Android Wear 2.0 und das iPhone: (Noch) kein Traumpaar

Kaan Gürayer

Mit Android Wear 2.0 wollte Google die Kompatibilität zum iPhone spürbar verbessern. Ein erster Test sorgt nun aber für Ernüchterung: Vom reibungslosen Zusammenspiel, wie es etwa die Apple Watch ermöglicht, ist die Wearable-Plattform noch weit entfernt. 

Android Wear 2.0 und das iPhone: (Noch) kein Traumpaar

Die Kollegen von The Verge hatten bereits die Möglichkeit, Android Wear 2.0 in Kombination mit dem iPhone auszuprobieren und ziehen ein durchwachsenes Fazit. Positiv sei etwa, dass man jetzt durch die Integration des Google Play Stores auf den Uhren direkt Zifferblätter oder Apps von Drittanbietern installieren könne. Und auch der Google Assistant, der bei Android Wear standardmäßig an Bord ist, zeigte sich in der Praxis oftmals nützlicher als Siri auf der Apple Watch.

Trotz der Positivbeispiele überwiegt aber die Kritik. Die Verbindung mit dem WLAN gestalte sich über das iPhone beispielsweise als mühselig, außerdem unterstützte die Test-Uhr, eine LG Watch Style, nur ältere 2.4-GHz-Netzwerke. Die Uhr selbst konnte ebenfalls nicht überzeugen: Ohne erkennbaren Grund gab es Slow-Downs, manches mal funktionierten angepriesene Features wie etwa Scrollen mit der digitalen Krone überhaupt nicht.

Android Wear unter iOS im Test.

Mangelhafte Kalender-Synchronisation

Während man hier getrost LG die Schuld zuschieben kann, sieht es bei einem anderen Kritikpunkt aber anders aus: der Kalender-Synchronisation. Zwar sei es grundsätzlich möglich, seine Kalender zu synchronisieren – allerdings seien die Einstellungsmöglichkeiten zu rar gesät. Wählt man den Google Kalender, sieht man alle Events aus dem jeweiligen Google-Account. Entscheidet man sich hingegen für den Apple Kalender, bekommt man alles zu sehen: Geburtstage, Feiertage und dergleichen. Eine sinnvolle Option zur Filterung besteht nicht. Dass es auch anders gehe, zeige laut The Verge im Übrigen Pebble. Dort können Nutzer bequem auswählen, welche Kalender synchronisiert werden.

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Geschlossenes iOS-Ökosystem

Dementsprechend fällt das Resümee von The-Verge-Redakteur Dieter Bohn verhaltend aus. Die Verbesserungen von Android Wear 2.0 seien zwar gelungen, reichen aber im Grunde nicht aus, um für iPhone-Nutzer eine ernsthafte Alternative zur Apple Watch darzustellen. Hier habe Google noch einiges an Hausaufgaben zu erledigen, auch wenn Bohn zugibt, dass sich viele Kritikpunkte auf Apple und das geschlossene iOS-Ökosystem zurückführen lassen.

Quelle: The Verge 

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