Android M: Preview-Version soll Laufzeit des Nexus 5 erheblich verbessern

Kaan Gürayer 7

Google als Sandmännchen: In Android M hat der Suchmaschinenbetreiber mit „Doze“ einen neuen Modus integriert, der das System bei Inaktivität in einen Schlummermodus versetzt, um Akkulaufzeit zu sparen. Wie viel die Energiesparoption bringt, soll jetzt ein Test zeigen. 

Android M: Preview-Version soll Laufzeit des Nexus 5 erheblich verbessern

Dank „Doze“ könne sich die Akkulaufzeit beinahe verdoppeln, wie das Unternehmen auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O 2015 an einem Vergleich zwischen dem Nexus 9 mit Android M und Android 5.0 Lollipop demonstrierte. Große Worte, die sich im Spätsommer – wenn Android M offiziell veröffentlicht werden soll – erst einmal bestätigen müssen. Unsere Kollegen von ComputerBase wollten es aber bereits jetzt wissen und haben dazu zwei Nexus 5 gegeneinander antreten lassen – ein Modell mit Android 5.1.1 Lollipop, ein weiteres mit der Developer Preview von Android M.

Die ersten Resultate erscheinen vielversprechend. So verbrauchte das Nexus 5 mit Lollipop im Standby nach 8 Stunden 4 Prozent an Energie, nach 24 Stunden 12 Prozent und nach 48 Stunden 24 Prozent. Zum Vergleich: Das Nexus 5 auf dem die erste Entwicklervorschau von Android M installiert war, begnügte sich im Standby nach 8 Stunden mit lediglich 1,5 Prozent Akku. Nach 24 und 48 Stunden verbrauchte das Nexus 5 (Test) mit Android M gerade einmal 4,5 Prozent beziehungsweise 9 Prozent seiner Akkukapazität. Die hochgerechnete maximale Standby-Zeit beträgt beim Nexus 5 mit Android 5.1.1 damit 200 Stunden, beim Nexus 5 mit Android M hingegen satte 533 Stunden – damit hat sich die Laufzeit um den Faktor 2,7 verbessert. Oder deutlicher: Ein Nexus 5 auf dem die Developer Preview von Android M installiert ist, könnte im Extremfall bei Nichtbenutzung 22 Tage im Standby ausharren.

Android M Doze-Modus: Wie realitätsnah ist der Test?

Beeindruckende Zahlen, ohne Zweifel. Allerdings muss man einschränkend hinzufügen, dass in beiden Testgeräten keine SIM-Karte eingelegt war. Damit unterblieb das für Smartphones stetige Suchen nach Mobilfunkmasten, was natürlich auch Energie und damit Akkulaufzeit verbraucht. Zudem kann ein Labortest naturgemäß niemals die Nutzung im Alltag simulieren, die von vielen Faktoren – zum Beispiel der Umgebungstemperatur – abhängt. Nichtsdestotrotz zeigt der Test, dass Google mit „Doze“ auf dem richtigen Weg ist und sich Android M mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv auf die Akkulaufzeit auswirken wird.

Quelle: ComputerBase

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