Android M: Neuerungen im Überblick – Deep Linking, besseres Teilen-Menü und mehr [Teil 3]

Rafael Thiel 7

Die meisten Veränderungen in Android M sind subtiler Natur und treten erst nach eingängiger Nutzung des mobilen Betriebssystems in Erscheinung. Neben auf der Google I/O 2015 medienwirksamen angekündigten Features finden sich auch versteckte Komfortfunktionen und unscheinbare Neuerungen. Dazu gehören unter anderem ein verbessertes Teilen-Menü oder eine Bluetooth-gestützte Standorterfassung. Diese unspektakulären, aber sinnvollen Erweiterungen sollen nachfolgend Erwähnung finden.

Android M: Neuerungen im Überblick – Deep Linking, besseres Teilen-Menü und mehr [Teil 3]

Wie bereits mehrmals angesprochen, predigt Google bei Android M zuvorderst die Detailverbesserung bestehender Funktionen. Dass diese Veränderungen das mobile Betriebssystem ungemein aufwerten, zeigt etwa das optimierte „Deep Linking“.

Deep Linking: Benutzer kann automatische Weiterleitung pro App kontrollieren

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In Android ist es gang und gebe, dass Anwendungen in der Lage sind, aus dem Web aufgerufene Links abzufangen und auf das eigene Interface umzuleiten. Wie auf der Keynote erläutert wurde, führt Google mit Android M einen Servercheck ein, wodurch verifizierte Apps sogleich und ohne Bestätigung des Benutzers in den Vordergrund treten. Bislang erschien an dieser Stelle noch ein Auswahlfenster mit den möglichen Anwendungen, inklusive des Browsers. Um ungewollte Eventualitäten, die die automatische Weiterleitung mit sich bringen könnte, auszuschließen, kann der Benutzer in den Einstellungen das Auswahlfenster bei Apps seiner Wahl wieder aktivieren. Das geht übrigens mit einem überarbeiteten Einstellungsmenü für Anwendungen einher.

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Teilen-Menü: Rasterdarstellung spart Platz und bringt mehr Apps unter

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Links: alt, Rechts: neu

Ein weiteres Beispiel für eine aufwertende Verbesserung im Vergleich zu Lollipop ist das neue Teilen-Menü unter Android M. Während die auswählbaren Apps zuvor gelistet dargestellt wurden, finden in dem neun eingeführten Raster nun deutlich mehr Anwendungen auf weniger Bildschirmfläche Platz.

„Nicht stören“-Modus wird flexibler und erhält automatische Regeln

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In Android M wurde der Prioritäts-Modus bekanntlich durch den sogenannten „Nicht stören“-Modus abgelöst. Dieser heißt allerdings nicht nur anders, sondern bietet auch hinzugekommene Funktionalität: Neben der Option, einzustellen, welche Benachrichtigungen stören dürfen, kann der Benutzer auch automatische Regeln für bestimmte Zeitfenster festlegen. Diese können sich auch auf Einträge im Google Kalender stützen, was das Feature durchaus reizvoll macht.
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Bluetooth LE: Hintergrunderfassung ist energieeffizienter und optimiert Standorterkennung

Unter der Haube hat Google zudem die Verwendung von Bluetooth Low Energy in Android erheblich verbessert. Der unter anderem bei Smartwatches zum Einsatz kommende Standard wird unter Android M energieschonender verwaltet, da die Anzahl der Kontaktversuche im Hintergrund auf Suche nach kompatibler Peripherie jetzt intelligenter skaliert werden. Das macht man sich ferner sogleich zu nutzen: In Android M kann neben WLAN und Mobilfunk auch Bluetooth zur genaueren Standorterfassung herangezogen werden – der Akku-unfreundliche GPS-Abruf kann somit immer öfter eingespart werden. Zu guter Letzt kann Android M auch nativ mit einem Bluetooth-Stylus Verbindung aufnehmen.

Tablets mit fingernahem Benachrichtigungscenter, Tastatur mit geteilter Ansicht

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Doch kommen wir jetzt von Features zur Ästhetik bei Android M. Bei Geräten größeren Formfaktors hat Google kleinere Veränderungen an der Oberfläche vorgenommen. So unterstützt die standardmäßig vorinstallierte Tastatur-App bei Tablets ab sofort einen geteilten Darstellungsmodus der Buchstabenreihen, sodass Tippen mit beiden Daumen deutlich komfortabler vonstattengeht. Darüber hinaus erscheint das ausfahrbare Benachrichtigungscenter nunmehr in Nähe des Fingers des Benutzers – über den Vorteil dieser Implementierung lässt sich derweil streiten.
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via Android Police

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