iPod-Verfahren: Jury weist Klage gegen Apple ab

Florian Matthey 3

In den letzten Tagen sorgte ein US-Verfahren wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Praktiken gegen Apple für Schlagzeilen. Stein des Anstoßes war, dass Apple für iTunes und iPod keine Musik aus anderen Portalen als dem iTunes Store zulassen wollte. Die Jury hat die Klage gegen Apple jetzt jedoch abgelehnt.

iPod-Verfahren: Jury weist Klage gegen Apple ab

The Verge berichtet über die Entscheidung der Geschworenen in dem iPod-Verfahren, dessen Sachverhalt fast ein Jahrzehnt zurückreicht, wobei die mündliche Verhandlung lediglich in der letzten Woche stattfand. Die Jury hielt Apples Argumentation für stichhaltig: Dem Unternehmen sei es in erster Linie darum gegangen, weitere Features für iTunes zu ermöglichen und die Sicherheit für Computer mit iTunes-Installation und iPods zu erhöhen.

In dem Verfahren ging es vor allem um das Update auf iTunes 7.0 aus dem Jahr 2006, das der Software einige neue Features brachte. Hinzu kam jedoch auch die Neuerung, dass Apple keine Titel aus anderen Musik-Download-Portalen mehr in der iTunes-Bibliothek zuließ und diese somit auch bei Synchronisierungen mit iPods von letzteren entfernte. Hierbei ging es in erster Linie um Musik aus dem Musik-Store von Real - Real hatte Apples DRM „nachgebaut“, um die eigenen kopiergeschützten Titel auch auf iPods bringen zu können.

Die Kläger - selbst iPod-Besitzer - sahen darin unlautere Wettbewerbspraktiken durch Apple, während Apple vor allem auf den Schutz vor Malware verwies. Insgesamt forderten sie 350 Millionen US-Dollar (Straf-)Schadensersatz, wobei sich dieser Wert nach US-Wettbewerbsrecht noch auf eine Milliarde Dollar hätte erhöhen können.

Nach dem Urteil der Geschworenen muss Apple zunächst einmal gar nichts bezahlen, wobei die Kläger-Anwälte bereits Rechtsmittel angekündigt haben. Apple wiederum dankt den Geschworenen in einer Stellungnahme und beglückwünscht sie zu ihrem Urteil.

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