Als Phil Schiller bei der Präsentation des neuen iMac mit Retina 5K Display zum Preis kam, erklärte er, dass der Rechner mit 2499 Dollar günstiger sei als viele 4K-Fernseher. Der neue iMac lässt sich allerdings nicht als externes Display verwenden.

 

iMac mit Retina 5K Display

Facts 

4K-Fernseher kosteten meist um 3000 Dollar, Apple unterbietet diesen Preis um 500 Dollar und integriert außerdem noch einen ganzen Computer - so bewarb Phil Schiller den Preis des neuen Top-Modells der iMac-Familie. Apples Marketing-Chef verschwieg bei dieser Argumentation allerdings wichtige Details: Einerseits gibt es mittlerweile 4K-Fernseher, die deutlich günstiger als 3000 Dollar sind. Andererseits ist ein iMac mit Retina 5K Display keine wirkliche Alternative.

Denn: Anders als frühere Modelle lässt sich der neue iMac nicht als externes Display verwenden; der „Target-Display-Modus“ fehlt. Es ist also beispielsweise nicht möglich, einen Mac Pro an den neuen iMac anzuschließen.

Der Grund dürfte sein, dass der im Thunderbolt-Anschluss integrierte DisplayPort 1.2 nicht genügend Bandbreite bietet, um ein Bild in 5K-Auflösung zu übertragen. Zwar wäre es natürlich möglich, den iMac ein 4K-Bild darstellen zu lassen; diese Option erschien Apple aber wohl nicht elegant genug. Aus demselben Grund dürfte es erst auch mal kein 5K-Thunderbolt-Display von Apple geben - hierfür müssten erst einmal die Technologien DisplayPort 1.3 und Thunderbolt 3 bereitstehen.

Wer also einen Mac mit 5K-Auflösung betreiben will, wird um den neuen iMac nicht herumkommen. Wer die Rechenleistung eines Mac Pro benötigt, wird wiederum vorerst mit einem 4K-Display Vorlieb nehmen müssen - die neuen Anschlüsse wird es wohl frühestens nächstes Jahr in Macs geben.