Adobes „Project Rigel“: Photoshop für jedermann für iPhone und iPad

Florian Matthey

Adobe möchte stärker auf dem Mobil-Markt Fuß fassen. Das „Project Rigel“ soll ab Oktober eine neue Mobil-Version von Photoshop werden, die sich für Profis eignet, gleichzeitig aber auch für Photoshop-Neulinge zugänglich ist.

Adobes „Project Rigel“: Photoshop für jedermann für iPhone und iPad

Im Oktober möchte Adobe das Project Rigel im Rahmen seiner Max-Konferenz veröffentlichen. Schon jetzt gibt das Unternehmen aber einige Details zu dem Projekt bekannt, das nach dem eingestellten Photoshop Touch ein weiterer Versuch wird, Photoshop auf Mobil-Geräte zu bringen. Zunächst soll die App nur für iPhones und iPads erhältlich sein, später soll dann eine Android-Version folgen.

Die Software soll kostenlos erhältlich sein. Geld möchte Adobe damit verdienen, dass sich potentielle neue Kunden über die App für Photoshop begeistern können und dann ein Abonnement für die Creative Cloud abschließen, um Bildbearbeitung auch an ihrem PC vornehmen zu können. Photoshop-Bestandskunden werden zwar oft den PC mit großen, hochauflösenden Bildschirmen bevorzugen, sollen aber die Möglichkeit bekommen, auch unterwegs mit dem iPad Bildbearbeitung vornehmen zu können.

Sämtliche mit „Project Rigel“ vorgenommene Änderungen werden zu Schichten oder „Layers“ in einer Photoshop/PSD-Datei, so dass sich Bearbeitungen am PC weiter anpassen oder auch rückgängig machen lassen. Dazu gehört auch eine neue Gesichtserkennungs-Funktion der App, die es für die PC-Version von Photoshop noch gar nicht gibt: Die Software erkennt einzelne Elemente menschlicher Gesichter, so dass sich diese direkt und einfach anpassen lassen. Beispielsweise lässt sich das Lächeln einer Person verstärken oder die Augen vergrößern.

Diese Funktion soll so leicht zugänglich sein wie die ganze App: Auf der Unterseite der Benutzeroberfläche können Benutzer aus zehn verschiedenen Bearbeitungs-Kategorien wählen, auf der linken Seite erscheinen dann weitere Anpassungsmöglichkeiten wie die Pinselstärke. Adobe möchte hierfür auch nicht mehr noch aus der Dunkelkammer bekannte Begriffe wie „Dodge and Burn“ („Abwedeln und Nachbelichten“), sondern eher zugängliches Vokabular wie „Aufhellen und Verdunkeln“ verwenden.

Im Mai hatte Adobe die App bereits in einem kurzen Video gezeigt, in dem einige Befehle und Elemente der Benutzeroberfläche bereits zu sehen sind.

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