Mac Pro 2013: Der geborene Xserve-Nachfolger?

Florian Matthey 4

Könnte der Mac Pro nicht nur der Nachfolger seines direkten Vorgängers, sondern auch des Xserve sein? Angesichts seiner Größe könnte sich das Gerät durchaus für Rackmount-Server-Konfigurationen einsetzen lassen. Ein Hersteller von Rackmounts will den Schritt nun zumindest wagen.

John Rizzo vom Blog MacWindows (via ZDNet) denkt darüber nach, ob sich der neue Mac Pro für einen Einsatz als Rackmount-Server, also in einer Konfiguration aus vielen miteinander verbundenen Exemplaren des Rechners einsetzen ließe.

XServes

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Früher hatte Apple mit Xserve eigene Rechner im Angebot, die speziell für Rackmount-Konfigurationen konzipiert waren. Im Jahr 2010 stellte das Unternehmen die Serie jedoch aufgrund mangelnder Nachfrage ein. Die Nachfrage war für Apples Geschmack nicht groß genug, sie war jedoch vorhanden - seitdem mussten sich Mac-affine Server-Betreiber entweder mit dem Mac mini oder dem Mac Pro behelfen.

Der Mac mini eignet sich von seinen Ausmaßen sehr gut für Server-Konfigurationen, allerdings sind die Rechner nicht sehr leistungsfähig. Immerhin verkauft Apple eine Variante des Mac mini explizit als Server mit OS-X-Server-Lizenz. Der bisherige Mac Pro war zwar leistungsfähig, dafür aber ziemlich klobig.

Sein Nachfolger ist nun praktisch klein und gleichzeitig leistungsfähig. Allerdings ist seine Zylinder-Form nicht so gut für eine „Stapelung“ geeignet - zumindest in der Vertikalen, da so die Lüftung des Rechners nicht mehr richtig funktioniert. Allerdings verweist Apple explizit darauf, dass sich der Mac Pro auch in liegender Position betreiben lässt - der Benutzer solle nur aufpassen, dass er dann nicht wegrollt und dass der Lüfter nicht verdeckt ist.

Eben das macht sich der Rackmount-Hersteller MacStadium zu Nutze: Er hat ein Rackmount angekündigt, in dem sich bis zu 270 Mac Pros auf einer Fläche, die lediglich etwas größer als ein Quadratmeter ist, betreiben lassen.

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Jon Rizzo glaubt, dass Apple den Mac Pro nun für den idealen Server-Rechner im eigenen Portfolio hält, es nur nicht offen ausspricht. In der Tat dürfte die Leistungsfähigkeit zahlreicher Mac Pros beeindruckend sein - wenn auch zum Teil zu viel des Guten, immerhin werden die meisten Server-Betreiber die Leistungsfähigkeit der zwei im Mac Pro integrierten Grafikkarten nicht wirklich brauchen. Vielleicht wird Apple ja noch eine günstigere Server-Variante ohne dezidierte Grafikkarte ins Programm nehmen?

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