Sound des Bowers & Wilkins Z2 im Test

Über den Sound des Bowers & Wilkins Z2 bin ich überrascht – positiv und negativ.

Das Z2 bietet eine Verstärkerleistung von 2x 20 Watt. Auf der Rückseite ist eine Bassreflexöffnung. Die Tiefe auf beeindruckende 42 Herz (Herstellerangabe) realisiert Bowers & Wilkins unter Zuhilfenahme eines digitalen Soundprozessors.

Nicht nur auf dem Papier klingt der Z2 tief, auch in der Praxis. Kein Vergleich zu Geräten um die 100 Euro, bei denen der Bass vielleicht laut eingestellt ist, aber nicht tief ist. Und das, obwohl das Z2 nur 10 Zentimeter tief ist! Respekt.

Andererseits klingt das Sounddock von Bowers & Wilkins recht direkt und steril. Wer einen besonders warmen und offenen klang will, wird nicht glücklich. Den Einsatz des Bowers & Wilkins passt somit gut zu Electro und cleanen Pop, weniger zu klassischer Musik.

Das Audyssey South of Market (es kostet weit weniger als die Hälfte des Z2) klingt anders, aber nicht unbedingt viel schlechter.

Testfazit Bowers & Wilkins Z2

In unserem Test schnitt das Bowers & Wilkins Z2 im Klangtest eher durchschnittlich ab. Zwar sind Verarbeitung und Handhabung gut, und auch der Klang geht in Ordnung. Für die Größe ist die Tiefe auf jeden Fall beeindruckend.
In dieser Preisklasse und von diesem Hersteller habe ich mir aber doch mehr erwartet.

Ein schlechter Kauf ist das Z2 nicht. Aber schaut euch doch mal noch Alternativen an. Eigentlich muss ich glatt noch einen kurzen Vergleichstest nachschieben, wenn wir schon zwei weitere Audiostationen hier haben.

Vorteile:
+ Gute Verarbeitung
+ Klarer, tiefer Klang

Nachteile:
- Klingt sehr clean und wenig offen
- bietet für den Preis zu wenig

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Wertung

6/10
“Habe ich mir einfach zu viel erwartet? Nein, die Konkurrenz zeigt: Es geht genauso gut in einer deutlich niedrigeren Preisklasse.”
Sebastian Trepesch
Sebastian Trepesch, GIGA-Experte für Apple-Produkte und -Software, Fotografie, weitere Technikprodukte.

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