HomePod: Apple sammelt keine Daten zum Zimmer des Benutzers

Florian Matthey 1

Apples HomePod „spürt“ den Raum um sich herum, um eine optimale Beschallung des Zimmers zu ermöglichen. Die Daten wären auch für andere Heimgeräte interessant – Apple will sie aber nicht sammeln oder gar weitergeben.

Bei Apples Siri-Lautsprecher HomePod soll – anders als beispielsweise bei Amazon Echo – die Musik und nicht die Assistenten-Funktion im Vordergrund stehen: Apples CEO Tim Cook erklärte kürzlich, dass Siri mit dem iPhone ohnehin schon auch in der Wohnung des Benutzers zu Hause sei. Apple sehe HomePod also als ein Gerät zum Abspielen von Musik, der mit einer Assistenten-Funktion ausgestattet ist und nicht umgekehrt. Dementsprechend enthält HomePod auch viel Hard- und Software zwecks Optimierung der Musik.

So nimmt das Gerät wahr, aus welchen Richtungen Schall mit wie viel Verzögerung reflektiert wird – sodass es einen Eindruck darüber bekommt, wo sich Wände und Mobiliar befinden. Um das optimale Klangerlebnis zu ermöglichen, passt HomePod die Ausgabe von Ton in verschiedene Richtungen entsprechend an. HomePod „hört“ also nicht nur die Befehle des Benutzers, sondern erfährt auch, wo es sich im Raum befindet und wie das Zimmer aufgebaut ist.

Introducing HomePod.

Ein Kunde fragte Apple in einer E-Mail, ob das Unternehmen diese Daten sammeln und gegebenenfalls sogar weitergeben würde. Apple antwortete, dass HomePod keine Daten an Apple-Server überträgt, solange das Gerät nicht die Stichworte „Hey Siri“ vernimmt. Alle Daten, die das Gerät dann überträgt, würden verschlüsselt zu Apple gelangen. Die Analyse des Raums erfolge ausschließlich lokal auf dem Gerät; diesbezüglich erhalte Apple keinerlei Daten.

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Erst kürzlich hatte der Staubsauger-Roboter-Hersteller iRobot erklärt, dass er gerne die Daten, die die Roboter über das Zimmer sammeln, weitergeben würde: Andere Smart-Home-Geräte könnten mit diesen viel anfangen und entsprechend miteinander kooperieren. Als möglichen Ansprechpartner nannte das Unternehmen unter anderem auch Apple. Offenbar würden Apples eigene Ansprüche in Sachen Datenschutz dem aber entgegenstehen.

HomePod wird im Dezember in den USA, Australien und Großbritannien erscheinen, in Deutschland wird das Lautsprechersystem erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein. In den USA wird das Gerät 349 US-Dollar kosten.

Quelle: AppleInsider

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