Android N: Google beteiligt Nutzer an Namenswahl, Verbesserungen an Performance und Sicherheit [Google I/O 2016]

Kaan Gürayer 2

Erstmals können sich Nutzer aktiv an der Namensgebung von Android N beteiligen, wie Google im Rahmen der I/O 2016 bekanntgegeben hat. Auch Neuerungen unter der Haube wurden verkündet. 

Android N: Google beteiligt Nutzer an Namenswahl, Verbesserungen an Performance und Sicherheit [Google I/O 2016]

Neben einem WhatsApp-Konkurrenten, intelligenten Chat-Bots und einer Plattform für Virtual Reality, ist natürlich auch Android N auf der diesjährigen I/O nicht zu kurz gekommen.

Im Fokus standen weniger neue Features, sondern weitere Optimierungen hinsichtlich der Performance, der Sicherheit und Produktivität. Da Google die erste Developer Preview von Android N bereits im März veröffentlicht hat, wissen wir ja bereits größtenteils, mit welchen neuen Features die nächste Major-Version des mobilen Betriebssystems aufwarten wird.

Bis zu 600 Prozent schneller

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Das ohnehin schon zügige Arbeitstempo des OS wird in Android N noch weiter erhöht – unter anderem haben die Google-Entwickler Optimierungen am Compiler vorgenommen, der bis zu 600 Prozent schneller arbeiten soll. Dank eines neuen JIT-Compiler installieren sich nun Apps bis zu 75 Prozent schneller und Entwickler können bei der App-Programmierung bis zu 50 Prozent des Codes sparen. Abgerundet wird das von der bereits angekündigten Integration der Vulkan-API, die App-Entwicklern ganz neue Möglichkeiten bei der Entwicklung realistischer 3D-Games bieten soll. Demonstriert wurde das an einem neuen Ableger der Need-for-Speed-Reihe.

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An der Sicherheit wurde geschraubt

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In Sachen Security hat sich Google ebenfalls nicht lumpen lassen. Android N besitzt eine dateibasierte Verschlüsselung, um Nutzerdaten besser zu schützen. Darüber hinaus kann die Betriebssystem-Version anstehende Updates nun auch im Hintergrund herunterladen und beim Neustart des Systems automatisch installieren – der bekannte und verhasste Dialog, der bisher nach Android-Updates zum Zuge kommt und davon spricht, dass Apps für die jeweilige Version optimiert werden, entfällt somit. Außerdem hat sich Google das Media Framework in Android N vorgenommen und es besser geschützt. Besagtes Framework war in der Vergangenheit oftmals dazu genutzt worden, um Angriffe auf das OS durchzuführen.

Verbesserungen für die Produktivität

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Die Splitscreen-Funktion von Android N war bereits seit der ersten Developer Preview bekannt, wurde aber dennoch erneut auf der Bühne präsentiert. Neu ist hingegen, dass Google das Recent-Apps-Menü der zuletzt geöffneten Anwendungen überarbeitet hat. Dem Suchmaschinenanbieter zufolge würden Nutzer von dort aus allerhöchstens sieben Apps zurückgehen – weshalb das Menü in Android N nun Apps, die länger nicht benutzt wurden, aus der Liste entfernt. Des weiteren wurde auf vielfachen Nutzerwunsch ein „Clear All“-Button hinzugefügt, um alle Apps auf einmal aus dem Menü zu entfernen. Der schnelle Wechsel zur zuletzt geöffneten App funktioniert, wie bereits in den vorherigen Vorschau-Versionen, über einen schnellen Doppel-Tap auf den Recent-Apps-Button.

Wie soll Android N heißen?

Zu guter Letzt betritt Google Neuland und beteiligt die Nutzer an der Namensgebung von Android N. Diese sind aufgerufen, Vorschläge für den Namen der nächsten Android-Version an Google zu senden. Der Konzern hat dazu eigens eine Seite eingerichtet. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine klassische Abstimmung – unter allen Einsendungen wählt Google den finalen Namen.

Android N: Lasst die Namenssuche beginnen.

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