Wie kann ich einen Adobe Flash Player offline betreiben?

Marco Kratzenberg

Der Flash Player gehört zur Grundausstattung jedes Webbrowsers und wenn nicht, dann kann man ihn schnell nachrüsten. Das ist praktisch, wenn man sich Internetseiten ansehen will, die beispielsweise Flashfilme oder Spiele präsentieren. Mit dem Flash Player Download ist ein Browser in wenigen Minuten Flash-fähig und sorgt für ein bunteres Internet. Aber was ist, wenn man Flashanimationen, Filme oder in Flash programmierte Anwendungen ohne Internetverbindung und Browser betreiben will? Wenn man den Adobe Flash Player offline – etwa auf einer CD – weitergeben will?

Zu den Spitzenzeiten von Flash wurde diese Technologie ja nicht nur benutzt, um Werbebanner zappeln zu lassen oder um Videos anzuzeigen. Ganze Spiele wurden in Flash geschrieben und dann auf Datenträgern weitergegeben. Das war die Hochperiode der Werbespiele mit eingebauten Firmenlogos.

Aber auch heute gibt es nach wie vor Anwendungen, durchaus auch ernsthafte Programme, die in Flash geschrieben wurden und nach wie vor ihre Existenzberechtigung haben. Die müssen auch ohne Internetbrowser laufen und die Einbindung in eine HTML-Seite wäre den meisten Anwendern auch viel zu kompliziert. In dem Fall benötigt man den Adobe Flash Player in standalone Version.

Der Adobe Flash Player Portable – die offline Installation

Es gibt sie nach wie vor, die Adobe Flash Player standalone Programme. Allerdings werden sie von Adobe „Projektor“ genannt. Dabei handelt es sich um eine ganz allein dastehende Programmdatei (standalone), in der alle nötigen Funktionen enthalten sind. Damit lassen sich dann Flash-Dateien laden – lokal oder aus dem Internet – die im Format SWF vorliegen.

Adobe Flash Player offline Projektor | winload.de

Die Adobe Flash Player Offline-Ausgabe bettet Flashdateien so ein, dass sie wie ein Windowsprogramm aussehen

Das Ergebnis ist eine Mischung der Flashdatei mit dem „Projektor“, so dass es wie ein ganz normales Programm wie aus einem Guss aussieht. Der Projektor kann problemlos und lizenzfrei mit dem Flashprojekten weitergegeben werden und passt mit der Größe von etwa 8 MB sogar auf mittelgroße USB-Sticks.

Eine Installation ist nicht notwendig. Das ganze Programm besteht nur aus einer ausführbaren Datei. Über den Datei-Öffnen-Dialog lädt der Benutzer die gewünschte Datei. Die Besonderheit dabei ist, dass man sich diese Datei wahlweise direkt von der CD oder Festplatte laden – aber auch eine Internetadresse zur Datei angeben kann.

Die Dateien müssen im Flash-eigenen Format SWF vorliegen. Und sollten zur Ausführung weitere Steuerungsdateien notwendig sein, so müssen sich diese natürlich auch im Programmpfad befinden.

Doch dann wird das Flashprojekt nahtlos in den Projector eingefügt und alles sieht aus, als handele es sich um ein normales Windows-Programm.

Adobe Flash Player Standalone gleich mit Projekt starten

Will man sich die Arbeit sparen, jedes Mal beim Aufruf des Adobe Flash Player Portable erst manuell eine Datei laden zu müssen, so kann man diese übrigens auch als Startparameter übergeben.

Adobe Flash Player standalon Parameter | winload.de

Ruft man den Adobe Flash Player gleich mit einem Parameter auf, startet das Projekt direkt

Heißt die ausführbare Programmdatei also beispielsweise flashplayer.exe, dann hängt man einfach Pfad und Namen der Flashdatei hinten an. Am besten funktioniert das, wenn die Flashdatei im selben Ordner liegt. Dann lautet der Aufruf etwa

flashplayer.exe spiel.swf

Das kann man vereinfachen, indem man z.B. auf dem Desktop eine Verknüpfung zum Flash Player anlegt, dann mit der rechten Maustaste darauf klickt und „Eigenschaften“ wählt. Unter „Verknüpfung“ finden wir den eigentlichen Player und nach einem Leerzeichen hängen wir nur noch den Dateinamen des Flash-Projektes an. Nun können wir es direkt mit einem Doppelklick starten. Und falls mehrere Projekte vorhanden sind, kann man das natürlich für jedes weitere wiederholen.

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