R.I.P. iPod classic – der revolutionäre Musikspieler hat ausgedient

Sebastian Trepesch 8

Nach ein paar Stunden Pause ging der Apple Store gestern Abend mit dem iPhone 6 wieder online – aber einer fehlt seitdem: der iPod classic. Sein Urahne hat ab dem Jahre 2001 das Zeitalter der MP3-Spieler eingeläutet und nimmt einen wichtigen Teil von Apples Erfolgsgeschichte ein. Zeitgemäß ist er aber nicht mehr.

R.I.P. iPod classic – der revolutionäre Musikspieler hat ausgedient

Es ist somit keine Überraschung, dass Apple den iPod classic aus dem Programm genommen hat. Kein AirPlay, kein iTunes Match, ein Gehäuse fast wie ein Ziegelstein und vor allem: keinen robusten Flash-Speicher –  der iPod classic ist schon lange nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik. Trotzdem hatte (und hat) er viele Anhänger, vor allem wegen seines großen Speichers.

Dass der iPod classic aus dem Programm fliegt, haben wir schon vor mehr als einem Jahr erwartet und besprochen, siehe:

Eine besondere Bedeutung kommt diesem Tag dennoch zu. Die erste Generation des iPods (den Zusatz „classic“ gibt es seit 2007) stellte Apple 2001 vor. Was früher der Walkman von Sony unter den tragbaren Kassettenplayern war, wurde der iPod für die MP3-Spieler. Mehr noch: Er ebnete zusammen mit dem iTunes Store dem legalen digitalen Musikvertrieb den Weg und wurde eines der erfolgreichsten und langlebigsten Produkte von Apple.

Die letzte Generation (Bild ganz oben) bot eine 160 Gigabyte Festplatte, war 103,5 Millimeter dick und wog 140 Gramm. Die Batterielaufzeit betrug laut Hersteller 36 Stunden für Musikhören und 6 Stunden für Videos auf dem 320 x 240 Pixel großen Display.

Wer – aus welchen Gründen auch immer – noch einen iPod classic haben möchte, muss sich also beeilen. Manch Händler hat sicher noch Restbestände. Zudem könnte man sich nach einem gebrauchten Musikspieler umsehen. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass die Festplatte nicht mehr tipp topp in Ordnung ist.

Ab sofort gibt es offiziell nur noch folgende Musik- beziehungsweise Medienspieler von Apple:

Die meisten unter unseren Lesern verwenden zum Musikhören wohl meistens ihr iPhone oder iPad. Der Ziegelstein der digitalen Musikgeschichte dürfte somit bei vielen mehr ein museales Stück als ein Musikplayer für unterwegs sein – oder?!

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