Werfen wir nach Display und Peripherie-Test noch einen Blick auf die weiteren Eigenschaften des iMac. Abgesehen vom Einstiegsmodell liefert Apple hier generell sehr gute Gesamtpakete, die den Rechner zu einem schicken Allrounder zu Hause und im Büro machen. Das gilt auch weiterhin, für diese Generation. Apple hat viele Eigenschaften noch leicht verbessert.

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Über die verbaute Festplatte bin ich dann aber doch verwundert: eine Serial ATA mit 5400 Umdrehungen in der Minute – und das bei einem modernen 4K-Rechner in dieser Preisklasse. Apple war es aber wohl wichtiger, den Preis dadurch auf Vorgängerniveau zu halten, trotz neuem Display. Dass dies aber nicht mehr zeitgemäß ist, schrieb ich ja bereits am Tag der Vorstellung.

Im Test zeigte sich die Festplatte leicht schneller als bei meinem letztjährigen Test einer günstigen iMac-Ausführung, Blackmagic-Daten rechts. Ich empfehle dringend das Fusion Drive: Aufpreis 120 Euro (ebenfalls 1TB), insgesamt also 1819 Euro. Das Fusion Drive kombiniert HDD mit SSD. Oft benötigte Dateien und Systemdateien liegen auf dem schnellen Speicher. Für genug Platz zu einem bezahlbaren Preis sorgt die HDD. Zwar ist der Flash-Speicher von 120 GB früherer Modelle auf nur noch 24 GB geschrumpft, Nachteile für den durchschnittlichen Nutzer sollte es aber nicht geben. Der Algorithmus arbeitet nun „engagierter“, sprich: es wird öfter mal etwas auf den Flash-Speicher geschoben – und wieder zurück auf die HDD. Wer gleich noch mehr Speicherplatz benötigen kann, bekommt mit der 2 und 3 Terabyte-Version des Fusion-Drive 128 GB schnellen Flash-Anteil.

Das neue Warterad von OS X El Capitan ist mir nun ausreichend bekannt. Die Festplatte dürfte ein Grund für zahlreiche Wartezeiten sein, die ich von meinem iMac mit Fusion Drive (2013, 3,2 GHz i5) nicht kenne.

Der 4K-iMac ist mit einem 3,1 GHz Quad Core i5 (optional 3,3 GHz i7 für 240 Euro Aufpreis) der fünften Generation ausgestattet. Vielleicht ist es ein Zugeständnis an die Kompatibilität zur Grafikkarte, der Intel Iris Pro Graphics 6200 – die mit der Retina-Auflösung einiges zu leisten hat. Die 27-Zöller arbeiten schon mit einem i5 der sechsten Generation, große Unterschiede sollten aber nicht auftreten.

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Verbaut – fest verbaut – ist ein sehr schneller 8GB Arbeitsspeicher (1867 MHz LPDDR3), optional sind maximal 16 Gigabyte bestellbar.

Im Geekbench-Test schafft es unser Testrechner auf einen Leistungswert von rund

  • 12800 Multi Core 64 Bit,
  • 3785 Single Core 64 Bit,
  • 11450 Multi Core 32 Bit,
  • 3410 Single Core 32 Bit.

Der Rechner liegt somit ein Stück über manch MacBook Pro von 2013 (i7 2,4 GHz) und iMac 27 Zoll 2013 (i5 3,4 GHz), aber unter dem iMac 21,5 Zoll von 2012 mit ebenfalls 3,1 GHz (i7) oder dem MacBook Pro von 2014 mit 2,5 GHz (i7 – jeweils 4-Kern-Prozessoren). Der neue iMac ist folglich kein Turbo-Rechner, eher „solide“. Was für die meisten Anwendungen aber natürlich völlig ausreicht.    

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21,5 Zoll-iMac im Test: Fazit

Apple glaubt an seinen All-in-One-Rechner, das beweist das Update der kompletten Linie. Nach diesem Test glauben wir mit. Die neuen Displays sind eine Schau, die Tastatur eine gelungene Neukonzeption, vieles weitere wie das Gehäuse setzt auf Altbewährtes. Der iMac ist ein Allrounder, der eigentlich alles mitbringt, was man benötigt. 

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Die Leistung der Standardausführung ist solide, für manch Nutzer dürfte die bessere Konfiguration die sinnvollere Variante sein. Die Wahl eines Fusion Drive (Aufpreis ab 120 Euro bei ebenfalls 1 TB Speicher) anstelle der Serial ATA Festplatte raten wir aber jedem Käufer dringend an. 5400 Umdrehungen pro Minute sind nicht mehr zeitgemäß – erst recht nicht in dieser Preisklasse – und führen zu unangenehmen Wartezeiten. Späteres Umrüsten geht leider nicht mehr, beziehungsweise nur über externe Geräte.

Attraktiver als den 21,5-Zoll iMac mit Retina-4K-Display erscheint uns übrigens das 27-Zoll-Retina-Modell. Wer den Platz auf dem Schreibtisch hat, und noch etwas drauflegen kann, sollte sich den 5K-iMac genauer ansehen. Hier finden wir das Preis-Leistungsverhältnis nicht schlechter, eher im Gegenteil! (Preis ab 2099 Euro, Fusion Drive wählen: ab 2219 Euro). Ein Retina-Display in dieser Größe – beeindruckend.

Der iMac hat wieder mal eine Empfehlung verdient. Unsere Wertung für den 21,5″ iMac mit Retina 4K Display (Standard): 4 Sterne!

 

21,5 iMac mit Retina 4K Display

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