Matías Duarte: „Smartwatches sind wie elektrische Dosenöffner“

Kaan Gürayer

„Smartwatches sind wie elektrische Dosenöffner“ – mit diesem eigenwilligen Vergleich überraschte Matías Duarte, seines Zeichens Googles Vice President of Design, während eines Interviews mit Bloomberg. Laut Duarte brauchen derzeit zwar nur die wenigsten eine Smartwatch, dennoch sieht Googles Chefdesigner in ihnen die Zukunft. 

Mit Vergleichen ist es ja immer so eine Sache: oftmals unpassend, manchmal beleidigend – doch ab und zu auch zum Schreien komisch. Zu letztgenannter Sorte gehört ohne Zweifel auch der Vergleich, den Matías Duarte im Rahmen der Bloomberg Businessweek Design 2015 Conference gezogen hat. „Deine Eltern entscheiden sich vielleicht gegen einen – weil er ihnen zu groß ist oder er zu viele Kabel besitzt. Aber es ist dennoch ganz praktisch, einen zu besitzen.“ Derzeit sieht Duarte den praktischen Nutzen von Smartwatches hauptsächlich für Nutzer, die ihre Fitness tracken oder jederzeit am Handgelenk über eingehende Benachrichtigungen informiert werden möchten.

Smartwatches – bald so alltäglich wie Apps

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5 coole Apps für Android Wear (Wear OS):

Die Debatte über Sinn und Unsinn von Smartwatches, die vor allem seit dem Start der Apple Watch wieder neu entfacht ist, wird sich laut Duarte aber ohnehin von selbst erledigen. Die Zukunft sieht er in einem Netz von „Smart Devices“, die uns immer und überall umgeben und zu denen unter anderem auch Smartwatches zählen. Diese intelligenten Geräte werden für uns so alltäglich sein, wie es Apps bereits heute sind, ist sich der Designer sicher.

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Großes Update für Android Wear

Den ersten Schritt in diese Zukunft hat Google bereits mit Android Wear getan, dem speziell für Wearables entwickeltem Betriebssystem. Noch lassen die Verkaufszahlen von entsprechenden Smartwatches zwar zu wünschen übrig, Analysten zufolge sollen im vergangenen Jahr lediglich 720.000 Stück abgesetzt worden sein, doch Google arbeitet weiter beharrlich an Android Wear und erweitert das OS Stück für Stück um neue Features. So wird Android Wear in einem Update etwa WLAN-Support und eigenen App-Launcher erhalten.

Es ist zudem nicht das erste mal, dass Duarte so einmütig über seine Visionen für die Zukunft sprach. Bereits Anfang März stellte er sich einer kleinen Fragerunde und hat in einem AMA – „Ask me Anything“ – Auskunft über den Designprozess Androids und seine persönlichen Steckenpferde gegeben.

Matìas Duarte-Interview als Video


Quelle: Businessweek, via 9to5Google 

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