In-Ear-Hörer RHA T20i im Test: Anpassbarer HiRes-Sound mit Charakter

Sebastian Trepesch 6

Mit dem T20i wollte RHA seinem T10 noch eines drauflegen. Überzeugt der Kopfhörer im Test? Ich habe die Ohren geputzt und den In-Ear-Hörer ausprobiert.

Ein „Wow“ entfleucht mir, als ich den T20i von RHA auspacke: So einen Lieferumfang habe ich bei einem In-Ear-Kopfhörer noch nicht gesehen. Neben dem Hörer sind 9 zusätzliche Paare von Ohrpolstern in verschiedenen Größen und Designs enthalten. Dazu eine ordentliche, schützende Tasche und – 3 Tuningfilterpaare für unterschiedliche Klangwünsche.

Von der , für alle Smartphones, Tablets und Musikspieler mit 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss, unterscheidet sich der vorliegende  nur durch ein im Kabel integriertes Headset und eine Fernbedienung fürs iPhone.

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RHA T20i im Test: Klotzen, nicht kleckern

Welchen Kopfhörer ich nach dem T20i auch anfasse – gegenüber dem RHA-Produkt wirkt er fragil. Bei den Bauteilen wollte der Hersteller ganz offensichtlich klotzen, nicht kleckern. Das Kabel ist dick, Stecker, Hörer und Fernbedienung ebenfalls und aus Edelstahl. Das Kabel wird aus dem Stecker mit einer beweglichen Ummantelung geführt, um Kabelbrüche zu verhindern. Die Ohrbügel werden hinter dem Ohr entlanggeführt. Sie sind steif und ermöglichen dadurch einen sicheren Halt.

Daraus entsteht ein robuster Gesamteindruck. Lediglich die (wenig wichtige) Plastikklemme fällt hier etwas ab, ist aber immer noch robuster als die der meisten anderen In-Ear-Hörer. 

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Mit Charakter: Der Sound des RHA T20i

Unter den beigelegten Ohrpolstern – zum Beispiel Silikon-Doppelflansch und Memory-Schaum – dürfte für jeden etwas dabei sein. Der passende Aufsatz sorgt nicht nur für eine wirkungsvolle Abschirmung der Außengeräusche, sondern auch für eine gute Bassübertragung.

RHA liefert drei unterschiedliche Tuningfilter für die Anpassung an den jeweiligen Musikgeschmack mit: Bass, Referenz und Höhen. So wird der Klang mechanisch an die persönlichen Vorlieben angepasst. Ich gebe „Referenz“ den Vorzug – Hörspiel-Fans könnten zugunsten der Sprachverständlichkeit die höhenlastigere  Variante bevorzugen, und Bass-Fans… na, was erkläre ich. Löblich: Die Ausprägungen sind gemäßigt, nicht übertrieben.

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Bei den Treibern (Frequenzbereich laut Hersteller: 16 bis 40.000 Hz) setzt RHA auf die „dynamische DualCoil-Technologie“. Hierbei arbeitet eine zusätzliche Schwingspule für die Bässe und unteren Mitten, die normale für den oberen Teil. Das soll eine bessere Auflösung, Detailtreue und Klarheit erzielen. Erfolg dieser Technologie drückt sich in der Lizenzierung „Hi-Res Audio-Standard“ aus.

Im direkten Vergleich mit dem B&W C5 klingt die Konkurrenz weniger durchsichtig, dafür weicher und wärmer – dadurch auch etwas weniger metallisch-scharf als der RHA-Hörer. 

Ja, ein bisschen Schärfe muss man mögen – ich habe mich erst etwas an den Klang der T20i  mit der Betonung des Bereichs oberhalb von rund 2,5 kHz gewöhnen müssen. Wechselt man dann aber zurück zu einem anderen Modell, klingt es gegenüber dem RHA-Hörer langweiliger und matschiger. Wer also einen möglichst warmen oder linearen Klang sucht, liegt bei dem T20i falsch.

Fazit zum RHA T20i

RHA bietet mit dem T20i einen hochauflösenden In-Ear-Kopfhörer an, der dank unterschiedlicher Filter etwas an den jeweiligen Geschmack angepasst werden kann. Die Bauteile lassen ihn sehr robust erscheinen. Bei dieser Preisklasse sollte das mehr als selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht immer. 

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