Mac mini 2014: Release mit neuem Gehäuse?

Sven Kaulfuss 15

Im letzten Jahr bekam fast jeder Mac von Apple ein Update spendiert. Einzige Ausnahmen: Das klassische MacBook Pro (läuft wohl dieses Jahr aus) und der Mac mini. Grund für die Verzögerung: Dem Anschein nach ein komplett neues Gehäusekonzept für den Mini-Mac.

Mac mini 2014: Release mit neuem Gehäuse?

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Bei seiner Präsentation im Januar 2005 staunten die Zuschauer ungläubig. Steve Jobs und Apple hatten es tatsächlich gewagt und mit dem Mac mini den bis dato günstigsten Macintosh vorgestellt – ein echter Einstiegs-Mac, unterhalb des iMac positioniert. Die kleine Box wurde auserkoren im PC-Bereich zu wildern und wechselwillige Anwender zum Mac zu bekehren. Das Unternehmen gelang – der Mac mini ist bis heute sehr erfolgreich. Dennoch wurde er des Öfteren schon totgesagt. Anders als der iMac, wurde dem kleinsten Rechner eine eher unregelmäßige Produktpflege zuteil – da vergingen auch schon mal fast zwei Jahre zwischen den Aktualisierungen (längste „Trockenphase“ zwischen August 2007 und März 2009).

Auch die aktuelle Revision des Mac minis hat schon beachtliche 475 Tage auch dem Buckel – vorgestellt am 23. Oktober 2012. Warum lässt sich diesmal Apple soviel Zeit mit einem Update und welche technischen Daten könnten uns erwarten?

Mac mini 2014: Die unveränderte Lösung

Verhält sich Apple konservativ, so bleibt rein äußerlich alles beim Alten. Meint: Kein neues Gehäuse für den Mac mini. Technisch würde er jedoch zum iMac und den MacBooks gleichziehen. Neue Haswell-Prozessoren (Core i5 und Core i7), integrierte Iris-Grafik von Intel, WLAN-ac und vielleicht Thunderbolt 2 wie beim neuen Mac Pro – fertig. Wirklich neu und aufsehenerregend wäre dies aber nicht, auch hätte Apple ein solches Update problemlos noch letztes Jahr durchführen können. Warum also die Zurückhaltung?

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Mac mini 2014: Der mini wird zum Mac nano

Die Vermutung betrifft grundlegende Änderungen am Gehäusedesign – der Mac mini könnte ein ordentliches Stück kleiner ausfallen. Ein kurzer Blick zurück: Schon der erste Mac mini bestach durch seine kompakten Abmessungen. Die Grundfläche war nicht viel größer als eine DVD – das optische Laufwerk bestimmte die Form des Rechners. 2010 folgte der zweite bis heute aktuelle Aufbau. Der Mac mini wurde flacher, jedoch auch etwas breiter. Das bisher externe Netzteil wanderte ins Gehäuse. Dieses beinhaltete zunächst ebenso noch ein optisches Laufwerk. Mittlerweile verzichtet Apple darauf. Stattdessen kann der Mac mini auf Wunsch auch zwei Festplatten oder SSDs im Inneren ansteuern. Dies macht ihn – den neuen Mac Pro mit eingerechnet – gegenwärtig zum modularsten Mac in Apples Portfolio. Ein Konzept, was schon bald Geschichte sein könnte.

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Die Konkurrenz macht es vor: Asus und HP präsentierten letzte Woche Details zu ihren zukünftigen Mini-Rechnern – Chromebox. Wie der Name verrät, laufen sie unter dem mehr oder weniger vollwertigen Chrome OS von Google. Technisch sind es jedoch „ausgewachsene“ PCs die mit Intels aktuellen Haswell-Prozessoren befeuert werden. Allerdings sind sie wesentlich kleiner als beispielsweise der aktuelle Mac mini. Die Konstruktion macht Sinn. Ein optisches Laufwerk wird schon seit geraumer Zeit nicht mehr benötigt. Aber auch eine SSD muss nicht im 2,5-Zoll-Format gegossen sein – die MacBooks und der Mac Pro beweisen dies.

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Apple könnte demnach den neuen Mac mini wesentlich verkleinern und wahrscheinlich auch noch günstiger anbieten. Verzichtet dafür jedoch auf die modulare Bauweise – Festplatten und SSDs im 2,5-Zoll-Format könnten nicht mehr Verwendung finden. RAM und SSD sind dagegen proprietär auf geringe Abmessungen getrimmt, höchstwahrscheinlich verklebt und nicht mehr austauschbar. Unwahrscheinlich? Nicht unbedingt. MacBook Air, MacBook Pro mit Retina Display, der iMac und auch der neue Mac Pro folgen gegenwärtig dieser Linie mehr oder weniger konsequent. Einzig der Mac mini sträubt sich noch dem Diktat der neuen „Verdongelung“.

So könnte er also ausschauen, der neue Mac mini: In der Größe einem Apple TV nicht unähnlich. Arbeitsspeicher ist fest verklebt, SSD auf Basis von PCI Express und in angepasster Form. Als Prozessor dienen aktuelle Haswell-Prozessoren. Der Preis sinkt auf weit unter 500 US-Dollar.

 Konzepte: Mac mini 
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 Mac Box  „Halber“ Mac Pro  Mac mini TV

Mac mini 2014: Release-Datum

Aktuellen Gerüchten zufolge könnte der neue Mac mini noch Ende Februar 2014 vorgestellt werden. Schon im neuen Gehäuse? Lassen wir uns überraschen. Wer doch im Angesicht dieser Restriktionen lieber ein altes Modell haben möchte, sollte vielleicht noch jetzt zuschlagen.

Konzepte zum neuen Mac mini 2014

Auf den folgenden Seiten präsentieren wie euch nochmals kurz drei interessante Konzepte zu einem potentiell grunderneuerten Mac mini.

Bildquellen: Apple und Richard Thoir

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