Neuer iMac: Erste Benchmarks tauchen auf - RAM ist fest verlötet

Florian Matthey 8

Gestern hat Apple mit einem günstigeren Einstiegs-Rechner einen neuen iMac vorgestellt. In Benchmarks ist das Gerät deutlich schwächer als der bisherige günstigste iMac, kann im Single-Core-Test aber durchaus mithalten. Wichtig ist auch: Der Arbeitsspeicher ist in dem Gerät fest verlötet.

Neuer iMac: Erste Benchmarks tauchen auf - RAM ist fest verlötet

Auf den ersten Blick überraschend ist die Wahl, die Apple für den Prozessor des neuen Einstiegs-iMac getroffen hat: Es handelt sich bei dem 1,4-Gigahertz-Dual-Core-Core-i5-Chip um das Modell, das Apple auch im MacBook Air verbaut. Dessen geringer Stromverbrauch ist beim MacBook Air natürlich von großem Vorteil, wird die meisten iMac-Benutzer jedoch nicht so sehr interessieren. Laut Primate Labs dürfte der Grund darin liegen, dass der Ultrabook-Prozessor Intels GPU HD 5000 eingebaut hat – offenbar wollte es Apple vermeiden, die schwächere GPU 4600, die sich in günstigeren Desktop-Chips befindet, zu verbauen.

Ersten Benchmarks zufolge liegt die Prozessor-Leistung des günstigsten iMac mit 5435 Multi-Core- und 2820 Single-Core-Punkten (im 32-Bit-Modus) sogar etwas höher als die des MacBook Air, das mit dem Core-i5-Chip 4690 und 2476 Punkte erreicht. Das bisherige Einstiegs-Modell, das jetzt der zweitgünstigste iMac ist, erreicht im Single-Core-Test derweil 2882 Punkte. Im Multi-Core-Test zeigt es mit 9204 jedoch eine deutlich höhere Leistung als der neue „Billig-iMac“ – was in erster Linie daran liegen dürfte, dass das neue Gerät eben nur zwei Prozessorkerne hat, das bisherige Einstiegs-Modell derer wiederum vier.

Erwähnenswert ist außerdem, dass sich der Arbeitsspeicher in dem günstigen iMac nicht erweitern lässt: Ein „Teardown“ von Other World Computing zeigt, dass die 8 Gigabyte RAM, die Apple in dem Gerät verbaut, fest verlötet sind. Benutzer werden also den Arbeitsspeicher nicht zu einem späteren Zeitpunkt erweitern können. Auch ist mehr Arbeitsspeicher nicht Built-to-Order-Option erhältlich. Wer unbedingt mehr als 8 Gigabyte haben möchte – egal ob beim Kauf oder zu einem späteren Zeitpunkt -, muss also ein anderes iMac-Modell wählen.

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