Vorbild Apple: Amazon Echo 2 soll neues Design bekommen

Stefan Bubeck 1

Das IT-Magazin Engadget hat exklusive Informationen zum Amazon Echo der zweiten Generation erhalten. Der smarte Lautsprecher wird kompakter, orientiert sich optisch an Apple und könnte eine noch ernstere Gefahr für Sonos werden.

Vorbild Apple: Amazon Echo 2 soll neues Design bekommen
Bildquelle: www.apple.com.

Anmerkung: Das Titelbild dieses Artikels zeigt Apples Smart-Home-Lautsprecher HomePod bei der Vorstellung auf der WWDC 2017 (Quelle: Apple)

Es ist schon zwei Jahre her, seit Amazon den Echo vorgestellt hat (Juni 2015 in den USA, Oktober 2016 in Deutschland): Jenen zylinderförmigen Lautsprecher, der dank der digitalen Assistentin Alexa den Alltag an manchen Stellen erleichtert. Die Skepsis und die Kritik gegenüber einem internetfähigen Gerät, das permanent „mithört“, konnten dessen Siegeszug nicht aufhalten – mittlerweile sind sogar andere namhafte Hersteller mit eigenen Lösungen nachgerückt. Nun denkt Amazon offenbar über ein Hardware-Update seines Smart-Home-Pioniers nach.

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Amazon Echo, 2. Generation: Kompakter, Stoffbezug, besserer Klang

Engadget beruft sich auf eine nicht näher beschriebene Quelle, die offenbar tiefe Einblicke in die Entwicklung bei Amazon hat. So soll das Design grundlegende Änderungen erfahren: Die zweite Echo-Generation soll kompakter werden, vergleichbar mit „drei oder vier Echo Dots, die übereinander gestapelt sind“. Ein einzelner Echo Dot hat folgende Abmessungen: 83,5 x 83,5 x 32 mm, mehr dazu findet ihr in unserem Artikel „Amazon Echo vs. Echo Dot: Wichtigste Unterschiede im Vergleich“.

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Die Ecken sollen abgerundet werden, statt der glatten Kunststoffhülle soll ein „textilartiger Bezug“ zum Einsatz kommen – diese Beschreibung klingt stark nach Apple HomePod, der hier womöglich als Vorbild dienen wird.

Auch die Technik im Inneren dürfte verbessert werden, so ist von „mehreren Tweetern“ die Rede, die für einen hörbar besseren Klang sorgen sollen. Im aktuellen Amazon Echo der ersten Generation ist nur ein einzelner Hochtöner verbaut, der sich die Arbeit mit einem Subwoofer teilt. Apples HomePod spielt diesbezüglich in einer anderen Liga, er ist mit sieben Tweetern ausgestattet und zielt klanglich auf die Oberklasse ab, die derzeit von Multiroomsystemen wie Bose Soundtouch, Yamaha Musiccast und Marktführer Sonos besetzt ist. Sollte dem nächsten Echo hier ein Qualitätssprung gelingen, wird die Luft für die WLAN-fähigen HiFi-Boxen dünner, denn dann könnte der Echo sie auch in audiophilen Haushalten ersetzen.

Die Mikrophontechnologie des nächsten Echo soll auch optimiert werden, allerdings ist noch unklar, in welcher Form das umgesetzt wird. Ein softwareseitiges Update ist mehr als wahrscheinlich. Derzeit setzt Amazon auf sieben Mikros, die den Schall (Sprecherbefehle) aus dem ganzen Raum einfangen.

Zum Preis des nächsten Echos gibt es noch keine Informationen. Derzeit ist zu haben, der kleinere deutlich günstiger. Google Home ist in Deutschland noch nicht erschienen, die Branche rechnet mit einem Start Anfang August und einem Preis von rund 149 Euro. Bei Apple muss man mit 349 US-Dollar für den HomePod deutlich tiefer in die Tasche greifen, in den USA ab Dezember 2017, in Deutschland vermutlich etwas später.

Amazon hat sich noch nicht offiziell zu einem Echo-Nachfolger geäußert oder die Gerüchte kommentiert.

Quelle: Engadget

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