Android 4.3: Diverse Neuerungen im Galaxy S4-Leak entdeckt

Frank Ritter 9

Mit einem Knall ist Android 4.3 Ende der vergangenen Woche geleakt – pikanterweise nicht etwa für eines der Nexus-Devices, sondern das Samsung Galaxy S4 in der Google Edition. Über das Wochenende wurde viel an dem ROM geforscht; die wesentlichen Erkenntnisse zu den Bestandteilen von Android 4.3 findet ihr bei uns.

Was macht man, wenn man eine neue Android-Version auf dem Gerät hat, aber kein Changelog? Ganz klar, man spielt das Vorher-Nachher-Vergleichsspiel. Und so haben sich am Wochenende Menschen in aller Welt auf ihre vier Buchstaben gesetzt und das Android 4.3-ROM vom Samsung Galaxy S4 in der Google-Edition nach Änderungen durchforscht. Hier die ersten Erkenntnisse darüber, was sich gegenüber Android 4.2.2 geändert hat.

  • Bluetooth Low Energy-Support: Mit diesem speziellen Bluetooth-Modus können Geräte auf deutlich energiesparendere Weise gekoppelt werden.
  • Verbesserte Roboto-Schriftart: Die Standard-Schriftart seit Version 4.0 Ice Cream Sandwich hat ein Facelifting erhalten, diverse Inkonsistenzen wurden beseitigt. Dazu mehr in einem späteren Artikel.
  • Always On-WIFI: In den erweiterten WLAN-Einstellungen findet sich nun eine - standardmäßig aktivierte - Checkbox, nach der selbst dann weiter nach WLAN-Netzen gescant wird, wenn man WLAN deaktiviert hat. Android nutzt Informationen der WLAN-Umgebung, um den Nutzer besser und energiesparender orten zu können als mithilfe von GPS.
  • Tonwahl-Verbesserungen in der Dialer-App: In der Telefon-App kann man nun über die Menü-Taste in die Wählfolge per Komma-Zeichen 2 Sekunden und per Semikolon längere Pausen einfügen lassen. Ferner kann man in den Dialer-Einstellungen eine Auto-Vervollständigen-Option aktivieren sowie die Tonlänge für das MFV (Mehrfrequenzwählverfahren, englisch DTMF) verändern.
  • Neue Entwickler-Optionen: Profile GPU Rendering, Debug-Optionen für das mit API-Level 18 eingeführte Feature „non-rectangular clipping“, ein experimentelles WebView (für Apps, die Browser-Wrapper verwenden) und die Möglichkeit, USB Debugging-Autorisierungen zurückzuziehen.
  • Neue Galerie/Kamera: Die (bereits mit der Google Edition von HTC One und Galaxy S4 verfügbare) kombinierte Galerie/Kamera-App ist neu. Neben dem offensichtlichen neuen Bogen-Menü wurde auch das Bearbeiten-Menü in der Galerie verbessert und bietet unter anderem neue Rahmen und Effekte an.

Das sind die zumindest offensichtlichen Änderungen, die von Android Central und Android Police zusammengetragen wurden. Noch nicht bekannt ist, ob die Performance-Verbesserungen für Apps aus dem Google I/O-Talk bereits implementiert wurden.

Die Frage liegt nahe, warum sich Google so viel Zeit lässt mit der Veröffentlichung von Android 4.3, schließlich scheinen die Änderungen unter der Haube eher trivial zu sein. Mutmaßlich sind es äußere Umstände, die den Release behindern: Entweder, weil die neue Bluetooth-Version zeitaufwändig für alle Geräte zertifiziert werden muss oder weil Google den Geräteherstellern etwas Vorlauf für die Erstellung von Updates geben möchte. Die Frage, warum dieser Versionssprung nicht einfach Android 4.2.3 genannt wird, lässt sich mit der Anhebung des API-Levels erklären.

So oder so: Android 4.3 sollte nun tatsächlich kurz vor Veröffentlichung sein. Wir melden natürlich sofort, wenn sich Google etwas Offizielles entlocken lässt.

Quellen: Android Central, Android Police

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