Warten auf 2018: Apple überdenkt den Mac Pro

Sebastian Trepesch 2

So wird es nicht weitergehen: Der Mac Pro, so wie wir ihn jetzt kennen, wird eingemottet. Apple hat sich Großes für den Profirechner vorgenommen, doch mit der Neuauflage ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Das verrieten überraschend Apple-Manager. Zumindest gibt es ein kleines Update.

Warten auf 2018: Apple überdenkt den Mac Pro
Bildquelle: GIGA.

Apple arbeite an neuen Produkten, das an die Bedürfnisse von Pro-Nutzern zugeschnitten ist. In einer kleinen Gesprächsrunde mit US-Medien erklärte Senior Vice President Phil Schiller, dass Apple dieses Jahr aber keines dieser Produkte veröffentlichen wird. „Es ist wichtig, etwas Großes zu schaffen“, wird er von Axios zitiert. Das dauere aber länger. Dieses Jahr werden wir nichts dergleichen zu Gesicht bekommen.

Mac Pro 2018 mit modularem Design

Heißt: Apple wird (frühestens!) im nächsten Jahr ein komplett neu konzipiertes Modell in neuem Gehäuse vorstellen. Dank eines modularen Designs soll es für Apple dann leichter sein, Aktualisierungen zu veröffentlichen. Die runde Tonne bereitete dem Hersteller offensichtlich Probleme. Außerdem solle der Rechner mit Highend-CPUs umgehen können, die schon mal etwas wärmer werden können.

Apple-Manager Phil Schiller (Senior Vice President of worldwide marketing), Craig Federighi (Senior Vice President of software engineering) und John Ternus (Vice President of hardware engineering) plauderten dies aus. Sie trafen sich gestern mit einer Hand voll US-Journalisten, um über die Zukunft des Rechners zu sprechen. „Eine ungewöhnliche Sache, so zusammenzukommen“, gestand selbst Schiller. Denn über ungelegte Eier spricht Apple eigentlich nicht.

Genauer ins Detail wollten sie dann aber doch nicht gehen, zum Beispiel einen Zwischenstand nennen, wie weit sie mit dem neuen Mac sind. Auch, welche Anschlüsse der neue Mac Pro bekommen wird, ist noch nicht bekannt (sofern sich Apple überhaupt schon entschieden hat). Die Entscheidungen werden für jedes Produkt getroffen, so Schiller. Ein MacBook Pro ausschließlich mit USB C heißt demnach nicht, dass auch der Mac Pro nur USB C bekommen wird.

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Mac Pro 2019: So könnte Apples neuer Profi-Rechner ausschauen.

Warum Apple den Mac Pro komplett neu überdenkt

Das aktuelle Modell kam nicht sonderlich an, aus zwei Gründen:

  1. Apple hat es nicht geschafft, das Modell passend für die Zielgruppe, Designer, Entwickler etc, zu konzipieren.
  2. Pro-Nutzer sattelten lieber verstärkt auf die All-in-One-Lösung iMac um.

Mit der aktuellen Lösung kommt Apple folglich nicht weiter – zumal eben das Design, 2013 eingeführt, Upgrades schwer macht. In dem Mediengespräch entschuldigte sich Schiller für die zögerliche Upgrade-Politik. Deshalb überdenke man das aktuelle Konzept komplett. Es sei allerdings schwer, die Zielgruppe zu bedienen.

Test: MacBook Pro 13 Zoll von 2016.

Mac-Update als Zwischenlösung

Um die Zeit bis zur Neukonstruktion noch halbwegs zu überbrücken, hat sich der Hersteller zu einer Zwischenlösung durchgerungen: Der aktuelle Mac wird wohl noch heute ein Leistungsupdate bekommen. Mehr Prozessorkerne, nämlich bis zu 8 statt 6 Kerne. Zudem eine bessere Grafik-Performance – die genauen Daten werden wir in Kürze bekommen.

Um die Enttäuschung schon vorwegzunehmen: So ziemlich alles andere bleibt wie gehabt, inklusive Anschlüsse. Also: kein USB C, kein Thunderbolt 3.

Quellen: Daring Fireball, AxiosMashable

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