Tipps zum Lightroom-Workflow - Strukturierter arbeiten

Tobias Strempel 3

Du willst strukturierter mit Lightroom arbeiten? Jeder nutzt das Programm natürlich anders und hat einen eigenen Workflow - daher können Erfahrungswerte und Tipps von anderen sehr hilfreich sein. Heute will ich dir mal meinen Lightroom-Workflow zeigen, der für mich ein schnelleres Arbeiten erlaubt.

Lightroom-Workflow: Importieren

Nachdem wir Lightroom geöffnet haben, ist der erste Schritt meistens das Importieren von Bildern. Beim Import bekommen wir die Möglichkeit, die Bilder ganz normal zu importieren oder aber ins DNG-Format zu konvertieren. Die Konvertierung beinhaltet minimale Qualitätsverluste, die aber kein Drama darstellen. Zudem ist das Format DNG universell einsetzbar, somit bekommst du die Möglichkeit, die Bilder auch in anderen Fotobearbeitungsprogrammen zu öffnen. Die Entscheidung liegt hier also bei jedem selbst, wie er es handhabt.

Grundsätzlich ist es ratsam, die Ordnerstruktur von Lightroom aufbauen zu lassen. Für mich persönlich ist die beste Variante  2014-Ordner01-Ordner210114, so lassen sich die Bilder leicht wiederfinden. Natürlich wäre es möglich, den Bildern gleich noch neue Namen zu verpassen, die sich an das Aufnahmedatum anlehnen, das mache ich aber nicht.

Was ich aber definitiv vornehme, ist die Vergabe von Stichwörtern im Importfenster, die ich dann auf alle Fotos innerhalb eines Aufnahmezyklus‘ anwende. Das erleichtert meinen Workflow in Lightroom schon mal enorm.

Fotoauswahl und Organisieren

Die Auswahl der Fotos trifft man entweder vor dem Importieren oder nachdem alle Bilder einer Serie importiert sind. Hier sollten die über- und unterbelichteten sowie unscharfen Bilder gelöscht werden. Nicht aber nur in Lightroom löschen, sondern komplett von der Karte bzw. vom Rechner!

Nachdem die Auswahl der Bilder beendet ist, können wir Wertungen für die einzelnen Bilder abgegeben. Für die Bewertung stehen Null bis fünf Sterne zur Verfügung. Natürlich ist es schwer sich zu entscheiden, aber jedes Bild sollte einzeln und subjektiv betrachtet werden.

Eine Beschreibung zu jedem Foto wäre auch eine Idee, ist aber oft zu zeitraubend - ich persönlich beschreibe meine Bilder nie. Dafür überprüfe ich nochmals die Stichwörter oder ergänze diese. Wenn wir schon dabei sind, dann sollten wir auch die Metadaten erweitern, zum Beispiel um den Ort oder einen Copyright-Hinweis.

Willst du aber bei einer Suche nur deine „virtuellen Kopien“ angezeigt bekommen, dann schreibe alle wichtigen Stichwörter, Metadaten usw. „in“ die „virtuelle Kopie.“ Hier liegt der Vorteil darin, dass bei den Suchergebnissen dann nur deine „virtuellen Kopien“ angezeigt werden.

Sammlungen anlegen?

Für den ein oder anderen ist das sicherlich eine Variante, die sich lohnen wird. Eine Sammlung kann zum Beispiel für eine „virtuelle Kopie“ genutzt werden. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn die Fotos mit den Original-Daten in den Ordnern der Bibliothek erhalten bleiben sollen.

Will man eine ähnliche Ordnerstruktur unter Mac und Windows erreichen, dann eignet sich das Anlegen einer Sammlung besonders gut.

Bearbeiten in Lightroom oder Weiterverarbeitung in Photoshop?

Eine gute Frage, die nur jeder für sich beantworten kann. Bei mir kommt es immer darauf, was ich auf dem Bild sehe bzw. was ich fotografiert habe. Wenn ich kaum etwas verändern will, dann bleibe ich in Lightroom. Klar, ich könnte auch Camera Raw öffnen, aber wenn ich schon in Lightroom bin, ist das für mich nicht nötig.

Katalog speichern?

Das sollte auf jeden Fall immer gemacht werden. Lightroom fragt mich beim Beenden des Programms immer, ob ich den Katalog jetzt speichern möchte. Eine gute Erinnerungsfunktion, wie ich finde, da ich so keine Arbeit umsonst gemacht habe.

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