AirPods 2: Darum werden die nächsten Apple-Kopfhörer ein Erfolg

Sebastian Trepesch 10

Hohn und Spott waren groß, als die AirPods auf den Markt kamen: Da kann man sich ja gleich den Bürstenaufsatz einer elektrischen Zahnbürste ins Ohr stecken! Doch die AirPods wurden ein Erfolg, und die nächste Generation wird es ebenfalls – unter anderem wegen eines eigentlich unerfreulichen Fakts.

AirPods 2: Darum werden die nächsten Apple-Kopfhörer ein Erfolg

Fragt mich jemand nach technischen Produkten, die keinen Preisverfall erleben, fallen mir in den ersten Sekunden nur zwei ein: meine Espressomaschine und die AirPods. Bei ersterer liegen die Gründe auf der Hand: Seit sie Testsieger bei Stiftung Warentest ist, stieg der Preis, und ein technischen Fortschritt findet bei Siebträgermaschinen fast nicht statt. Anders bei den AirPods: Komplett kabellose Kopfhörer starteten erst seit 2015, wenn nicht noch später, durch. Die Konkurrenz wird immer größer, die Technik weiterentwickelt. Jedoch: Die AirPods kosten fast überall weiterhin – beziehungsweise wieder, wie bei Marktstart Ende 2016. Ausnahmen bestätigen die Regel, günstigere Modelle gibt es (nur) bei wenig etablierten Händlern oder dort, wo die Lieferzeit einen Monat beträgt.

Nagelneue Konkurrenz für die AirPods – die Samsung Galaxy Buds lassen sich wie die AirPods automatisch koppeln:

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Samsung Galaxy Buds im Ohr, im Case, neben den AirPods: So sehen die Kopfhörer aus.

Warum sind die AirPods so preisstabil?

Auch wenn das Design der Apple-Kopfhörer anfangs verspottet wurde: Die Kopfhörer wurden ein Verkaufsschlager und waren über Monate ausverkauft. Ebenbürtige Hörer gab es 2016 noch nicht, und auch mit Zusatzfunktionen wie dem automatischen Koppeln war Apple bis vor kurzem allen Konkurrenten überlegen. Wer ein „kompatibles“ Ohr besitzt, bei dem sitzen sie gut und lassen sich einfach einsetzen. Schwere und aus dem Ohr herausstehende Klopper von Bose und anderen Marken sind da ungemütlicher. Nicht zuletzt ist das eigenwillige Design in den Ohren von Passanten auf der Straße und von Fußballstars eine ständige Werbung für die Apple-Hörer.

Die AirPods sind also schon in der ersten Generation durch und durch nutzerfreundlich und alltagstauglich, somit beliebt und werden deshalb eifrig gekauft. Das Preisvergleichsportal Idealo stellte fest, dass zum vergangenen Weihnachtsgeschäft im November die Nachfrage nach den AirPods deutlich anstieg. Im Dezember lag sie sogar rund 212 Prozent über der durchschnittlichen Nachfrage des letzten Jahres. Der leichte Preisverfall vom Sommer war damit wieder Geschichte, die meisten Händler setzten die Preise wieder auf die unverbindliche Preisempfehlung – oder sogar noch höher, gut .

AirPods bei Idealo im Preisvergleich *

Darum werden die AirPods 2 ein Erfolg

Die nächste Generation der AirPods – sie erscheint vermutlich im Herbst 2019 – kann leicht auf dem Erfolg aufbauen. Die erwarteten Änderungen (mehr dazu am Wochenende auf GIGA) müssen gar nicht besonders groß ausfallen, damit die Kopfhörer sich weiterhin gut verkaufen. In einer Umfrage an die Leser von GIGA APPLE gaben 68 Prozent an, dass sie sich die AirPods 2 auf jeden Fall oder zumindest wahrscheinlich kaufen möchten. Erhofft wird von 43 Prozent der knapp 2000 Teilnehmer die Farbe Schwarz, ansonsten wünschen sich die Leser als wichtigste Neuerungen einen verbesserten Klang, wasserabweisendes Gehäuse und aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Das Design darf dagegen so bleiben: 70 Prozent sagen, der Stiel ist praktisch und nur 12 Prozent fordern: Er muss weg! Auch einen Silikonaufsatz statt des eigenwilligen Ohrpassstücks wünscht sich nur eine Minderheit von 20 Prozent – gegenüber 74 Prozent, die sich die bisherige Form ins Ohr stecken möchten. Wie gut sie halten, siehe im Video:

Apple AirPods im Test.

Nicht nur Neukunden werden für einen Erfolg der AirPods 2 sorgen. Auch viele Besitzer der ersten Generation dürften über eine Anschaffung nachdenken. Dazu müssen gar nicht neuen Eigenschaften verführen: Schuldige sind viel mehr die Akkus der Hörer, die aktuell im Einsatz sind. Wenngleich die Akkulaufzeit der AirPods im Auslieferungszustand lange ist, nimmt sie doch bei täglicher Nutzung im Laufe der Jahre merklich ab. Das stellte nicht nur ich fest, sondern auch knapp 18 Prozent der AirPods-Besitzer bemerkten laut unserer Umfrage eine viel kürzere, 47 Prozent eine etwas kürzere Akkulaufzeit als zum Kaufzeitpunkt. Da kann man Apple nicht einmal einen Vorwurf machen – Akkus altern eben. Und dass in die AirPods kein Platz für ein Batteriewechselfach ist, kann man nachvollziehen.

Dass Besitzer der ersten Generation der AirPods nun auch zur zweiten greifen werden, dafür stehen trotz des Akku-Ärgernisses die Chancen gut: In unserer Umfrage erklärten knapp 73 Prozent der Nutzer, dass sie mit ihren AirPods zufrieden sind – nur 4 Prozent sind es nicht. Da wird man sich gerne das neue Modell kaufen, wenn es das alte nicht mehr tut.

Wer möchte, kann an der genannten Umfrage weiterhin teilnehmen:

Die AirPods sind eine Erfolgsgeschichte – und Apple arbeitet ganz offensichtlich an einem Nachfolger. Was soll diese zweite Generation der Kopfhörer bieten? Und wie viel darf sie kosten? Verrate uns deine Meinung in unserer Umfrage. Zudem möchten wir von den Besitzern der aktuellen AirPods wissen, ob sie mit ihren Kopfhörern zufrieden sind.

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