Als Tech-Redakteur habe ich natürlich viel mit den unterschiedlichsten Testgeräten zu tun, die bei uns im Büro landen. Selten fiel es mir dabei so schwer, ein Produkt zurückzugeben, wie dies bei der Samsung Galaxy NX der Fall ist. Warum das so ist, erfahrt ihr hier.

 

Samsung Galaxy NX

Facts 

Schon als Samsung letztes Jahr die Galaxy Camera auf den Markt brachte, sah auch ich das Potenzial in der Kombination einer leistungsstarken Kamera und Android als Betriebssystem. Mit der NX hat Samsung nun meiner Meinung nach den Weg konsequent und richtig fortgeführt, denn die Kamera lässt in meinem Job meines Erachtens nach kaum noch Wünsche übrig. Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die auf jeden Fall erwähnt werden sollen, doch das Gesamtbild der NX stimmt einfach.

Zur Information: Ich bin kein professioneller Fotograf, weshalb dieser Test auch kein umfassender Testbericht, sondern eben ein Erfahrungsbericht ist, der verdeutlichen soll, wie mein persönlicher Alltag mit der Kamera aussah.

Samsung Galaxy NX: Die Stärken

Da ich selbst beruflich viel unterwegs bin und Fotos/Videos mache, die möglichst zeitnah auf unserer Seite, bei meinen Kollegen oder in verschiedenen sozialen Netzwerken landen sollen, ist eine gute Kamera unerlässlich. Bisher waren die einzigen Optionen entweder, die Fotos und Videos mit einem Smartphone zu machen (adé Qualität), um sie schnell teilen zu können oder aber meine DSLR zu benutzen, von deren SD-Karte ich dann allerdings erst die Aufnahmen auf meinen Rechner übertragen musste, um sie hochladen zu können usw. Also alles in allem nicht unbedingt nutzerfreundlich.

Mobilfunknetz und WLAN 

Die Galaxy NX erleichtert diese Arbeit um einiges: Dank der Möglichkeit, neben WLAN  auch noch das Mobilfunknetz nutzen zu können, ist es unterwegs kein Problem mehr, schnell und unkompliziert Bilder zu machen, die dann gleich da landen, wo sie hingehören. Je nach Situation lassen sich unterschiedliche Objektive anbringen, ein wenig verliebt habe ich mich ja in das 18-200mm Super-Zoom Objektiv, das ich testen konnte. Und wenn man dann noch Notizen zu der Veranstaltung, den Bildern oder anderem machen möchte, ist auch das kein Problem. Ebenfalls einfach ist es, direkt auf der Kamera aufgenommen Fotos mit einem Wasserzeichen zu versehen (z.B. mit der App Add Watermark), bevor man sie hochlädt. 

In der Vergangenheit musste ich leider immer wieder feststellen, dass die WLAN-Konnektivität auf größeren Veranstaltungen wie  der IFA oder der CES vor allem bei Pressekonferenzen meist katastrophal ist, da das Netz komplett überladen ist. Zwar ist auch das 3G/4G Netz meist etwas eingeschränkt, häufiger aber wesentlich besser verfügbar. Somit müssen mit der NX keine Umwege über Tethering und andere Spielereien gemacht werden. 

Das Display 

Anfangs fand ich es etwas ungewöhnlich, von einer knopflastigen, digitalen Spiegelreflex-Kamera auf diese Android-basierte Systemkamera umzusteigen, bei der man die Einstellungen fast ausschließlich am Display vornimmt. Daran habe ich mich allerdings schnell gewöhnt. Dies liegt vor allem an dem großen Bildschirm, der die Navigation und sogar eine erste Bildbearbeitung problemlos ermöglicht. Das große Display ist außerdem sehr hilfreich dabei, wenn man sich seine Aufnahmen nochmal schnell im Detail anschauen will. Wie beim Smartphone lassen sich Bilder ganz einfach mit der Pinch-to-Zoom-Geste vergrößern, sodass man gleich die Schärfe und Qualität des Bildes überprüfen kann, bevor man es abschickt. Bei vielen anderen Kameras muss man das leider weiterhin über eher unpraktische Knöpfe machen (Lupe, Pfeiltasten etc.). 

Die Funktionen

Wer Samsung-Produkte kennt wird wissen, dass der südkoreanische Konzern gerne jede Menge Features integriert, die einen regelrecht erschlagen können. So ähnlich ist das auch bei der NX, allerdings erschlagen diese weniger. Das Menü ist relativ übersichtlich gestaltet, wie auch bei digitalen Spiegelreflexkameras gibt es viele Möglichkeiten, die Bildaufnahme durch unterschiedlichste Einstellungen zu manipulieren.

Die Stärke der Galaxy NX liegt hier zum einen in der übersichtlichen Erklärung, welche Funktion welche Auswirkung hat (was passiert, wenn man die Blende verkleinert oder die ISO-Zahl hochstellt usw.) und zum anderen in den zahlreichen Bildaufnahmemodi, die man je nach Situation einstellen kann. Ich will hier aber nicht so sehr ins Detail dieser ganzen Funktionen gehen, wer sich für das umfassende Angebot der NX interessiert, sollte sich einfach mal das Handbuch der NX ansehen.

Auf Seite 2 geht es weiter mit Beispielbildern, den Schwächen und meinem Fazit zur Samsung Galaxy NX.