iMac 21 Zoll im Praxistest: Leistung (Seite 2)

Sebastian Trepesch 4

Die Leistung des iMac mit 21-Zoll-Display im Test

Auch wenn dieser iMac völlig neu ist: Leisungswunder dürfen (und wollen) wir von dem Einsteigermodell nicht erwarten. Vielmehr stellt sich die Frage: Reicht die Leistung für den Alltag? Wir haben es ausprobiert.

Vorher wollen wir uns ein paar Worte zu den technischen Daten dennoch nicht verkneifen. Als Prozessor setzt Apple einen 1,4 GHz Dual-Core Intel Core i5 ein. Das nächsthöhere Modell bietet schon einen 2,7 GHz Quad-Core. In Geekbench-Zahlen, einem Leistungswert zum Vergleich von Rechnern, ausgedrückt: Der iMac 2014 liegt mit seinen 5365 Punkten fast gleichauf mit dem Mac mini von 2011 (5347) und MacBook Air 2014 (5301), letzteres hat übrigens den gleichen Prozessor. Mit dem 3,1 MHz Quad-Core kommt der iMac 21,5 Zoll von 2013 auf 14151 Punkte, mit 2,7 MHz auf 10255. (Hier jeweils genannt: der Benchmark-Wert für 64-bit Multi-Core.)

Zur Festplatte: Die 5400 Umdrehungen pro Minute der 500 Gigabyte sind sehr mäßiger Standard. Unser Blackmagic Disk Speed Test identifizierte eine Schreib- und Lesegeschwindigkeit von meist rund 100 MB pro Sekunde. Zum Vergleich: Ein MacBook Air von 2011 in der Redaktion erbrachte mit SSD zwar ebenfalls nur eine Schreibgeschwindigkeit von etwas über 100 MB/s, aber immerhin eine doppelt so hohe Lesegeschwindigkeit von 200 MB/s.

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20 Jahre iMac: Unsere Top 10 des Apple-Computers.

Leistung im Praxis-Test

Doch was bedeutet das für die Praxis? Wer regelmäßig auf einem Rechner – und sei es ein älteres Modell – mit SSD-Platte arbeitet, wird den verzögerten Festplattenzugriff spüren. Das HDD kann nun mal nicht mit Flash-Speicher mithalten. Potentielle Käufer des Einsteiger-iMac sind aber wahrscheinlich noch nicht SSD-verwöhnt.

Alle gewöhnlichen Aufgaben lassen sich ohne merkbare Einbußen durchführen. Textverarbeitung etc. sowieso, HD-Filme laufen, zwei Browser mit mehreren Tabs zwingen den Mac ebenfalls nicht in die Knie.

Fotobearbeitung haben wir mit der günstigen Photoshop Elements-Alternative Pixelmator, Nikon Capture NX-D und Tonality Pro ausprobiert. Kleinere Aufgaben erfüllt der iMac 2014 mit Links. Bei umfangreicheren Projekten – das dürfte jedem klar sein – beträgt die Wartezeit von einzelnen Berechungsschritten aber länger als auf einem leistungsfähigeren Rechner. Bei der JPG-Berechnung eines RAW-Bildes inklusive drei Entwicklungsebenen in Tonality Pro sind wir auf 25 Sekunden gekommen. Puuh…

Bei längeren Videoprojekten multipliziert sich die Wartezeit, das Rendering unseres Videos in iMovie von 2,45 Minuten Länge kam auf gut 1,30 Minuten – ein besseres System schafft das in weniger als der Hälfte. Spätestens bei Spielen mit aufwendiger Grafik stößt der Rechner an seine Grenzen. Zwar laufen viele Autorennen, Shooter etc. noch. Der iMac krebst aber bereits zu Verkaufsstart am Rand der jeweiligen Mindestvoraussetzungen.

Doch für überzeugte Gamer wird so ein Einsteiger-Rechner eh keine Wahl sein. Für die meisten anderen Aufgaben reicht er völlig. Im Vergleich zu einem leistungsfähigeren Modell muss der Besitzer hier und da aber mehr Wartezeit einplanen – das gilt auch für den Programm- und Systemstart.

Der Stromverbrauch ist dafür angenehm niedrig: je nach Displayhelligkeit verbraucht der iMac 13 bis 31 Watt (ohne Ausführen von Tätigkeiten), im Ruhezustand haben wir 0,6 Watt gemessen.

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