Gute WLAN-Lautsprecher können das Küchenradio oder sogar die Stereoanlage im Wohnzimmer ersetzen. Sie sind auch als „Wifi-Boxen“, „Streaming-Lautsprecher“ oder „Multiroom-Lautsprecher“ bekannt und zeichnen sich dadurch aus, dass sie Musik drahtlos per Funk empfangen. GIGA-Audioexperte Stefan stellt die Sieger der Stiftung Warentest und die Bestseller-Modelle im großen Vergleich vor.

 

Kaufberatung

Facts 
WLAN-Lautsprecher: Das solltet ihr wissen

Wozu sollte man sich überhaupt einen WLAN-Lautsprecher kaufen? Diese Frage stellt sich in vielen Haushalten, denn meist sind bereits Boxen vorhanden, die Musik und Radionachrichten abspielen. Die Antwort darauf ist vielfältig: WLAN-Boxen können in einzelnen Disziplinen punkten, in denen herkömmliche Stereoanlagen oder tragbare Bluetooth-Lautsprecher schwächer abschneiden. Sei es die Flexibilität der Zuspieler (Spotify, Internetradio, Apple TV etc.), die Reichweite in der Wohnung, die Erweiterbarkeit zu einem Multiroom-System oder sogar die Klangqualität beim Musikhören. In Summe sind die hier vorgestellten WLAN-Lautsprecher so gut, dass ein Wechsel in den eigenen vier Wänden durchaus gerechtfertigt sein kann.

Zu den Bezeichnungen im Handel: Im Prinzip meinen „WLAN-Lautsprecher“, „Wifi-Lautsprecher“, „Streaming-Lautsprecher“ und „Multiroom-Lautsprecher“ die selbe Produktgattung. Es handelt sich stets um Lautsprecher, die über das heimische Netzwerk drahtlos Signale empfangen. Ein optionales Merkmal sind verbaute Mikrofone und die Unterstützung von Sprachassistenten wie Siri, Google Assistant oder Amazon Alexa. Entsprechend ausgestattete WLAN-Lautsprecher werden von den Herstellern auch als „Smartspeaker“ oder „intelligente Streaming-Lautsprecher“ bezeichnet.

Die besten WLAN-Lautsprecher 2020: Testsieger und Bestseller im Überblick

Preislich geht es bei rund 100 Euro für eine gute kompakte WLAN-Box los, größere Modelle liegen bei rund 400 Euro, manche Luxusmodelle (z. B. Bowers & Wilkins Formation Duo) können aber auch über 1.000 Euro kosten.

Plat­zierung Pro­dukt Stra­ßen­preis An­gebot
GIGA-Tipp: Kom­pakter Laut­sprech­er Sonos One ca. 200 Euro Saturn
Test­sieger (ohne Sprach­assis­tent) Yamaha MusicCast 50 ca. 360 Euro MediaMarkt
Test­sieger (mit Google Assis­tant) Google Home Max ca. 270 Euro Tink
Preis-Leistungs-Tipp IKEA Sym­fonisk Regal­laut­sprecher 96,50 Euro IKEA
Bestseller vom Markt­führer Amazon Echo ca. 100 Euro Amazon

GIGA-Tipp WLAN-Lautsprecher in kompakter Bauweise: Sonos One / Sonos One SL

Sonos One Smart Speaker

Sonos One Smart Speaker

Sonos One SL (Multiroom Speaker, ohne Mikrofon)

Sonos One SL (Multiroom Speaker, ohne Mikrofon)

Vorteile:

  • Klarer und direkter Klang, besonders geeignet für Talkradio-Sendungen/Nachrichten/Podcasts und Musik in Zimmerlautsstärke (noch besser nach der Raumeinmessung mit Sonos Trueplay)
  • Überragendes Produktdesign, gute Verarbeitung, kompakte Bauweise
  • Unterstützt Airplay 2 und kann so beispielsweise in einem „Apple-Haushalt“ synchron mit einem HomePod spielen oder Netflix-Sound vom Apple TV wiedergeben

Nachteile:

  • Wenig flexibel: Keine Klinkenbuchse, kein Abspielen über Bluetooth
  • Für größere Räume und Heimkino zu wenig Tiefbass
  • Erweiterung innerhalb des Sonos-Systems spielend leicht möglich, aber zuweilen kostspielig: Der einzige kombinierbare Subwoofer kostet über 700 Euro

Einer der populärsten WLAN-Lautsprecher kommt aus Kalifornien und ist besonders platzsparend gebaut: Der Sonos One klingt für die Größe umwerfend gut und passt mit seinem zeitlosen und zurückhaltendem Design zu fast jeder Wohnungseinrichtung. Musik bei Zimmerlautstärke und Radionachrichten werden direkt und klar ausgegeben, die Raumeinmessung (Sonos Trueplay) hilft zudem bei akustisch schwierigen Räumen (z.B. Badezimmer). Ein kleines Klangwunder, das erst bei Partylautstärke und Tiefbässen ins Schwitzen kommt. Die Stiftung Warentest (Ausgabe 11/2020) attestierte unter 12 getesteten Modellen dem Sonos One die „mit Abstand beste Klangqualität“, vergab aber nur die Gesamtnote 2,8 („befriedigend“), weil der schwache „Schutz persönlicher Daten“ die Note herunter zog.

Sonos One (Stereo-Doppelpack) bei Tink

Besonders zu empfehlen ist der Stereobetrieb mit zwei Sonos One (klingt irre gut) – wer noch einen draufsetzen möchte, holt sich den Sonos Sub für mächtigen Bass dazu. Wenn man auf die integrierten Mikrofone und die Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant verzichten kann, greift man zum Schwestermodell Sonos One SL, das zudem etwas günstiger ist.

Stiftung-Warentest-Sieger, ohne Sprach­assis­tent: Yamaha MusicCast 50

Yamaha MusicCast 50 - Multiroom Stereo-Lautsprecher

Yamaha MusicCast 50 - Multiroom Stereo-Lautsprecher

Vorteile:

  • Natürlicher, neutral ausgelegter Klang. Kräftig genug, um eine kleine Stereoanlage zu ersetzen
  • Vorbildlich vielseitig: 2,4/5 GHz-WLAN, Bluetooth, Airplay 2, Ethernet, optischer Eingang, Klinkenbuchse 3,5 mm
  • Multiroom- und Stereobetrieb (mit 2 Stück) möglich

Nachteile:

  • Bass vergleichsweise schlank abgestimmt
  • Keine automatische Raumeinmessung
  • AGB und Nutzungsbedingungen laut Stiftung Warentest mit Mängeln

Die Stiftung Warentest hat 13 WLAN-Lautsprecher getestet (Ausgabe 02/2020). Einen Spitzenplatz unter den Modellen ohne integrierten Sprachassistent (bzw. ohne Mikrofon) konnte sich der MusicCast 50 („WX-051“) von Yamaha sichern (Gesamtnote 2,0 – „gut“). Interessantes Detail: Für die „Mängel in AGB und Nutzungsbedingungen“ haben die Tester die Gesamtnote der Box abgewertet (Mehr dazu unten bei „So wurde getestet“).

Das Gehäuse des 40 Zentimeter breiten Lautsprechers ist abgerundet (Profil von oben: ovalförmig), im Inneren befinden sich zwei Treiberpaare (Tiefmittel- und Hochtöner) für echten Stereoklang. Der Schall wird direkt in Richtung des Zuhörers abgegeben, die klangliche Charakteristik ist relativ neutral. Die Stiftung Warentest vergibt beim Sound die Topnote „sehr gut“ (1,2). Gelobt wird auch die Vielseitigkeit: Andere WLAN-Lautsprecher haben zum Teil nicht mal einen Klinkeneingang, der MusicCast 50 punktet sogar mit Extras wie Ethernet und Bluetooth. Eine Anmerkung von uns: Sonos, Google und Apple bieten bei ihren Streaming-Lautsprechern automatische Raumeinmessung zur Klangverbesserung – eine solche Funktion fehlt dem MusicCast 50 von Yamaha, man muss also selbst per Equalizer und Aufstellungsort experimentieren.

Stiftung-Warentest-Sieger, mit Sprachassistent: Google Home Max

Google Home Max Streaming-Lautsprecher

Google Home Max Streaming-Lautsprecher

Vorteile:

  • Guter Klang mit kräftigem Bass
  • Mit Google Assistant ist einer der momentan besten Sprachassistenten integriert
  • Flexibel: Automatische Raumeinmessung zur Klangverbesserung. Kann wahlweise quer oder hochkant aufgestellt werden

Nachteile:

  • Hoher Stromverbrauch
  • Kein Apple Airplay 2
  • AGB und Nutzungsbedingungen laut Stiftung Warentest mit Mängeln

Man ruft dem Google Home Max von der Couch aus zu „Ok Google, ich möchte die Nachrichten hören“ – und der smarte Lautsprecher liest aktuelle Meldungen vor. Kein Griff zum Handy, kein Druck auf ein Bedienelement – wer bei digitalen Sprachassistenten keine großen Bedenken hat (Stichwort Datenschutz), findet hier die richtige Box für die eigenen vier Wände. Das Mikrofon lässt sich bei Bedarf deaktivieren.

Unter den Modellen mit Sprachassistent schneidet der Google Home Max bei der Stiftung Warentest (Ausgabe 02/2020) mit der Gesamtnote „befriedigend“ (2,6) am besten ab. Der kraftvolle Klang der 33,5 cm breiten Box wird als sehr gut eingestuft, die Vielseitigkeit nur durchschnittlich. Auch hier wieder eine Rüge für AGB, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung.

Anmerkung: Auch GIGA hat den Google Home Max getestet und kommt zu einem guten Ergebnis (4 von 5 Sterne). Unser Kauftipp: Der Smart-Home-Händler Tink bietet den Google Home Max im Doppelpack (Stichwort: Stereobetrieb) oft besonders günstig an.

Google Home Max (Stereo-Doppelpack) bei Tink anschauen

Preis-Leistungs-Tipp: IKEA Symfonisk Regallautsprecher

GIGA hat zwei Lautsprechermodellle der Reihe IKEA Symfonisk getestet. Zur Auswahl stehen aktuell die Tischleuchte mit integriertem Lautsprecher (179 Euro) und der Regal-WiFi-Speaker (99 Euro). Beide sind einen Blick wert, denn in ihnen steckt WLAN-Lautsprechertechnik vom kalifornischen Multiroom-Spezialisten Sonos.

Symfonisk Regal-WiFi-Speaker bei IKEA anschauen

Obwohl die Verarbeitung (viel Plastik) einfacher gehalten ist als bei den „richtigen“ Sonos-Speakern, kann IKEA Symfonisk klanglich erstaunlich gut mit dem Modell Sonos One mithalten. Unsere Kaufempfehlung ist der Regallautsprecher im Doppelpack, Kostenpunkt rund 200 Euro. So bekommt man ein WLAN-Lautsprecher-Setup mit echtem Stereo und Airplay 2, das kleine und mittelgroße Räume gut mit Musik ausfüllen kann. Ein nachträgliches Erweitern um zusätzliche Sonos-Modelle zu einem Heimkino-System (z.B. 1 Sonos Beam vorne, 2 IKEA Symfonisk als Rearspeaker) ist kein Problem.

Vorteile:

  • Guter Klang: Vergleichbar mit Sonos One, da ähnliche Komponenten verbaut sind
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, günstigster Airplay-2-Lautsprecher auf dem Markt
  • Der Regallautsprecher kann mit der passenden Halterung an Wände montiert werden und dient dann tatsächlich als Ablagefläche (bis 3 kg)

Nachteile:

  • Klang, Verarbeitung und Design sind zwar gut, aber nicht auf dem Niveau der „richtigen“ Sonos-Lautsprecher
  • Wenig flexibel: kein Bluetooth, kein Analog- oder Digitalanschluss

Bestseller vom Marktführer: Amazon Echo (4. Generation)

Echo Dot (4. Generation), smarter Lautsprecher mit Alexa

Echo Dot (4. Generation), smarter Lautsprecher mit Alexa

Vorteile:

  • Integrierter Zigbee-Hub für kompatible Smart Home-Geräte
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile:

  • Klanglich in Ordnung, aber kein Überflieger für ernsthaften Musikgenuss
  • Kein Apple Airplay 2

Amazon ist weltweiter Marktführer im Bereich der Smart-Speaker. Die zahlreichen Lautsprecher der Echo-Reihe arbeiten mit der Sprachassistentin Alexa und bestechen durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (das durch regelmäßige Rabatt-Aktionen wie Prime Day oder Black Friday noch besser wird). Wer sich bereits mit dem „Ökosystem“ von Amazon angefreundet hat (z. B. durch Amazon Prime Abo), dürfte mit einem Echo-Lautsprecher eine passende Ergänzung finden.

Der kugelförmige Amazon Echo (4. Generation, 2020) ist mit 97,47 Euro (UVP) teurer als Mini-Modell Amazon Echo Dot (4. Gen.) für 58,48 Euro (UVP). Wichtigster Unterschied: Im großen Echo ist ein Smart-Home-Hub eingebaut, was den Lautsprecher zur potentiellen Schaltzentrale für smarte LampenSteckdosen, Wandschalter und mehr macht. Ein Thermometer ist auch integriert.

Für den klanglich etwas anspruchsvolleren Kunden hat Amazon den Echo Studio für knapp 200 Euro im Programm, der über 5 integrierte Lautsprecher verfügt und Dolby Atmos verarbeiten kann.

Die besten WLAN-Lautsprecher 2020: So wurde getestet

Das Testverfahren der Stiftung Warentest ist auf der Webseite der Stiftung einsehbar. Wichtigstes Kriterium war der Klang, gefolgt von der Handhabung. Besonderes Augenmerk legte die Stiftung auf allgemeine Geschäfts­bedingungen (AGB) und Nutzungs­bedingungen, die von einem Juristen auf „unzu­lässige Klauseln, die den Verbraucher benach­teiligen“ geprüft wurden. Bei deutlichen Mängeln führte das zu einer Abwertung in der Gesamtnote. So ist der zweite Testsieger der Ausgabe 02/2020 neben dem Yamaha MusicCast 50 der Teufel One M, ebenfalls mit der Note „gut“ (2,0). Dieser ist eigentlich technisch etwas schwächer aufgestellt, erfährt aber durch tadellose AGB und Nutzungsbedingungen keinen Abzug in der Gesamtnote. Auch berücksichtige wurden die Ergebnisse der Stiftung Warentest 11/2020, bei der es um Smart-Speaker mit Assistent ging.

GIGA-Redakteur Stefan hat in diese Zusammenfassung zudem eigene Erfahrungen und Recherche in Fachzeitschriften einfließen lassen. Vorgestellt werden aktuelle WLAN-Lautsprecher-Modelle, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen. Unsere eigenen Testberichte sind jeweils verlinkt.

WLAN-Lautsprecher kaufen: Was man wissen sollte

Preise und Kompatibilität

Wer sein WLAN-Lautsprecher-System nach und nach erweitern möchte (z. B. Multiroom oder Surround), kann schon mal eine stattliche Geldsumme bereithalten – man kommt schnell in einen Bereich, der von den Kosten her an den guten alten Hifi-Geräte-Turm aus den 1980er-Jahren erinnert. Denn eine Eigenschaft haben alle WLAN-Lautsprecher gemeinsam: Sie sind gar nicht oder nur eingeschränkt miteinander kompatibel. Wer sich mit der ersten Box für einen Hersteller entscheidet, wird höchstwahrscheinlich bei der (optionalen) Erweiterung zusätzliche Lautsprecher von eben diesem Hersteller kaufen.

Dieses Herstellervideo gibt einen guten Überblick über das Sonos-Multiroomsystem:

Das Sonos-Soundsystem (Herstellervideo)

Eine grobe Abstufung dazu: Relativ flexibel ist MusicCast von Yamaha (sogar um Bluetooth-Boxen erweiterbar), schon deutlich geschlossener ist Sonos, am wenigsten „offen“ ist der HomePod von Apple. Man sollte sich zudem bewusst sein, dass die Hersteller ihre System nachträglich per Softwareupdate verändern können: So können neue Funktionen hinzukommen (z.B. Airplay 2 bei Bose SoundTouch) oder Dienste entfernt werden.

Wo kauft man am besten WLAN-Lautsprecher?

Mittlerweile bietet jeder große Elektronikhändler WLAN-Lautsprecher an:

Unser Tipp: Der auf Smart-Home spezialisierte Händler Tink bietet attraktive WLAN-Lautsprecher-Bundles an, bei denen sich Geld sparen lässt.

WLAN-Lautsprecher-Klangqualität: Musikanlage ersetzen, Stereoklang und Raumeinmessung

Ein einzelner WLAN-Lautsprecher ist klanglich gut genug, eine kleine Stereoanlage zu ersetzen – wenn er eine gewisse Größe hat und selbst in Stereo spielt (z. B. Sonos Play:5, Yamaha MusicCast 50, B&W Wedge). Viele kleinere Modelle (z. B. Sonos One, Apple HomePod) klingen zwar ordentlich, aber sind einzeln betrieben erstmal nur eine Konkurrenz fürs Küchenradio.

Anders sieht es aus, wenn man zwei WLAN-Lautsprecher zu einem Stereopaar mit linkem und rechten Kanal koppelt. Das geschieht in der dazugehörigen App (beim HomePod in der Home-App von Apple, bei Sonos in der Sonos-App etc.) und hat massive Auswirkungen auf die Klangqualität: Zwei HomePods können problemlos ein 30-Quadratmeter-Wohnzimmer beschallen, sodass man die alte Stereoanlage in Rente schicken darf. Die WLAN-Lautsprecher-Luxusklasse besitzt sogar audiophile Qualitäten, die anspruchsvolle Musikhörer in Erstaunen versetzen.

Wir haben das sündhaft teure WLAN-Speaker-Set „B&W Formation“ angehört:

Bowers & Wilkins Formation Duo & Formation Bass
Bowers & Wilkins Formation Duo - 2 Stück

Bowers & Wilkins Formation Duo - 2 Stück

Einen entscheidenden Vorteil bieten WLAN-Lautsprecher mit automatischer Raumeinmessung (z. B. „Sonos Trueplay“). Hier optimiert der Speaker seinen Frequenzgang auf die akustischen Gegebenheiten an seinem Standort. In einem halligen Bad oder stark gedämpften Schlafzimmer kann diese Funktion ein klangliches Wunder bewirken. Systeme ohne Raumeinmessung erfordern dagegen mehr Zeit, die der Nutzer mit der optimalen Aufstellung und dem Equalizer verbringen muss.

Drahtlose Lautsprecher: Mit WLAN oder Bluetooth?

Wozu einen WLAN-Lautsprecher kaufen, wenn es doch tragbare Boxen mit Bluetooth gibt? Nun, die wichtigsten Vorteile von WLAN-Lautsprechern sind folgende:

  • Bandbreite und Reichweite von WLAN sind höher als von Bluetooth. Das heißt, die Klangqualität ist tendenziell besser und man ist flexibler bei der Aufstellung.
  • Bluetooth-Verbindungen stellen auch andere Töne wie beispielsweise den Klingelton bei einem eingehenden Anruf durch. Ein WLAN-Lautsprecher spielt hingegen nur den Stream einer bestimmten App oder ist sogar dazu in der Lage, selbst einen Stream aus dem Internet zu holen und abzuspielen (unabhängig von dem, was gerade auf dem Handy passiert).
  • Das Handy startet zwar den Stream, muss aber anders als bei Bluetooth nicht immer in der Nähe bleiben und die App im Hintergrund laufen lassen. Es gibt also weniger Verbindungsabbrüche und der Akku des Handys wird weniger belastet.

Wer auf Bluetooth nicht verzichten möchte, schaut sich Lautsprecher-Modelle an, die WLAN und Bluetooth beherrschen. Manche Modelle verfügen sogar über einen eingebauten Akku und sind somit auch außerhalb der Wohnung nutzbar. Hier eine kleine Auswahl unserer Favoriten:

Für gewöhnlich lassen sich WLAN- und Bluetooth-Betrieb allerdings nicht in einem Multiroom-Szenario vermischen. Eine der wenigen Ausnahmen: Das Yamaha-MusicCast-System ist dazu in der Lage, auch Bluetooth-Lautsprecher einzubinden.

Quellen für WLAN-Lautsprecher: Woher kommen Musik, Internetradio, Hörspiele und Podcasts?

WLAN-Lautsprecher sind Streaming-fähig, können also Signale drahtlos per Funk empfangen. Da sie ins heimische Wifi-Netzwerk eingebunden sind, kommen zahlreiche Geräte (Smartphone, Laptop, Apple TV etc.) als Quellen in Frage. So bringt man Musik von Spotify oder einen Podcast bequem vom Sofa aus auf die WLAN-Boxen. Einen Unterschied sollte man kennen: Wenn man per Airplay 2 vom iPhone zum Lautsprecher (z.B. HomePod) streamt, dann holt sich das iPhone den Stream aus dem Internet und gibt ihn an den Lautsprecher weiter.

Bose Home Speaker 500

Bose Home Speaker 500

Die meisten WLAN-Lautsprecher können aber auch selbst Inhalte aus dem Internet abspielen – dann ist das Handy oder Tablet nur noch die „Fernbedienung“, die den Vorgang steuert. So funktioniert beispielsweise die Sonos-App, aber auch alles was man an einem Amazon Echo per Sprachbefehl in Gang setzt („Alexa, starte die letzten Nachrichten von Deutschlandfunk.“). Einige WLAN-Lautsprecher-Modelle besitzen auch den guten alten 3,5-mm-Klinkeneingang, sodass sich CD-Player und Plattenspieler per Kabel anschließen lassen.

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