Mac mini 2014: Release mal wieder verschoben (Kommentar)

Sven Kaulfuss

Potentielle Käufer eines Mac minis müssen heute tapfer sein. Dem All-in-One-Bruder iMac spendierte Apple soeben ein weiteres, kostengünstiges Modell. Der Mac mini verbleibt jedoch zum wiederholten Male ohne ein Update – 603 Tage der Stagnation.

Abgesehen vom alten MacBook Pro in 13 Zoll mit SuperDrive (unverändert seit 737 Tagen im Angebot), das unter vorgehaltener Hand aber eh auf der Abschussliste steht, ist der „aktuelle“ Mac mini in Apples Produktportfolio mittlerweile zum echten „Oldtimer“ gereift. Zuletzt gedachte man dem Kleinstrechner im Oktober 2012 ein signifikantes Update. Im letzten Jahr warteten Kunden dagegen vergeblich auf eine Erneuerung des Rechners. Dann hieß es wieder, im Februar dieses Jahres plane Apple eine Frischzellenkur – am Ende alles Luftschlösser.

Immerhin gibt’s heute eine marginale Preissenkung. Offiziell kostet der kleinste Mac mini , statt 629 Euro in Deutschland. Davon abgesehen…

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Mac mini: So könnte ein Modell mit Touch Bar aussehen

Staus Quo: 4K-Revolution ohne Mac mini

Fakt ist: Technisch befindet sich der Mac mini auf dem Stand des Jahres 2012. Fährt damit zwar theoretisch noch immer gut, aber ein Kaufanreiz ist diese „Zeitlosigkeit“ nur bedingt. Insbesondere die Grafik ist nicht sonderlich verheißungsvoll. Alles strebt derzeit nach 4K-Displays – der Mac mini bleibt außen vor, lässt sich zukünftig in diese Richtung nicht erweitern. Bedenkt man die aktuelle Preisentwicklung von 4K-Monitoren (teils schon für , Tendenz fallend), so kann man einen Kauf ruhigen Gewissens nicht wirklich mehr empfehlen.

„Alte Technik“: Mit im Bunde iMac und MacBook Air

Es entsteht der Eindruck: Apple lässt die Entwicklung der Mac-Plattform schleifen. Dies ist allerdings nur teilweise richtig. Sowohl der Mac Pro, als auch das MacBook Pro mit Retina Display sind mit Thunderbolt 2 und 4K-Unterstützung für die Zukunft gewappnet. Dagegen verbleibt der Mac mini seit nunmehr fast zwei Jahren ohne Update, der iMac erhält nur ein Billig-Modell zur Seite gestellt und das MacBook Air muss gleichfalls im Jahrgang 2014 auf die neuesten Errungenschaften verzichten – unterm Stich eine verzwickte Situation für den Käufer.

Mac mini 2014? 2015!

Ob Apple noch in diesem Jahr nachbessert? Ich bin skeptisch. Höchstwahrscheinlich wartet Apple mit einem größeren Update auf die Verfügbarkeit neuer Intel-Prozessoren. Diese hören auf den Namen „Broadwell“ und werden in nennenswerten Stückzahlen erst 2015 zur Verfügung stehen. Spätestens bis dahin wird sich die Durststrecke wohl noch hinziehen – leider. Apple wird es verschmerzen. Immerhin ist nicht zuletzt der Mac mini ein reiner Einstiegsrechner. Schon in der Vergangenheit mussten sich Kunden daher in Geduld üben. Priorität genießt er nicht.

Tröstend könnte jedoch die Vermutung sein, dass Apple dem neuen Mac mini folglich komplett überarbeitet – ein frisches Gehäusedesign inklusive. Wer also noch warten kann, sollte dem Hersteller die Zeit lassen.

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Bildquelle (Titel): Box covered with cloth… von shutterstock

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