinweis: Ventilatoren sollten niemals so eingestellt sein, dass der Wind rund um die Uhr auf den eigenen Körper geleitet wird. Dadurch kann es zu einer Unterkühlung des Körpers kommen.

Testsieger Tischventilator: Meaco Fan 1056

Meaco 1056 Tischventilator

Meaco 1056 Tischventilator

Vorteile

  • grandiose Luftumwälzung
  • integrierte Timer- sowie Eco-Funktion
  • extrem niedrige Betriebslautstärke

Nachteile

  • keine Höhenverstellung möglich

Mit ganzen zwölf Lüfterstufen, einer Windleistung bis zu 1.056 m³/h sowie seinem sowohl horizontal als auch vertikal rotierenden Kopf konnte der Meaco Fan 1056 den Testsieg bei der Stiftung Warentest erlangen. Der kompakte Tischventilator kommt mit einem stilvollen Design daher und lässt sich sowohl via Fernbedienung als auch direkt am Gehäuse bedienen. Zu den besonderen Features des Ventilators zählen eine Timer-Funktion, mit der ihr das An- und Abschalten vorab einstellen könnt, sowie ein Eco-Modus, der sich an das jeweilige Raumklima anpasst.

Mit einer minimalen Betriebslautstärke von 20 dB ist das Gerät überaus leise und auch auf mittlerer Stufe fällt der Lärmpegel keineswegs negativ auf, sodass sich der Ventilator auch ideal für das Schlafzimmer eignet. Lediglich die höchste Stufe verursacht ein wenig Lärm. Zudem verfügt das Modell über eine integrierte Beleuchtung, die vor allem abends für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Das Modell gibt es zudem auch in der Standvariante als Maeco Fan 1056 P.

Übrigens: Die Stiftung Warentest hat den Stromverbrauch des Maeco Fan 1056 für einen Einsatz von 90 Tagen mit jeweils 10 Stunden berechnet. Dabei fallen Stromkosten von gerade einmal 2 Euro an.

Testsieger Standventilator: Honeywell HSF600WE

Honeywell HSF600WE Standventilator

Honeywell HSF600WE Standventilator

Vorteile

  • sehr gute Luftumwälzung
  • angenehmer Geräuschpegel
  • Timer-Funktion und dimmbare Beleuchtung

Nachteile

  • Beleuchtung nicht abschaltbar

Unter den Standventilatoren konnte der Honeywell HSF600WE die Kollegen der Stiftung Warentest für sich gewinnen. Aufgrund des aerodynamischen Designs der Flügel und des Kegels schafft er es Räume zuverlässig mit einem Luftstrom zu durchfluten, ohne dabei einen störenden Lärmpegel zu produzieren. Der Geräuschpegel befindet sich je nach Stufe in einem Bereich von 30 dB bis 48 dB. Die Windleistung des 40 Watt-Ventilators kommt auf beindruckende 2.377 m³/h.

Dank der Timer-Funktion kann das Modell auf 1 bis 8 Stunden Laufzeit inklusive anschließendem Abschalten programmiert werden. Bedienen könnt ihr den Ventilator direkt am Kopf oder über eine mitgelieferte Fernbedienung. Ein integriertes, dimmbares Licht ist für die Nutzung bei Nacht ebenfalls vorhanden. Jedoch ist diese Beleuchtung nicht abschaltbar. Mit dem Honeywell HAT-900E bietet der Hersteller zudem auch einen geräuscharmen Turbo-Tischventilator an, den ihr an der Wand befestigen könnt.

Testsieger Turmventilator: Koenic KTF 100

KOENIC KTF 100 Turmventilator

KOENIC KTF 100 Turmventilator

Vorteile

  • gute Luftumwälzung
  • Timer-Funktion und Schlafmodus
  • rotorloser Betrieb

Nachteile

  • Kunststoffgehäuse wirkt nicht hochwertig

In der Kategorie der Turmventilatoren wurde der Koenic KTF 100 zum Sieger der Stiftung Warentest gekürt. An dem rotorlosen Turmventilator mit 45 Watt könnt ihr zwischen drei Geschwindigkeitsstufen wählen und an die aktuelle Raumtemperatur anpassen, die euch das LED-Display anzeigt. Auch dieses Modell verfügt über eine Timer-Funktion wie auch eine mitgelieferte Fernbedienung samt Halterung. Mit der An- und Abschwellen-Funktion besitzt das Gerät darüber hinaus ein Programm für den modulierten Luftstrom. Mit 63 dB ist der Turmventilator zwar etwas lauter als seine Konkurrenz, doch für ruhige Nächte ist dank dem einstellbaren Schlafmodus gesorgt.

Ventilator-Alternative: Brandson Retro-Windmaschine

Brandson Retro-Windmaschine

Brandson Retro-Windmaschine

Vorteile

  • sehr gute Luftumwälzung
  • drei Geschwindigkeitsstufen
  • geeignet für Fotoshootings und Filmdrehs

Nachteile

  • verhältnismäßig laut

Wer auf enorm viel Power bei der Luftdurchflutung seiner Räume setzt, der kann zu einer Windmaschine greifen, wie etwa der Brandson Windmaschine im Retro-Stil. Sie besitzt Mit den 30 cm langen Rotorblättern und drei einstellbaren Stufen sorgt das Gerät für eine enorme Windleistung. Daher eignet sich die mit einem GS-Zertifikat versehene Windmaschine nicht nur für die Luftzirkulation in warmen Räumen, sondern auch für Fotoshootings und Filmdrehs, bei denen eine Windleistung simuliert werden soll. Für die hervorragende Leistung muss jedoch die hohe Betriebslautstärke in Kauf genommen werden.

Ventilator-Test 2021: So habe ich ausgewählt

Für den Ventilator-Test 2021 habe ich mich auf die Urteile der Stiftung Warentest (Ausgabe 06/2020) bezogen wie auch persönliche Erfahrungen und Nutzerrezensionen von Amazon.de und Erfahrungsberichte auf Testberichte.de miteinbezogen.

Unscheinbar und schlicht dekorativ: Ventilatoren gibt es auch als schicke Design-Objekte. (Bild: Stadler Form)

Ventilator kaufen: Was muss ich beachten?

Art des Ventilators

Ventilatoren gibt es in zahlreichen Ausführungen. In einer kleinen kompakten Variante für den Tisch, ausfahrbare Standventilatoren, platzsparende Turmventilatoren, als klassischen Deckenventilator oder die Windmaschine als leistungsstarker Bodenventilator. Mittlerweile gibt es sogar USB-Ventilatoren, die ihr an euren Computer oder an euer Smartphone anschließen könnt, um euch so beim Arbeiten eine Abkühlung im kleinen Rahmen zu verschaffen.

Standventilatoren können mitten im Raum aufgestellt werden und lassen sich in Sachen Höhe und Neigung verstellen. Ein Standventilator verfügt meist über einen deutlich stärkeren Motor als kompakten Ventilatoren, sodass sie dementsprechend auch mehr Luft umwälzen können. Zudem gibt es Standventilatoren auch als Akku- oder Batterie-Modelle.

Tischventilatoren bieten hingegen den Vorzug, dass sie klein und kompakt sind. Dadurch können sie sehr flexibel platziert werden, sind in der Regel jedoch nicht höhenverstellbar. Dafür sind diese Modelle aber auch recht günstig zu erwerben. Besonders in Homeoffice-Zeiten rentiert sich ein derartig kleines Modell.

Ihr seid noch dabei euer Homeoffice-Space einzurichten? Dann hilft euch unser Kaufberater bei der Auswahl der richtigen Homeoffice-Gadgets:

Turmventilatoren arbeiten gänzlich ohne Rotorblätter, indem sie die Luft einsaugen und gleichmäßig über den Luftausgang in den Raum pusten. Dies ist besonders für Haushalte mit kleinen Kindern vorteilhaft, da durch diese Technik keinerlei Verletzungsgefahr für Kinder besteht. Turmventilatoren sind im Hinblick auf Höhe und Neigungswinkel nicht verstellbar und oftmals auch lauter als Ventilatoren mit Rotoren.

Deckenventilatoren sorgen für eine sehr gute Luftzirkulation, indem sie an der Raumdecke montiert werden und die Raumluft gleichmäßig verteilen. Es gibt jedoch auch mobile Deckenventilatoren, die nicht montiert werden müssen und so flexibel von einem Raum in den nächsten verfrachtet werden können. Aufgrund der niedrigeren Umdrehungszahl als bei anderen Ventilatorenarten ist ein Deckenventilator äußerst leise.

Windmaschinen sind Bodenventilatoren, die mit ihrer starken Leistung oftmals für Fotoshootings oder Filmdrehs verwendet werden. Sie eignen sich aber auch ideal für die eigenen vier Wände, sofern über die teils karge Optik und die Lautstärke der Geräte hinweggesehen werden kann.

Mit der Höhenverstellung sowie einem flexiblen Neigungswinkel erweist sich der klassische Standventilator als zuverlässiger Begleiter an heißen Sommertagen. (Bild: Balmuda)

Leistung

Die Leistung eines Ventilators hängt von mehreren Faktoren ab. In erster Linie achten Käufer auf die Wattzahl, die bei Ventilatoren meist in einem Bereich zwischen 15 und 70 Watt liegt. Doch solltet ihr euch nicht ausschließlich an der Wattangabe orientieren. Auch die Windleistung bzw. Luftumwälzung spielt eine wichtige Rolle. Diese wird mit Kubikmetern pro Stunde, seltener mit Metern pro Sekunde angegeben. Faktoren wie die Spannweite der Rotoren sowie die Neigungswinkel sind ebenfalls nicht zu vernachlässigende Faktoren. Am Ende ist der beste Ventilator jener, der all diese Aspekte kombiniert.

Funktionsumfang

Ventilatoren besitzen heutzutage eine Vielzahl an Funktionen und Programmen. Umweltschonende Energiesparmodi, Sleep-Timer und viele weitere Features gehören zu den Eigenschaften eines modernen Ventilators. Manche Ventilatoren, wie beispielsweise einige Modelle von Dyson, verfügen zudem zusätzlich über die Funktionen eines Luftreinigers. Wer spezielle Anforderungen hat, sollte sich demnach nach einem Modell mit speziellen Funktionen umsehen.

Manche Hersteller bieten Geräte an, die die Funktionen eines Ventilators mit denen eines Luftreinigers kombinieren. (Bild: Dyson)
Dyson Luftreiniger Pure Cool Me

Dyson Luftreiniger Pure Cool Me

Lärmpegel

Ventilatoren variieren stark in ihrer Betriebslautstärke. Während manche Modelle mit einem Lärmpegel von rund 20 dB der Lautstärke eines fließenden Bachs entsprechen, können andere Geräte zur wahren Last für die Ohren werden. Generell verfügen zwar die meisten Ventilatoren über einen Schlafmodus, doch wer etwas lärmempfindlicher ist, sollte dennoch zu einem leiseren Modell greifen.

Sicherheit

Wer in einem Haushalt mit Kindern lebt oder häufiger spielende Kinder zu Besuch hat, der sollte besonders auf den Sicherheitsaspekt achten. Denn auch wenn die meisten Ventilatoren die Sicherheitsstandards erfüllen, kann es vorkommen, dass beispielsweise die Rillen im Schutzgitter so groß sind, dass dünne Finger durch sie hindurchpassen. Hier gilt: Augen auf beim Ventilatorkauf.