Mac mini (2018): So schlägt sich Apples Rechenzwerg

Holger Eilhard 1

Es hat viele Jahre gedauert, bis Apple in der vergangenen Woche den Mac mini aus dem Archiv geholt und mit neuer Hardware versehen hat. Was dieses Upgrade mit sich bringt und ob sich das Warten gelohnt hat, zeigen die aktuellen Stimmen der ersten Reviewer.

Mac mini (2018): So schlägt sich Apples Rechenzwerg
Bildquelle: Apple.

Mac mini: Die ersten Reviews sind da

Der neue Mac mini hat sich äußerlich nur in wenigen Details geändert. Während das Gehäuse dieselben Dimensionen wie der Vorgänger aus dem Jahr 2014 besitzt, haben sich am Gehäuse nur die Farbe — das neue Modell ist jetzt in Space Grau erhältlich — und die Anschlüsse auf der Rückseite geändert. Die großen Neuerungen finden sich im Innenleben der flachen Flunder.

Diese haben unter anderem den Overcast-Entwickler Marco Arment überzeugt. In seinem Review der Core-i7-Variante mit sechs Kernen zeigt der Kleine, was in ihm steckt. In einigen Tests kann er sogar einen aktuellen iMac Pro hinter sich lassen oder ist zumindest in unmittelbarer Nähe zum deutlich teureren All-in-One-Mac. Wenn jedoch Grafikpower gefragt ist, kann die Intel-Grafik im Mac mini nicht mithalten. Die einzige Option ist hier dann der Anschluss einer eGPU.

Der gestiegene Einstiegspreis ist laut dem Entwickler teilweise gerechtfertigt, da nun deutlich leistungsfähige Hardware, zum Beispiel standardmäßig Flashspeicher in Kombination mit Apples T2-Chip, zum Einsatz kommt. Insgesamt bezeichnet er den Mac mini dennoch als teures Gerät. Arment freut sich aber über das „großartige Update“. Gleichzeitig muss Apple aber in Zukunft erst noch beweisen, ob man es mit dem Mac wieder ernst meint oder ob es jetzt wieder mehrere Jahre bis zum nächsten Update dauert.

Hier das Video von Marco Arment:

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Mac mini: „Apples Schweizer Messer kehrt zurück“

Jason Snell von Six Colors beschreibt den kleinsten Mac als „Apples Schweizer Messer“, da er seit vielen Jahren im Hintergrund vieler Büros oder auch als Heimkino-Server in vielen Wohnzimmern leise seine Arbeit verrichtet. Durch die kleinen Maße findet er überall Platz. Der Journalist begrüßt Apples Entscheidung, den Mac mini in vielen Bereichen nach eigenen Wünschen konfigurieren zu können.

Snell bekam von Apple das Basismodell mit i3-CPU, welches wenig überraschend deutlich schneller als der in die Jahre gekommene Vorgänger. Die Breite der verfügbaren Optionen machen es möglich, dass es für fast jeden Einsatzzweck eine perfekte Konfiguration des Mac mini gibt, so Snell. Selbst für diejenigen, die einen High-End-Mac benötigen, kann der Mac mini unter Umständen genügen.

Jason Snell zum neuen Mac mini:

Mac mini: Das Ende des Einstiegs-Macs?

Brian Heater von TechCrunch beginnt sein Review des Mac mini mit der Kritik am gestiegenen Preis. Vorbei seien die Zeiten eines günstigen Einstiegs. Nach dem Dreh an der Preisschraube kostet der günstigste Mac mini nun 899 Euro. Aber auch er muss eingestehen, dass dieser Preisanstieg mit einem merklichen Upgrade der Innereien beglichen wird.

Der gestiegene Preis könnte aber dennoch für viele preissensitive Kunden nun zu hoch sein, sodass ein Mac für diese nun nicht länger bezahlbar ist. Der Mac mini bringt ein spürbares Upgrade im Vergleich zum Vorgänger — die Bezeichnung „Einsteiger-Mac“ habe Apple aber nun neu definiert.

Quellen: Marco Arment, Six Colors, TechCrunch

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