Samsung NX300 - Retrodesign trifft auf überzeugende Technik - Praxistest

Patric Böttcher 4

Kameras im Retrolook gibt es zurzeit viele. Aber sind sie auf dem neuesten Stand der Technik, oder steckt auch Retro drin? Wir haben uns einen dieser Kandidaten genauer angeschaut, die .

Samsung NX300 - Retrodesign trifft auf überzeugende Technik - Praxistest

Die NX300 sieht wirklich gut aus, der Retrolook des Gehäuses ist schick, das Schwenkdisplay mit Touchfunktion groß und der Wifi-Button nicht zu übersehen. Die Kamera hat einen APS-C Sensor (20.3 Megapixel) mit gut arbeitendem Hybridautofokus und ein hochwertiges Metallgehäuse.

Die Bedienung der NX300 ist sehr verständlich, man findet schnell und einfach die wichtigsten Funktionen. Mit einem Wählrad und Steuerkreuz können die Einstellungen ganz klassisch, wie auch bei einigen Spiegelreflexkameras, verändert oder auf das Wifi-Menü zugegriffen werden. Auch über das Touch-Display klappt die Bedienung kinderleicht, selbst der Fokuspunkt kann hier mit einem Fingerzeig gesetzt werden. Das mitgelieferte Kit-Objektiv hat ein solides Metall-Bajonett und arbeitet zuverlässig. Der Zoomring läuft recht flüssig und das manuelle fokussieren klappt problemlos.

Unter dem Smart-Modus sind verschiedene Szeneneinstellungen und Effekte zu finden, die sich jedoch sehr gering auf das fertige Foto auswirken. Die Automatik der Kamera ist anfängertauglich, denn sie wählt stets die richtige Einstellung. Der Hybridautofokus arbeitet schnell und zuverlässig. Er vereint die Schnelligkeit von einem Phasendetektion-Autofokus mit der Präzision des Kontrast-Autofokus. Für schnelle Sportaufnahmen reicht die Geschwindigkeit dann aber doch nicht. Ein roter Movie-Button an der rechten Seite startet schnell die Full-HD Aufnahme mit 50 Bildern pro Sekunde für flüssige Bilder.

Alle technischen Daten gibts HIER bei Samsung.

Video-Check:

Samsung NX300 Videomaterial.
Die NX300 bietet einige WLAN-Möglichkeiten, wie das Steuern der Kamera über die „Samsung Remote-App“ oder das Teilen der Bilder in einem sozialen Netzwerk. Die Installaltion der App auf ein iPhone klappte super, jedoch ließ sich die Kamera nicht mit dem Smartphone verbinden. Offensichtlich ein Problem zwischen NFC (Kurzstrecken Verbindung) und dem WLAN.

Erstaunt waren wir über die ISO-Verträglichkeit, denn selbst bei hohen Werten von ISO1600 oder ISO3200 sind noch vernünftige Fotos entstanden. Danach wird es jedoch sehr „rauschig“, insbesondere das Farbrauschen nimmt stark zu. Da die Kamera auch das RAW-Format unterstützt, kann man hier noch etwas entgegenwirken um die Qualität der Fotos zu verbessern.

Fazit: Die ist eine überzeugende Kamera mit vielen interessanten Features und Einstellungsmöglichkeiten. Die Bedienung geht durch das hochauflösende Touch-Display kinderleicht von der Hand, was man leider von der Wifi Einstellung nicht behaupten kann, deshalb nur 4 von 5 Sternen. Das Fokussieren mit der Kamera ist im Automodus sehr zügig und spart Zeit um sich aufs wesentliche zu konzentrieren, dem kreativen fotografieren. Der aktuelle Preis von ca. 480,- € geht in Ordnung, denn eine Vollversion der umfangreichen Bildbearbeitungssoftware „Adobe Lightroom“ liegt auch dabei (Einzelpreis ca. 90,-€).



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