Mit dem HomePod steigt Apple in den Markt der Lautsprecherhersteller ein – und zwar zum zweiten Mal. Bereits vor mehreren Jahren gab es mit dem „iPod Hi-Fi“ einen Apple-Lautsprecher, der aber wenig Erfolg hatte. Hat Apple aus den Fehlern gelernt?

iPod Hi-Fi: Apples erster eigener Lautsprecher

Fast genau zwölf Jahre vor der Auslieferung der ersten Exemplare des HomePod präsentierte Steve Jobs dessen Vorgänger – den iPod Hi-Fi. Bei der Präsentation am 28. Februar 2006 erklärte der damalige Apple-CEO gewohnt großspurig, dass Menschen in Zukunft keine herkömmliche Stereoanlagen mehr benötigen würden. Tatsächlich sind solche Anlagen seltener geworden als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Allerdings nicht wegen des iPod Hi-Fi – denn dieser verschwand nach anderthalb Jahren wieder von der Bildfläche.

Ich gehöre zu den – offenbar vergleichsweise wenigen – Personen, die einen iPod Hi-Fi besitzen. Er steht bei mir zu Hause in der Küche und kommt seit Jahren immer wieder mal zum Einsatz. Heute wie damals ist er auf jeden Fall ein gutes Lautsprechersystem – die Macworld testierte damals zu Recht einen satten, reichhaltigen Sound. Sein Problem war aber, dass er nicht mehr war als das.

HomePod-Vorgänger iPod Hi-Fi: Er hatte nichts Besonderes

Für Apple ist es ja üblich, in bestehende Märkte einzusteigen statt neue Märkte zu erschaffen. Das Unternehmen setzt sich aber zum Ziel, Dinge besser zu machen als die Konkurrenz; also Produkte zu schaffen, die „einfach funktionieren“ und etwas Besonderes haben. Doch der iPod Hi-Fi hatte nichts Besonderes: Er war einfach nur ein Lautsprecher mit integriertem iPod-Dock. So etwas gab es auch damals schon von anderen Herstellern, beispielsweise von Bose mit dem SoundDock.

Darüber hinaus hatte der iPod Hi-Fi im Vergleich zur Konkurrenz sogar einige Schwachstellen, wie ihr auf der nächsten Seite lesen könnt.