HomePod 2019: iPhone-Features für Apples smarten Lautsprecher

Holger Eilhard

Apple präsentierte den ersten und weiterhin aktuellen HomePod bereits vor fast zwei Jahren. Neue Informationen zeigen nun, wie der Siri-Lautsprecher der nächsten Generation weitere Käufer für sich gewinnen könnte.

HomePod 2019: iPhone-Features für Apples smarten Lautsprecher
Bildquelle: GIGA/Holger Eilhard.

HomePod 2019: Neue Sensoren für eine bessere Erkennung der Umgebung

Der aktuelle HomePod, erstmals vorgestellt im Juni 2017 im Rahmen der WWDC, ist äußerlich ein vergleichsweise einfaches Gerät. Umgeben von einem weichen Stoff bietet der kleine Zylinder ein simples Display an der Oberfläche, welches gleichzeitig per Touch die Regelung der Lautstärke erlaubt, die Musik startet oder stoppt und bei Bedarf den Sprachassistenten Siri aktiviert.

Ein Ende Januar veröffentlichtes Patent (via MacRumors) beschreibt nun, wie Apple das Gerät verbessern könnte. Der HomePod wird dabei selbstverständlich nicht namentlich erwähnt. Das von den Ingenieuren beschriebene elektronische Gerät, welches per Sprache gesteuert werden kann und in dessen zylindrischem Gehäuse ein Lautsprecher untergebracht sein könnte, könnte demnach unter anderem über Kameras verfügen. Diese sollen dabei helfen, Informationen der Umgebung zu erhalten.

Gleichzeitig wird auch ein deutlich detailreicheres Display beschrieben, welches im Gegensatz zu dem im aktuellen HomePod, auch Text, Videos oder Bilder darstellen können soll. Die Darstellung von Informationen könnte aber auch über LEDs stattfinden, die in dem um den Lautsprecher gewickelten Stoff integriert sind. Diese könnten zum Beispiel dazu genutzt werden, um Informationen in Form eines horizontalen Lauftexts darzustellen.

Hier ist unser Test des aktuellen HomePod:

Apple HomePod im Test.

HomePod 2019: Möglicherweise mit Gestensteuerung und Gesichtserkennung

Das Patent geht aber noch einige Schritte weiter. So könnte ein zukünftiger HomePod etwa nicht mehr nur per Sprache oder das kleine Touch-Display bedient werden, sonder auch über eine Gestensteuerung verfügen. Grundlage hierfür könnte etwa die Technik bieten, die Apple mit der Übernahme von PrimeSense im Jahr 2013 erlangt hatte. Die Technologie des Unternehmens kommt etwa in Microsofts Kinect für die Xbox zum Einsatz. Aber auch Apples eigenes TrueDepth-System, wie es in aktuellen iPhones für Face ID zum Einsatz kommt, nutzt diese.

Daher ist es auch nicht überraschend, dass der HomePod in Zukunft die Erkennung der Benutzer mit Hilfe einer derartigen Gesichtserkennung meistern könnte. Damit wäre es zum Beispiel möglich die „Persönlichen Anfragen“ nicht länger nur an einen einzelnen Benutzer und dessen iPhone zu koppeln.

In dem Patent werden aber auch kleine Gimmicks beschrieben, über die ein zukünftiger HomePod verfügen könnte. So ist es etwa denkbar, dass das Display zur Darstellung der Wettervorhersage genutzt werden könnte. Mit Hilfe von Emojis könnte man aber auch die aktuelle Stimmung des Nutzers nachahmen oder am Geburtstag ein passendes Emoji anzeigen.

Apple hat den Patentantrag bereits im Oktober 2017 gestellt, einige Monate nach der ersten Vorstellung. Ob die im Patent beschriebenen Techniken jedoch wirklich in einem künftigen HomePod genauso zum Einsatz kommen werden, bleibt aber wie üblich offen.

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