Mac-Verkaufszahlen im vierten Quartal 2013 wieder deutlich stärker

Florian Matthey 7

Nach einer kleinen Schwächephase scheinen die Mac-Verkaufszahlen im letzten Quartal deutlich zugelegt zu haben – zumindest in den USA war Apple der dritterfolgreichste PC-Hersteller. Neben neuen Macs könnte mittelbar auch der Erfolg des iPhone dafür verantwortlich sein.

Mac-Verkaufszahlen im vierten Quartal 2013 wieder deutlich stärker

Nachdem Apple mit dem Mac lange Zeit dem Negativ-Trend auf dem PC-Markt trotzen konnte gab es im letzten Jahr mehrere Quartale, in denen Apple auch in den USA sogar wieder Marktanteile verlor. Es schien, als würden auch die Mac-Verkaufszahlen in der „Post-PC-Ära“, in der viele Menschen eher zum Tablet greifen, leiden.

Allerdings dürfte es auch eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben, dass sich Apple letztes Jahr besonders viel Zeit ließ, um neue Mac-Modelle auf den Markt zu bringen. Dementsprechend scheinen sich die Verkaufszahlen nach der Veröffentlichung dieser neuen Geräte deutlich verbessert zu haben: Gartner sieht für die Mac-Verkaufszahlen in den USA im vierten Kalenderquartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus in Höhe von 28,5 Prozent.

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Apples Marktanteil habe sich von 9,9 auf 13,7 Prozent steigern können. Der PC-Markt schrumpfte hingegen im Schnitt um 7,5 Prozent. Apples Wachstum ging vor allem zu Lasten von HP und Toshiba – die Verkaufszahlen dieser Hersteller gingen um 10,3 und 13,9 Prozent zurück. neben Apple konnten sich unter den Top 5 der Hersteller nur Dell und Lenovo mit 7,4 und 3,5 Prozent Wachstum steigern. HP liegt in den USA jedoch weiterhin mit 26,5 Prozent Marktanteil an der Spitze; weltweit nimmt in dieser Statistik Lenovo die Spitzenposition mit 18,1 Prozent Marktanteil ein. Apple erscheint unter den weltweiten Herstellern weiterhin nicht in den Top 5.

Neben den neuen Macs könnte auch eine Rolle spielen, dass viele Benutzer des iPhone gerne beim Kauf eines neuen Computers zu einem Mac greifen – der so genannte „Halo“-Effekt, der einst auch vom iPod aus gewirkt haben soll. Das Wall Street Journal berichtet, dass das iPhone zumindest im Bereich der professionellen Anwender eine entsprechende Wirkung zeige.

Viele Unternehmen ließen ihre Mitarbeiter zunächst ein iPhone verwenden, aufgrund der guten Erfahrungen bevorzugten diese dann auch in anderen Gerätekategorien Apple-Produkte. Cisco habe seinen Mitarbeitern im Jahr 2009 beispielsweise erlaubt, den Arbeitsrechner selbst auszusuchen – mittlerweile seien ein Viertel aller Notebooks, die in dem Unternehmen zum Einsatz kommen, MacBooks.

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