Top statt Flop: 5 Maßnahmen für den HomePod

Sven Kaulfuss 1

Apples HomePod hat ein Absatzproblem – ein echter Verkaufserfolg für die wertvollste Marke der Welt schaut wohl anders aus. Doch was muss Apple tun, damit der Siri-Lautsprecher doch kein Flop am Ende wird? Von uns gibt’s schon mal fünf Vorschläge.

Top statt Flop: 5 Maßnahmen für den HomePod
Bildquelle: Pexels.

Hierzulande gibt es den HomePod noch gar nicht zu kaufen, Apple vertröstet nach wie vor auf einen Marktstart im Laufe des Frühjahr (siehe unsere Bilderstrecke zu den aktuellen Verspätungen bei Apple). Hingegen dürfen Kunden in den USA, Großbritannien und Australien schon seit einigen Monaten zugreifen. Anfangs taten sie dies auch beherzt und in großer Menge, nahezu ein Drittel aller verkauften, smarten Lautsprecher stammte direkt von Apple zu diesem Zeitpunkt. Der Hype hielt jedoch nicht lange, denn mittlerweile sollen es nur noch knapp 4 Prozent Marktanteil sein, im gesamten Jahr werden Schätzungen zufolge nicht mehr als 2 bis 2,5 Millionen Stück über die Ladentheke gehen – Amazon Echo und Google Home triumphieren wieder und verteidigen ihre Stellung im KI-Lautsprechermarkt.

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Apples aktuelle Verspätungen in der Übersicht: HomePod, Mac Pro, iPad mini, AirPower und mehr.

Es stellen sich ein Reihe von Fragen: Was läuft falsch beim Apple Home Pod und was kann beziehungsweise sollte der Hersteller tun, um eine größere Enttäuschung zu verhindern? Insbesondere noch bevor der smarte Lautsprecher in weiteren Märkten wie Deutschland oder auch Frankreich lanciert wird. Überlegen sollte Apple also beispielsweise…

1. Preissenkung des HomePod

In den USA kostet der HomePod 349 Dollar (ohne Steuer), in Großbritannien 319 Pfund (inklusive Steuer). Ergo: Hierzulande kann man also von einem Preis von circa 360 Euro ausgehen. Viel zu viel, wenn man uns fragt. Der Branchenprimus Amazon hingegen bietet seine Echo-Lautsprecher nicht nur viel günstiger an, sondern bietet sie immer wieder nochmals vergünstigt über einen begrenzten Zeitraum an. Auch Apple sollte über Einführungs- und Sonderpreise nachdenken. Man muss ja nicht immer beeindruckende Margen haben, auch Apple darf sich gerne zugunsten der Kunden Marktanteile erkaufen und Produkte subventionieren. Apropos…

2. HomePod in Produkt-Bundles anbieten

Möchte Apple den Preis nicht so offensichtlich senken, dann bestünde die Möglichkeit, den HomePod zusammen mit weiteren Apple-Geräten (iPhone, iPad, Apple TV etc.) in vergünstigten Produkt-Bundles anzubieten. Ein bewährte, wenn auch von Apple eher selten genutzte Option im Marketing.

3. Öffnen für Spotify und Co.

Der HomePod ist voll und ganz auf Apple ausgerichtet. Kompatibel ist er daher nur zu Apple Music, iTunes-Musikeinkäufen, der eigenen iCloud-Musikmediathek, Beats 1 Live Radio und den Apple Podcasts. Andere Audioquellen, angefangen von Konkurrenzdiensten bis hin zu Internetradio, finden nur per AirPlay Zugang zum HomePod. Nativ integriert sind sie aber nicht. Sehr bedauerlich, nicht zuletzt vergrault man damit die Millionen von Spotify-Nutzern. Denen bleibt nur die iPhone-App und AirPlay. Doch wozu braucht es dann noch einen smarten Lautsprecher? Der ist nämlich ziemlich dumm und auch nicht besser als jeder (preiswertere) AirPlay-Lautsprecher.

4. Mehr Modelle anbieten

Über diesen Schritt wurde schon vielfach spekuliert, ist er doch nur folgerichtig und von den Mittbewerben Amazon und Echo schon längst umgesetzt – eine erweiterte Produktpalette, die unterschiedliche Ansprüche und Funktionen abdeckt. So lassen sich einerseits besonders attraktive Einstiegspreise, anderseits aber auch High-End-Ansprüche im HomePod-Produktportfolio vereinen.

5. Siri verbessern!

Den größten Fauxpas leistet sich Apple allerdings mit dem Sprachassistenten Siri. Der funktioniert schon auf den restlichen Apple-Geräten mehr schlecht als recht, die Integration im HomePod ist daher auch nicht sonderlich gelungen und kann natürlich per se nicht besser funktionieren. Alexa und Googles Lösung sind da schon weiter, wenngleich auch nicht perfekt. Ergo: Apples smarter Lautsprecher muss erst mal smart werden, bevor er im „Ringkampf“ bestehen kann.

Seid ihr bereit für die künstliche Intelligenz?

Vielen Dank einstweilen für eure Teilnahme und Beantwortung der drei kurze Fragen – das Ergebnis findet ihr am Ende nach dem letzten Punkt.

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