Mit dem Bügel im Nacken: die In-Ear-Hörer BackBeat 100 und VerveRider

Sebastian Trepesch 3

Ein seltsames Konzept, denke ich mir bei der ersten Begegnung mit derartigen Kopfhörern – bis ich eines besseren belehrt wurde. Was sind die besonderen Vorzüge von Kopfhörern mit Nackenbügel?

Mit dem Bügel im Nacken: die In-Ear-Hörer BackBeat 100 und VerveRider

Zwei Bluetooth-Kopfhörer mit Haltebügel haben wir aktuell im Büro: den BackBeat 100 von Plantronics und den VerveRider unter dem Brand von Motorola. Ein Haltebügel aus Plastik liegt um den Hals, daran sind mit dem Audiokabel die beiden Ohrstöpsel (In-Ear) befestigt.

In den Nackenbügeln sind Akku und Musiksteuerung integriert. Das hat den Vorteil, dass das Gewicht, das an den Ohren zieht, noch etwas geringer ist als bei herkömmlichen In-Ear-Hörern. Außerdem ist das Mikrofon vorne im Bügel positioniert, was der Aufnahmequalität entgegenkommt. Das wichtigste Argument für dieses Kopfhörerkonzept ist aber: Der Haltebügel rettet die Hörer, sollten sie mal aus dem Ohr fallen. Als ich von einer Freundin erfuhr, dass sie mindestens alle paar Monate ihre kabelgebundenen Kopfhörer zerrupft oder verliert, wurde mir klar: Für solche Menschen ist dieses Konzept gedacht.

Die beiden von uns ausprobierten Modelle vorgestellt:

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Top 10: Die beliebtesten Bluetooth-Kopfhörer in Deutschland.

Plantronics BackBeat 100 ausprobiert

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Das Plantonics BackBeat 100 fühlt sich sehr leicht an – sowohl der Haltebügel, als auch die Ohrstöpsel. Das Audiokabel führt der Hersteller vorne aus den Bügelenden heraus. Vorne auf der rechten Innenseite des Trägers befinden sich drei Tasten zur Headsetsteuerung. Ein kurzer Tipp passt die Lautstärke an, ein langer wechselt den Song. Die mittlere Taste dient zur Anrufannahme und als Play/Pause.

Die Verschlusskappe für den Ladeport (Micro-USB) ist etwas fragil. Das Headset-Knowhow von Plantronics kommt zum Beispiel in Form der Sprachsteuerung zur Geltung.

Der Sound ist sehr „bekömmlich“ abgestimmt, gut für unangestrengte Hörsessions. Besonders die Feinzeichnung könnte noch etwas besser sein, ansonsten bekommen wir aber einen guten Klang.

VerveRider von Motorola ausprobiert

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Klanglich können die VerveRider nicht mit dem BackBeat 100 mithalten. Sie klingen deutlich dumpfer (dafür basslastiger) und lösen weniger gut auf.

Der Tragebügel fühlt sich etwas massiver an, ist aber ebenfalls recht leicht. Motorola hat mehr Tasten integriert, man muss nur wissen, wo sie positioniert sind. Denn: Hat man den VerveRider aufgesetzt, sieht man die Buttons nun mal nicht.

Die Kabelführung ist geschickt gelöst: Durch die seitliche Befestigung am Bügel hängen die Hörer nicht so weit nach unten, sondern haften magnetisch an den Enden des Bügels.

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Fazit zu BackBeat und VerveRider mit Nackenbügel

Aus dem Ohr nehmen und unten baumeln lassen, nicht verlieren können – das Kopfhörerkonzept hat interessante Vorzüge. Nicht jeder wird aber einen Nackenbügel einem Kabel vorziehen. Es gibt mittlerweile Hörer ganz ohne Kabel. Diese sind aber normalerweise unbequemer, da größer und schwerer (siehe VerveOnes im Test). Schließlich ist der Akku darin integriert. Außerdem ist die Laufzeit nicht so lang und sie können natürlich leichter verloren gehen.

VerveRider hat uns klanglich leider nicht überzeugt, BackBeat 100 ist definitiv die bessere Wahl. Im Handel konnten wir Letzteren noch nicht finden, er sollte allerdings in Kürze erscheinen.

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