Im Test: AKVIS Enhancer V. 13.0

Katharina Sckommodau

AKVIS Enhancer dient zur Korrektur von Fotos mit über- und unterbelichteten Bereichen und verbessert dabei Kontrast und Details. Die neue Version unterstützt laut Hersteller nun die GPU-Beschleunigung und soll so deutlich schneller sein. Zudem gibt es neue Presets.

Man soll zwar nicht mit dem Negativen beginnen, bei diesem Test geht es jedoch leider nicht anders: Zwar lässt sich die Stand-Alone-Version problemlos unter Lion installieren, beim Öffnen eines Bildes reagiert das Programm jedoch nicht mehr - sogar die neue Version unterstützt also das aktuelle Betriebssystem nicht. Schade, da die einzelnen Einstellungen wirklich gute Ergebnisse ermöglichen.

Anders verhält sich das Programm jedoch unter Snow Leopard, hier läuft das Programm stabil und arbeitet flüssig; man merkt die GPU Beschleunigung. In den Optionen gilt es zunächst die Sprache zu wählen, das Programm startet nämlich zuerst auf englisch. Für die Bearbeitung stehen dann drei Modi zur Verfügung, Detailoptimierung, Druckvorbereitung und Tonwertkorrektur.

Einstellungen

Die Detailoptimierung liefert Einstellungen, die die Zeichnung im Bild verstärken sollen. Dafür hebt das Programm die Unterschiede der angrenzenden Pixel an - zu hohe Einstellungen erzeugen dabei jedoch auch ungewolltes Bildrauschen. Sieben verschiedene Presets stehen bereit, die als Basis für manuelle Korrekturen dienen. So lassen sich per Schieberegler die Details im Schatten, die Highlights und die Belichtung anpassen. Über die Detailstufe regelt man die Details in ihrer Genauigkeit. Die eigenen Einstellungen kann der Anwender für weitere Bilder oder auch Stapelbearbeitungen als eigenes Preset speichern.
Neben den Parametern stehen im Register Nachbearbeitung fast alle Optionen für eine professionelle Tonwertkorrektur bereit. Ein Histogramm zeigt die Verteilung der Helligkeit und der Farben. Hier kann man die Helligkeit, den Kontrast, Gamma und die Sättigung gezielt in den einzelnen Kanälen anpassen. Schön wäre noch eine Pipette für den Weißabgleich.

Der Modus Druckvorbereitung dient zum Schärfen (Radius, Stärke) des Bildes und verstärkt den Kontrast (Schatten, Highlights). Innerhalb eines gestrichelten Auswahlrahmens werden die Einstellungen angezeigt, leider lässt sich hier die Größe der gezeigten Auswahl nicht anpassen.
Gerade was das Schärfen betrifft, leistet das Programm wirklich Erstaunliches. Allerdings sollte man beim Anpassen der Parameter in der Vergrößerung arbeiten, um scharf gezeichnetes Bildrauschen in den Flächen zu vermeiden: So zeigt das untere Beispiel recht gut, wie die Kanten der Brille deutlich schärfer werden, die dunklen Flächen jedoch durch die hohen Einstellungen an Bildrauschen gewinnen.

Die Tonkorrektur liefert sieben kleine Tupfer der Grundfarben in einer Palette. Die Farben, die korrigiert werden sollen, zieht man in eine der beiden unteren Paletten. Ein Farbenindikator über den Paletten zeigt passende Farben für die Korrektur. Geregelt werden Radius, Details im Schatten und die Highlights.
Hier hat der Hersteller versucht, es dem Anwender besonders leicht zu machen. Zwar sind die kleinen Paletten, die man unterschiedlich füllen kann, eine nette Idee. Recht intuitiv ist die Vorgehensweise jedoch nicht - besonders in Kombination mit dem Farbenindikator, der letztlich ungeübte Anwender nur verwirrt.

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