Kompakt und bezahlbar: Sonos Beam ist eine neue Soundbar mit Alexa, Siri und AirPlay 2

Stefan Bubeck

Nachwuchs bei Sonos: Die kalifornischen Sound-Spezialisten haben eine kompakte TV-Soundbar vorgestellt, die Sprachsteuerung über Amazons Alexa unterstützt und preislich deutlich unterhalb der großen Sonos Playbase liegt. An Apples AirPlay 2 wurde auch gedacht, sodass die Übertragung von Musik über ein iPhone ohne Umwege erfolgen kann.

Sonos ist eines der Unternehmen, denen man die Philosophie der Nachhaltigkeit tatsächlich abnehmen kann: Der Multiroom-Spezialist hat eine überschaubare Produktpalette, kombiniert mit achtsam ausgewählten Funktionen, die eine langjährige Nutzung in den eigenen vier Wänden zum Ziel haben. Diese Woche war aber dann ausnahmsweise eine erhöhte Schlagzahl angesagt – da ist der per Update nachgerüstete umfassende Support von Apples AirPlay 2, eine spannende Lautsprecher-Partnerschaft mit Ikea und dann noch die brandneue Sonos Beam.

Sonos Beam: Mit Alexa und AirPlay 2 für 449 Euro

Während die große für manche außerhalb der Reichweite liegt, könnte die ab 17. Juli 2018 erhältliche kompakte Sonos Beam mit 449 Euro (UVP) gerade Sonos-Neulingen den Einstieg erleichtern. Das ist weiterhin deutlich mehr als für eine einfache TV-Soundbar vom Discounter aufgerufen wird, aber dafür bekommt man technisch einiges mehr geboten.

Vier Fullrange-Woofer und ein Hochtöner sorgen für den Sound und werden dabei von drei Passivstrahlern unterstützt. In der Sonos Beam stecken fünf digitale Verstärker und fünf Fernfeld-Mikrofone. Für hervorragenden Klang und gute Erkennung der Stimme des Nutzers dürfte also gesorgt sein – unsere Erfahrungen mit Sonos sind diesbezüglich gut. Ob die für eher kleinere Räume optimierte Beam hier in der Hifi-Tradition des Herstellers bleibt, muss ein Test zeigen. Unterstützt werden übrigens die Tonformate Stereo, Dolby Digital und Dolby Digital 5.1.

Auf der Oberseite des 100 x 651 x 68,5 mm messenden Lautsprechers befindet sich eine Touch-Steuerung für Lautstärkeregelung, vorheriger/nächster Track, Wiedergabe/Pause und Abschaltung des Mikros. Audio-Streaming über Bluetooth wird nicht unterstützt – das erinnert uns spontan an Apples HomePod, wo diese Funktion ebenfalls weggelassen wurde.

Sonos Beam: „Alexa, schalte den Fernseher ein!“

Die Sonos Beam ist smart und Multiroom-fähig. Das bedeutet zum einen, dass sie per Amazon Alexa gesteuert werden kann („Alexa, wie ist das Wetter?“ etc.) und zum anderen, dass Musik vernetzt im ganzen Haus abgespielt werden kann. Dabei werden rekordverdächtige 80 Musikdienste unterstützt – uns ist kein anderes Multiroom-System bekannt, das hier mithalten könnte.

Wenn die Beam am HDMI ARC-Eingang eines Fernsehers hängt, kann sie per Alexa sogar dessen Steuerung übernehmen. Der Nutzer könnte also rufen: „Alexa, spiele Stranger Things“, „Alexa, gehe auf Kanal 5“ oder „Alexa, mach lauter“. Hier ist das Herstellervideo zur Sonos Beam:

Sonos Beam: Die smarte und kompakte Soundbar für deinen Fernseher.

Weitere Sprachassistenten sollen laut Sonos zum Produktstart folgen, also etwa Siri oder Google Assistant. Ob das so kommt und was diese dann genau können werden, das sollte man erstmal abwarten. Selbst wenn man die smarten Funktionen außer Acht lässt, ist die Sonos Beam aber sicherlich der „kleine TV-Lautsprecher“, auf den einige Fans schon gewartet haben. Die bei der Vorstellung in San Francisco anwesenden Journalisten bezeugten schon mal einen beeindruckend guten Klang – und das bleibt bei einer Soundbar weiterhin die wichtigste Eigenschaft.

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