Android O sorgt für besseren Sound - und mehr Geld für Sony

Thomas Lumesberger

Sony zeichnet sich unter anderem für die Verbesserung der Audioqualität in Android O verantwortlich, die mithilfe einer interessanten Technologie aufgewertet wird. Und nebenbei wird der Konzern damit ordentlich Geld verdienen.

Android O sorgt für besseren Sound - und mehr Geld für Sony

Neben längerer Akkulaufzeit, Bild-in-Bild-Overlays und einigen anderen Verbesserungen beinhaltet Android O unter anderem eine Steigerung der Audioqualität - vor allem bei der kabellosen Übertragung via Bluetooth. Sony hat sich bei diesen Verbesserungen stark eingebracht, berichtet Google gegenüber den Kollegen von TheVerge.

Über 30 Feature-Verbesserungen und 250 Bug-Fixes hat Sony Mobile bisher zu Android O beigetragen, die Großteils die Übertragung von hochauflösenden Audiosignalen via Bluetooth betreffen. Mit dem Hinzufügen der LDAC-Technologie können deutlich höhere Bitraten (bis 990 kbps) übertragen werden, woraus sich eine hörbare Verbesserung ergibt, sofern man kompatible Kopfhörer verwendet. Jene werden bisher ausschließlich von Sony hergestellt und schlagen mit mindestens 100 Euro zu Buche. Einer dieser Kopfhörer ist der Sony MDR-1000X, den wir bereits im Test hatten.

Sony MDR-1000X bei Amazon kaufen *

Derzeit unterstützen nur die Sony-Xperia-Smartphones die LDAC-Technologie. Nun wurde mit der Integration in Android O der Grundstein gelegt, dass weitere Hersteller die Technik verwenden und folglich hochauflösende Audiosignale via Bluetooth übertragen können.

Kopfhörer-Guide im Video.

Dankeschön von Google?

In erster Linie profitiert davon der japanische Hersteller, denn damit die übertragenen Daten auch in entsprechender Qualität wiedergegeben werden, müssen die Kopfhörer und Lautsprecher den LDAC-Standard unterstützen. Die Hersteller diverser Wiedergabegeräte werden von Sony zur Kasse gebeten, da sie für die Verwendung der Technologie Lizenzgebühren abführen müssen.

Seit Jahren arbeitet Sony bereits am Android Open Source Project (AOSP) mit und wurde auch bereits vom AOSP-Chef Jean Baptiste Queru gelobt. Man könnte Google jetzt natürlich vorwerfen mit der Integration von LDAC dem japanischen Unternehmen ein kleines Dankeschön-Geschenk zu machen, denn mit den Lizenzgebühren wird Sony künftig gutes Geld verdienen. Das könnte man durchaus so sehen, allerdings hat sich LDAC als Standard zum Übertragen von High-Res-Audio bewährt und als zuverlässig erwiesen. Schlussendlich werden auch wir Konsumenten von dem neuen Standard profitieren und uns künftig an den glasklaren Klängen aus dem Bluetooth-Lautsprecher erfreuen.

Quelle: TheVerge

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung