Amazon Echo Plus (2018) im Test: Die Schaltzentrale, erstmals mit Bass

Sebastian Trepesch

Der Amazon Echo Plus ist aktuell die Top-Version unter den Echo-Audiogeräten. Der smarte Lautsprecher mit Sprachassistent glänzt nicht nur bei der Ansteuerung smarter Geräte. Nein, er ist auch in manch anderen Belangen dem Standardmodell überlegen. Unser Test des neuen Amazon Echo Plus (2. Generation, 2018): 

Mit jedem Alexa-Lautsprecher kann man in seinem Netzwerk smarte Geräte steuern. Was ist dann das Besondere des Echo Plus? Viele kleine smarte Produkte benötigen einen Hub, die die Verbindung zum Netzwerk herstellen. Beispiel: Die Philips-Hue-Leuchten besitzen eine sogenannte „Bridge“, die an den Router angeschlossen wird. Diese Bridge empfängt die Signale von Smartphone und Sprachassistenten und schaltet die Lampen an und aus

Der Echo Plus besitzt einen eingebauten Zigbee-Hub. Kompatible Smart-Home-Geräte kann man somit direkt über den Lautsprecher ansteuern, ohne ein zusätzliches Gerät zu benötigen. Zudem ist die Einrichtung sehr einfach.

Doch nicht nur der smarte Hub zeichnet den Echo Plus aus:

Amazon Echo Plus im Test: Unser Fazit

Der Amazon Echo Plus bewies im Test, dass er nicht nur dank des smarten Hubs gegenüber dem normalen Echo punkten will: Musikhören macht nun deutlich mehr Spaß. Der Klang – wenngleich weiterhin lange nicht auf dem Niveau von Sonos und Apple – ist nun spritziger, mit einem kräftigeren Bass.

Mehr als nur ein nettes Bonbon sind der Audioein- UND -ausgang sowie das integrierte Thermometer, das als Auslöser für smarte Aktionen dienen kann.

Im Vergleich zum Vorgänger spricht vor allem das neue, schicke Design für den Echo Plus 2018. Woran sich leider nichts geändert hat: Sprachassistent Alexa wirkt auf den Nutzer noch zu oft dumm.

Amazon Echo Plus (2. Generation) im Test: Bewertung

  • Sprachassistenz: 3/5
  • Smart-Home-Dienste: 5/5
  • Klang: 3/5
  • Design: 5/5

Gesamtwertung: 80 Prozent

Der Amazon Echo Plus kostet (Tipp: Aktuell mit einer kompatiblen Philips-Lampe zum selben Preis wie den einzelnen Lautsprecher an.)

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Amazon Echo Plus im Test: Das hat uns gut gefallen

  • Den Klang hat Amazon optimiert, zugunsten der Höhen und des Basses. Der Bass reicht tiefer herunter als bisher und ist etwas kräftiger. Bei vielen Musikstücken macht diese Abstimmung mehr Spaß als bei dem Echo 2. Generation oder des Vorgängers. Unseren genauen Klangvergleich siehe:
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Klang im Test: Amazon Echo, Echo Dot und Echo Plus im Audiovergleich.
  • Der Klinke-Steckplatz ist nun ein Audioein- und Audioausgang. Somit kann man den Echo einerseits an die Stereoanlage anschließen, andererseits kann man darüber die Kassette im alten Walkman abspielen – oder das E-Piano anschließen.
  • Sprachassistent Alexa wird stetig weiterentwickelt, bekommt neue, teils recht raffinierte Funktionen. Beispiel: Für manche Anfrage greift Alexa automatisch auf einen Skill zurück, selbst wenn der gar nicht installiert ist, aber für die Antwort notwendig wird.
  • Die Erkennung des Schlüsselwortes „Alexa“ funktioniert in ruhigen Umgebungen sehr gut und selbst, wenn man um die nächste Zimmerecke entfernt vom Lautsprecher ist.
  • Das eingebaute Thermometer dient nicht nur dazu, damit Alexa die Zimmertemperatur nennen kann. Man kann damit auch Routinen erstellen, dass zum Beispiel ab 30 Grad der Ventilator über eine eingeschaltet wird.

Amazon Echo Plus: Das hat uns nicht so gut gefallen

  • Der Klang der Mitten bleibt etwas auf der Strecke.
  • Noch zu oft lässt Alexa seine Nutzer im Stich. Antworten fallen ungenau aus oder führen knapp am gefragten vorbei. Befehle werden nicht umgesetzt, weil sie nicht eins zu eins dem „Lehrbuch“ entsprechen. Beispiel: „Alexa, schalte alle Lichter aus.“ „Tut mir leid, ich kann keine Lampe mit dem Namen alle finden.“ Sogar nach der Temperatur des eigebauten Thermometers zu fragen, misslang uns oft. Von einem „intelligenten Lautsprecher“ wünscht man sich mehr Köpfchen.
  • Kleine Einschränkung im Vergleich zum Echo 2. Generation: Die Hülle kann man nicht auswechseln.

Das sollte man außerdem wissen

  • Den Echo Plus gibt es in den Farben Anthrazit Stoff, Hellgrau Stoff und Sandstein Stoff.
  • Auch den kleinen Dot hat Amazon kräftig überarbeitet – siehe Amazon Echo Dot (3. Generation, 2018) im Test.
  • Stromverbrauch: Im Bereitschaftsmodus beträgt die Leistungsaufnahme unserer Messung zufolge 2,2 Watt. Pro Jahr vergeudet man – abzüglich einer Stunde Nutzungszeit pro Tag – damit 18,5 Kilowattstunden.

Mehr zu den verschiedenen Echos, inklusive der Modelle mit Bildschirm, siehe in unserer Echo-Kaufberatung „Dieser smarte Lautsprecher passt zu dir“.

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