JDI präsentiert besonders sparsame Display-Panels für Smartwatches

Tuan Le 1

Das Joint-Venture Japan Display Inc. könnte in Sachen Akkulaufzeit von Smartwatches und Wearables einen entscheidenden Beitrag geleistet haben: Die vor kurzem vorgestellte Memory-in-Pixel-Technologie soll lediglich 0,5 Prozent der Energie benötigen, die herkömmliche LCDs verbrauchen. Zudem sollen auch runde Displays damit konzipiert werden können.

JDI präsentiert besonders sparsame Display-Panels für Smartwatches

Für Android Wear bleibt die größte Herausforderung weiterhin die Sicherstellung einer ausreichend langen Akkulaufzeit. Smartwatches und Wearables werden schließlich tagtäglich am Handgelenk getragen und müssen bei vergleichsweise kleinem Akku dennoch in der Regel den gleichen Arbeitstag durchmachen wie das Smartphone. Von Japan Display Inc. (JDI) ist nun ein rundes Memory-in-Pixel-Display (MIP) vorgestellt worden. Dieses soll im Vergleich zu regulären LCDs lediglich 0,5 Prozent des normalen Stromverbrauchs besitzen.

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Die zum Einsatz kommende Technologie erinnert hierbei ein wenig an die Mirasol-Technologie, die schon seit geraumer Zeit als mögliche Lösung im Kampf gegen hohen Stromverbrauch in mobilen Geräten im Raum steht. Auch bei MIP-Displays verzichtet man auf eine Hintergrundbeleuchtung, stattdessen werden die einzelnen Pixel durch Reflexion von einfallendem Licht beleuchtet. Dadurch wird gerade bei hoher Sonneneinstrahlung das Ablesen des Displays problemlos möglich. Darüber hinaus ist in jedem Sub-Pixel ein Speicher vorhanden, sodass bei statischer Anzeige ein sehr geringer Stromverbrauch erzielt werden kann. Neben dem MIP-Modus, der nur 8 Farben unterstützt, soll das LCD aber auch einen ganz normalen Betriebsmodus besitzen:Dieser verbraucht zwar erheblich mehr Strom, ermöglicht dafür aber eine Darstellung von 262.000 Farben.

Es scheint sich bei dem neuen JDI-Display also um eine Art Hybridlösung zu handeln; wie gut diese bei den Herstellern aufgenommen wird, bleibt abzuwarten: Die ersten Samples sollen ab März ausgeliefert werden, ein Verkauf findet dann ab Juli statt. Es ist aber, gerade in Anbetracht der Vermeidung von matten Displays im mobilen Sektor, fraglich, ob die Smartwatch-Hersteller zugunsten einer besseren Ablesbarkeit und eines geringeren Akkuverbrauchs große Kompromisse bei der Bildqualität eingehen werden. Zudem ist bislang noch nicht bekannt, wie teuer die MIP-Panels in der Produktion sind.

Quelle: Japan Display Inc. via SweDroid

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