iMac (2019): Technische Daten, Preise, Verfügbarkeit

Thomas Konrad

Per Pressemitteilung hat Apple im März 2019 eine neue iMac-Generation vorgestellt. Die neuen Geräte punkten mit schnelleren Prozessoren und Grafikchips – nur äußerlich hat sich nichts getan. 

iMac (2019): 8-Core-Prozessoren und Vega-Grafik

Eine „zweifache Leistungssteigerung“ verspricht Apple für die neuen iMac-Modelle. Und das nicht ohne Grund: Viele Konfigurationen des All-in-one-Desktop kann man jetzt mit Intels 8-Core-Prozessoren der neunten Generation ausstatten. Bei den teuersten Modellvarianten lassen sich außerdem AMD-Grafikkarten der Vega-Architektur auswählen. Das macht die Geräte nicht nur für Einsteiger interessant, meint Apple.

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Am Design hat Apple nicht geschraubt. Hat es auch in der Vergangenheit selten: Auch die neue Generation ist äußerlich nahezu identisch mit den ersten Geräten ohne optisches Laufwerk aus dem Jahr 2012. Retina, also hochauflösende Displays, gibt es seit 2014 (27 Zoll) bzw. 2015 (21,5 Zoll). Auch deshalb sind die neuen Geräte direkt verfügbar.

iMac (2019): Das sind die Standard-Varianten in 21,5 und 27 Zoll

Apples iMac gibt es weiterhin in zwei Display-Größen, 21,5 und 27 Zoll. Alle neuen Geräte verfügen über Retina-Displays, die den P3-Farbraum unterstützen. Einzige Ausnahme ist das bestehende Modell für 1.299 Euro, das angesichts der neuen Modelle nur noch für Schulen und andere Einrichtungen interessant sein dürfte.

Alle Modelle haben zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse und mindestens 1 TB Speicherplatz. Bei Desktop-Geräten scheint Apple Speicherplatz wichtiger zu sein als Geschwindigkeit und Robustheit: Nahezu alle Standardkonfigurationen besitzen zumindest teilweise Festplatten, nämlich in Form von Fusion Drives. Nur beim günstigsten 21,5-Zoll-iMac mit Retina-Display verbaut Apple standardmäßig noch immer reinen Festplattenspeicher. Hier gibt es Nachbesserungsbedarf für künftige Generationen.

Die größte Neuerung beim iMac (2019) sind ohne Frage die Prozessoren: Im kleineren Modell gibt es nun Quad-Core- und wahlweise 6-Core-Prozessoren der achten Generation. Aufpreis: bis zu 360 Euro. Intel-Prozessoren der neunten Generation gibts beim 27-Zöller – standardmäßig sind sie aber nur beim teuersten Modell verbaut und müssen in anderen Fällen zusätzlich konfiguriert werden. Hiervon ausgenommen ist der günstigste große iMac für 2.099 Euro. Apple verspricht eine bis zu 2,4-fach schnellere Leistung.

Apple hebt bei der Vorstellung der neuen iMacs auch die Grafikleistung hervor: Mit Grafikkarten der Serie Radeon Pro Vega soll die Grafikleistung beim kleinen iMac um bis zu 80 Prozent besser sein als bislang. Beim größeren iMac soll es einen Zuwachs von bis zu 50 Prozent geben. Die Radeon Pro Vega 20 (4 GB HBM2-Speicher) kostet beim 21,5-Zoll-iMac 420 Euro Aufpreis und lässt sich nur bei der teuersten Standardkonfiguration (1.699 Euro) hinzufügen. Um eine Radeon Pro Vega 48 nutzen zu können (540 Euro Aufpreis) muss man sich für den teuersten 27-Zöller (2.599 Euro) entscheiden.

iMac (2019): Ausstattung und Preise

Neu sind beim 21,5-Zoll-iMac zwei Standardausführungen für 1.499 bzw. 1.699 Euro. Letztere bietet einen 6-Core-Prozessor mit Turbo-Boost-Option sowie den doppelten Videospeicher für die etwas leistungsfähigere Grafikkarte. Wer anstelle der Festplatte beispielsweise SSD-Speicher konfigurieren möchte, sollte nicht zwingend beim günstigsten Modell beginnen: Hier ist der Aufpreis für manche Optionen höher. Das verringert den ursprünglichen Preisunterschied von 200 Euro je nach Ausstattung.

iMac (2019): 27-Zoll-Modelle in der Übersicht

Den günstigsten 27-Zoll-iMac der neuen Generation verkauft Apple nur mit 6-Core-Prozessor. Weitere Prozessor-Upgrades sind beim Modell für 2.099 Euro nicht möglich. Das mittlere Modell für 2.299 lässt sich mit einem 8-Core-Prozessor der neunten Generation ausstatten. Die Option kostet hier 600 Euro Aufpreis. Der teuerste 27-Zöller in Standardausführung hat bereits einen Prozessor der neunten Generation mit 3,7 GHz (Turbo Boost bis zu 4,6 GHz). Wer jedoch acht Kerne mit 3,6 GHz (Turbo Boost bis zu 5,0 GHz) möchte, zahlt 480 Euro Aufpreis.

Bei allen Geräten lässt sich der Arbeitsspeicher ab Werk aufstocken. Wer 64 GB möchte, muss aber zu teureren Basisvarianten greifen: Für das Upgrade sind nur die beiden hochpreisigen 27-Zöller vorgesehen.

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