Auto abmelden: Tipps zu Kennzeichen, Kosten und Kfz-Versicherung

Christin Richter 1

Ist euch das Auto zu teuer und ihr wollt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder euch eher ein neues Auto zulegen, müsst ihr das alte Auto abmelden. Auch wenn ihr den Führerschein abgeben müsst und danach nicht mehr Autofahren wollt, ist eine Kfz-Abmeldung sinnvoll. In unserem Ratgeber erfahrt ihr, wo ihr euch hinwenden müsst, welche Dokumente ihr braucht, wenn ihr euer Kraftfahrzeug abmelden möchtet und welche Kosten es verursacht, ein Auto außer Betrieb zu setzen.

Auto abmelden – die Gründe sind vielfältig

Möchtet oder müsst ihr euer Kraftfahrzeug abmelden, darf es nicht mehr auf öffentlichen Straßen gefahren oder abgestellt werden. Es ist sozusagen außer Betrieb gesetzt. Häufige Gründe dafür sind:

  • Verkauf
  • Verschrottung
  • aber auch nur vorübergehende Nichtnutzung

Ihr braucht bei Umzug kein neues Kennzeichen, allerdings müsst ihr das Auto dennoch ummelden.

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Was braucht man zum Auto-Abmelden?

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (der frühere Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (der frühere Fahrzeugbrief) – Halter des Fahrzeugs brauchen diese nicht zwingend, wenn sie als Fahrzeughalter behördlich eingetragen sind.
  • Nummernschilder (2 beim Auto, 1 beim Motorrad, die sogenannten Kfz-Kennzeichen)
  • Verwertungsnachweis einer zertifizierten Altauto-Annahmestelle. Diesen braucht die Behörde, wenn das Auto die nächsten sieben Jahre außer Betrieb gesetzt wird und sie es zu einer Altauto-Annahmestelle bringen
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Wo kann ich das Kraftfahrzeug abmelden?

  • auf jeder Zulassungsbehörde
  • Ab Januar 2015 neu oder wieder zugelassene Fahrzeuge könnt ihr auch online abmelden. Voraussetzungen dafür sind: Es muss ein Sicherheitscode unter den Stempelplaketten existieren (das ist für Zulassungen ab dem 1. Januar 2015 der Fall). Ihr besitzt die Zulassungsbescheinigung Teil I. Der Fahrzeughalter besitzt einen neuen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion.

Auto-Abmelden: Was passiert mit dem Kennzeichen?

  • Das Kennzeichen wird entwertet.
  • Entfernung von TÜV-Plakette und HU-Plakette.
  • Ihr könnt die Nummernschilder als Andenken mitnehmen.
  • Allerdings steht das Kennzeichen wieder im Pool für neue Anwärter zur Verfügung, es sei denn, ihr möchtet es euch für das neue Auto oder Motorrad reservieren. Dazu könnt ihr das Wunschkennzeichen beantragen. Es kann 12 Monate reserviert werden.

Auto-Abmelden: Welche Kosten kommen auf euch zu?

Die sogenannte Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) regelt die Kosten bei einer Auto-Abmeldung. Je nach Bundesland und Zulassungsbezirk fallen diese unterschiedlich aus. Im Regelfall müsst ihr zwischen 5-25 Euro zahlen, wenn ihr euer Auto abmelden möchtet. Wir haben Beispiele für euch aufgeführt:

  • In Bayern: Abmeldung bei einer Behörde: 6,90 Euro, im Internet 5,70 Euro, plus weitere Gebühren (ca. 1 Euro)
  • In der Stadt Kiel: 5, 90 Euro wenn das Auto in Kiel zugelassen war, für auswärtige Fahrzeuge 11 Euro

Auto-Abmelden: Ist eine Vollmacht zulässig?

Wenn ihr nicht selbst zur Kfz-Zulassungsstelle könnt, reicht es, wenn ihr die oben genannten Unterlagen und eine schriftliche Vollmacht an jemand anderen gebt, der für euch die Wartezeit auf der Zulassungsbehörde auf sich nimmt.

Was passiert mit Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer, wenn ein Fahrzeug abgemeldet wird?

Das Finanzamt bzw. die Zollverwaltung, die die Kfz-Steuer erheben, und eure Kfz-Versicherung werden von der Zulassungsbehörde automatisch informiert. Der Versicherungsschutz wird in eine Ruheversicherung umgewandelt, in der ihr keine Versicherungskosten zahlt, wenn ihr das Fahrzeug nicht innerhalb von zwei Wochen wieder anmeldet. Nach maximal 18 Monaten ist euer Versicherungsvertrag beendet.

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Quellen: service-berlin.dekroschke.de, kba-online.de
Bildquellen: Minerva Studio via Shutterstock

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