Das Internet ist in der Phase „Web 3.0“. Aber was heißt das eigentlich? Und was ist der Unterschied zu „Web 2.0“ und „Web 1.0“?

Web 1.0, Web 2.0 und Web 3.0 sind Entwicklungszustände des Internets. Sie beschreiben, welche Technologien vorrangig im Internet eingesetzt werden. Mit „Web3“, „web3“ oder „Web 3.0“ ist die dritte Entwicklungsstufe des Internets gemeint.

Was ist Web3?

Der Begriff Web3 verbreitete sich erst im Jahr 2021 merklich und beschreibt die dritte Entwicklungsstufe des Internets. Es ist noch stärker vernetzt und beinhaltet neue Technologien wie maschinelles Lernen, natürliche Sprachverarbeitung und autonomes Verhalten. Dies wurde durch große Datenbanken erreicht, die viele Metadaten/Nutzerdaten gesammelt haben und auch weiter sammeln. Das „Internet of Things“ ist hierbei ein Werkzeug, wo der Kühlschrank beispielsweise weiß, ob noch genügend Lebensmittel vorhanden sind und andernfalls welche nachbestellt. Durch diese Art der Informationsspeicherung und des -austauschs bilden sich riesige Netzwerke, die wie autonomes und intelligentes Verhalten wirken.

Was ist der Unterschied zwischen Web 1.0, Web 2.0 und Web 3.0?

Eine einheitliche Definition der drei Begriffe gibt es nicht. Allerdings haben wir in unserer Tabelle die wichtigsten Unterschiede verdeutlicht:

Stufe Fokus Beschreibung
Web 1.0 Unternehmen Nutzer surfen auf statischen Webseiten im Netz, ohne damit interagieren zu können.
Web 2.0 Endanwender Nutzer können auf fremden Webseiten Inhalte schaffen (Social-Media, Blogs, Podcasts, Messenger, …).
Web 3.0 Internet Intelligente, autonome und vernetzte Datenbanken (natürliche Sprachverarbeitung, maschinelles lernen, Blockchain, …).

So sah das Internet früher aus:

Ist das Web 3.0 wirklich dezentral und Blockchain-basiert?

Derzeit wird das Web 3.0 in der Zukunft laut Internetberichten als „sicherer“ und „dezentral“ gesehen. Um dies zu erreichen, soll es auf der Blockchain basieren – eine Technik, die von Kryptowährungen bekannt ist.

  • Als Hauptgrund wird genannt, dass so verhindert werden soll, dass wenige gigantische Konzerne alle Daten besitzen und verwalten.
  • Statt also Daten online hochzuladen, können Nutzer Teilnehmer und Anteilseigner (Shareholder) werden, indem sie Tokens oder Non-Fungible-Tokens (NFT) im Blockchain-System verdienen und handeln. Dadurch bestimmen sie mit, wie das jeweilige Netzwerk betrieben wird.

Diese Logik erscheint uns allerdings widersprüchlich: Erstens besitzen heutzutage bereits wenige gigantische Tech-Unternehmen fast alle Daten (GAFA-Monopol), anderseits investieren unter anderem genau solche Unternehmen gerne enorme Geldsummen in neuartige Web3-Dienste. Außer einer Verschiebung der Web-Technologie und einer anderen Bezeichnung würde sich in dem Fall also nichts an den eigentlichen „Bestimmern“ ändern.

Verwandte Begriffe zum dezentralen und Blockchain-basierten Web 3.0 sind unter anderem ein dezentrales Finanzsystem (DeFi) und dezentralisierte autonome Organisationenen (DAO).

Wie Web3 nun letztlich definiert und ob es dezentral und eine Blockchain nutzen wird, zeigt wohl die Zukunft – spätestens wenn Web4 ein großes Thema ist.