Tipps und Inspiration zur Bildbearbeitung – Makrofotos

Patric Böttcher

In der letzten Woche habe ich euch den Einstieg in die Makrofotografie gezeigt. Ihr habt erfahren, was ein Makrofoto ausmacht und welche Eigenschaft ein Objektiv dafür haben sollte. In dem Praxisvideo dazu, habt ihr gesehen, wie man das dann direkt am Objekt anwendet. Heute zeige ich mal, wie ich eines der entstandenen Bilder bearbeiten würde.

Tipps und Inspiration zur Bildbearbeitung – Makrofotos

Die Bildbearbeitung ist heute in der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Im Artikel „Photoshop Elements 12 – Der Einstieg!“ hat Tobi gezeigt, welche Möglichkeiten dieses Bildbearbeitungsprogramm bietet.

Ich zeige euch heute mal an Hand von , wie ich eines der Bilder aus unserem Video zur Makrofotografie bearbeiten würde. Ich gehe dabei nicht hundertprozentig auf jeden einzelnen Schritt ein, denn wir werden das Programm in den nächsten Wochen vertiefend erklären. Ich möchte euch einfach nur ein paar kleine Tipps zeigen und euch inspirieren. Jeder kann von jedem was lernen!

Um grundsätzlich alles aus einem digitalen Foto bei der Bildbearbeitung rauszuholen und eine optimale Qualität zu bekommen, fotografiere ich im RAW-Format. Welche Vorteile es gegenüber einem normalen JPG-Foto hat, erklären wir in einem eigenen Artikel. Photoshop Elements 12 hat bereits einen RAW-Konverter mit dabei und so ist es möglich die Datei in dem Programm zu öffnen.

Im RAW-Konverter nehme ich die ersten und wichtigsten Schritte für das Foto vor. Da gibt es Regler für Weißabgleich, Kontrast, Tiefen, Lichter usw. . Experimentiere einfach ein bisschen und schau, was sich dabei alles verändert. Oft weiß ich selbst nicht so genau, wie ich das Foto haben möchte und probiere einfach aus.

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Richtig nachschärfen mit dem Maskieren-Regler

Was ich aber immer mache und dabei ist es egal ob es ein Makrofoto, ein Landschaftsfoto oder ein Portrait ist, ist das Nachschärfen. Das Nachschärfen direkt im RAW-Konverter ist wirklich genial und bietet unglaublich viel Qualität gegenüber dem schärfen in Photoshop Elements. Das Schärfen findet man auf der rechten Seite im zweiten Reiter „Details“ (siehe Grafik). Dabei gibt es einen kleinen aber wirkungsvollen Trick, mit dem „Maskieren“ könnt ihr gezielt die Bildbereiche nachschärfen, die auch relevant sind. Das heißt, es werden die Bereiche in denen auch tatsächliche Kontrast und Kanten vorhanden sind nachgeschärft.

Bei einem Makro haben wir oft viel Unschärfe durch die geringe Schärfentiefe im Bild, diese optische Unschärfe jetzt zu schärfen wäre nicht nur Verschwendung, sondern führt auch oft zu einem Rauschen. Wichtig ist, dass man den „Maskieren“ Regler mit gedrückter Alt-Taste verschiebt, denn nur so sieht man den ausgewählten Bereich. Wie immer bei Masken, gilt auch hier: schwarz blendet den Effekt aus und weiß blendet ihn ein.

Noch schnell den Bildschnitt mit dem „Freistellungswerkzeug“ optimiert, fertig. Mehr mache ich nicht im RAW-Konverter von Photoshop Elements 12 und kann das Bild jetzt öffnen.

Um jetzt noch etwas an den Farben zu drehen, würde ich bei dem Foto, nur einen „Fotofilter“ als Einstellungsebene drüber legen. Ich hab mich für Sepia entschieden. Die Ebene „Fotofilter“ setze ich dann noch in die Füllmethode „Weiches Licht“ mit einer Deckkraft von 50% und habe dadurch zusätzlich noch eine leichte Kontrasterhöhung. Zum Schluss das ganze abgespeichert, ich bevorzuge das TIF-Format, fertig. Wie man Bilder fürs Web optimiert, gibt es in einem der nächsten Artikel.

screen_02_fotofilter

Ich hoffe ihr konntet einiges an Wissen mitnehmen und eure Fantasie wurde etwas angeregt. Wir werden euch noch mehr zu  den Grundlagen der Bildbearbeitung zeigen und auch nützliche Tipps und Tricks verraten.

 

 

 

 

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