nuPro A-20 im Test: Aktivlautsprecher von Nubert

Sebastian Trepesch 11

Sound

Im Inneren des 2-Wege-Lautsprechers arbeitet ein 2x 80-Watt-Verstärker. Auf allzu große Lautstärken sollte man dennoch nicht setzen. Dank einer digitalen Frequenzweiche (DSP) werden Tiefen erreicht, die man sonst nur von großen Standboxen kennt: Beeindruckende 39 bis 22 000 Herz (-3 DB) gibt der Hersteller an, und unabhängige Messungen haben diese Werte bereits bestätigt.

Über einen Bass-Regler und einer „Klangwaage“ für die Mitten und Höhen kann der Sound den persönlichen Hörwünschen und der Aufstellung angepasst werden.

Die Nubert-Boxen beeindrucken. Das Klangbild ist klar, voluminös und dynamisch. „Echte“ PC-Lautsprecher spielen in einer wesentlich niedrigeren Liga. Die Tiefe der nuPro reicht so weit hinunter, dass ich mir das Grinsen beim Testen einfach nicht verkneifen konnte. Wer gerne mit seinem Equipment vor Freunden angibt, der muss nur mal * auf den nuPro anspielen: Eine Wucht, wie sich der Bass in der ersten Strophe in Subwoofer-Tiefen hinunterspielt.

Tests von HiFi-Zeitschriften bescheinigen den nuPros einen sehr linearen Klang. Ein wichtiger Punkt, um sich als Abhörmonitor zu eignen.

Auch wenn das manche gerne behaupten, mit großen Standboxen lassen sich die nuPro A-20 nicht vergleichen. Die teueren Kollegen klingen einfach räumlicher, differenzierter, voller.

Auch der vergleichbare, aber etwas teuerere * (im Foto der rechte, etwas kleinere Lautsprecher neben dem Nubert) klingt etwas sanfter. Einen so großen Tiefgang wie die nuPro A-20 hat der allerdings nicht.

Nur das Grundrauschen ist zu hoch. Es stört, wenn man recht nahe an den Lautsprechern sitzt, diese angeschaltet sind und gerade keine Musik läuft. Schade.

Aufstellung

Um den nuPro A-20 als Edel-PC-Lautsprecher nutzen zu können, benötigt man schon einen großen Schreibtisch: Knapp 20 Zentimeter tief ist die Box. Dann macht das Musikhören am Rechner wirklich Spaß (und meistens sitzt man ja dort…).

Um die Bässe klar und trocken zu spielen, benötigt die Box wenige Zentimeter Abstand zur Wand. Sollte das nicht möglich sein, hilft eine angewinkelte Aufstellung in Richtung Hörer, und ein leichtes Zurückdrehen des Basses.

Die A-20 haben kleine Gumminoppen am Boden. Trotzdem wirken sich entkoppelnde Füßchen aus dem HiFi-Zubehör positiv auf den Klang aus, falls die Boxen auf dem (Schreib-)Tisch stehen. Als günstige Lösung können Korkuntersetzer (nicht Holz) oder eine Styroporplatte dienen. Die Schwingungen werden (nicht so stark) auf die Tischplatte übertragen, und der Sound wird freier.

nuPro A-20 im Test – Fazit

Die nuPro A-20 machen nicht nur bei normalen Lautstärken, sondern auch bei leisen Tönen eine gute Figur. Das zeichnet sie sogar gegenüber vielen Standboxen aus. Das Konzept der aktiven 2-Wege-Lautsprecher ist gut durchdacht.

Für die Apple-Freunde wäre natürlich noch AirPlay-Integration wünschenswert. Das würde sich aber stark auf die Kosten auswirken. Und hier punkten ja die Edel-PC-Lautsprecher: Etwas besseres zu dem Preis (mit Verstärker!) habe ich noch nicht gehört.

Vorteile
+ Aktivlautsprecher, Soundkartenersatz
+ guter Klang, auch im leisen Betrieb
+ beeindruckende Tiefe
+ akzeptabler Standby-Modus

Nachteile
- Grundrauschen
- Kein AirPlay
- Für den Schreibtisch grenzwertig groß

Hersteller: Nubert
Paarpreis: *
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