Mac mini 2014: Neue bessere Modelle langsamer als Quad-Core-Vorgänger

Florian Matthey 27

Nach gut zwei Jahren hat Apple am letzten Donnerstag endlich einen neuen Mac mini vorgestellt. Die neue Generation des Mac mini ist zwar günstiger, in der Top-Konfiguration aber langsamer als der Vorgänger.

Mac mini 2014: Neue bessere Modelle langsamer als Quad-Core-Vorgänger

Der bisherige Mac mini arbeitete noch mit Intel-Prozessoren der Generation Ivy Bridge, das neue Modell hat Apple jetzt endlich mit Haswell-Chips ausgestattet. Diese zeigen sich – wenig überraschend – in ersten Benchmarks leistungsfähiger als ihre Vorgänger. Trotzdem ist ein neuer Mac mini nicht unbedingt schneller als die bisherigen Modelle.

Denn: Die teureren Modelle des Mac mini sind nicht mehr mit einem Quad-Core-, sondern lediglich mit einem Dual-Core-Prozessor ausgestattet. Hier ist der Leistungszuwachs der Generation Haswell nicht groß genug, um die niedriger Zahl der Prozessorkerne auszugleichen.

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Das Ergebnis: Im Multi-Core-Test ist der neue Mac mini mit 3,0-Gigahertz-Core-i7-Dual-Core-Chip deutlich langsamer als sein Vorgänger mit 2,6-Gigahertz-Core-i7-Quad-Core-Chip. Das neue Modell erreicht 6358 Geekbench-Punkte, der Nachfolger lediglich 11319 Punkte. Der neue 2,8-Gigahertz-Core-i7-Mac mini ist mit 6148 Punkten ebenfalls deutlich langsamer als das 2012er-2,3-Gigahertz-Core-i7-Modell mit 10400 Punkten.

Primate Labs glaubt, dass Apple sich aus Design-Gründen gegen Quad-Core-Chips im neuen Modell entschieden hat: In der Haswell-Generation gibt es zwei verschiedene Sockets für Dual- und Quad-Core-Chips, so dass Apple nicht in allen Mac minis die gleichen Logic Boards hätte verwenden können. Zwei verschiedene Logic Boards zu designen und zu bauen wäre letztendlich teurer geworden. Dadurch wäre wohl die mit den neuen Modellen erfolgte Preissenkung schwieriger zu realisieren gewesen.

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