Kaufberatung: Die besten Smartwatches für jedes Portemonnaie

Thomas Lumesberger 9

Sie sollten das „next big thing“ sein: Smartwatches. Den Durchbruch haben die cleveren Handgelenk-Computer zwar noch nicht geschafft, mit Moto 360, Apple Watch und Co. stehen aber interessante Vertreter zum Kauf bereit. Wir haben die besten Smartwatches aufgelistet.

Moto 360 (2. Gen): Der Kreis

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Mit der Vorstellung der ersten Moto 360 wurde die erste kreisrunde Smartwatch mit Android Wear gezeigt. Zu jenem Zeitpunkt wurde das Wearable besonders gefeiert, da es auf den ersten Blick wirklich wie eine herkömmliche Armbanduhr aussah und nicht wie ein Gadget aus Star Trek. Doch die Euphorie war nicht von Dauer: Schon wenige Atemzüge nach der Vorstellung wurde klar, dass sich im Inneren des Geräts ein extrem veralteter Prozessor befindet. Entsprechend schlecht waren die Kritiken, die Performance und die Akkulaufzeit.

Mit der zweiten Generation der Moto 360 hat Motorola die Fehler ausgebügelt. Ein aktueller Quad-Core-Prozessor treibt die Armbanduhr an und sorgt für genügend Leistung, um eine hervorragende Performance zu gewährleisten. Zudem werden zwei verschiedene Größen der hochwertigen Variante angeboten, während es noch eine Sport-Version für Fitness-Enthusiasten zu kaufen gibt.

Ihre Stärken spielt die Moto 360 (2015) beim Design aus. Da sie rund ist und über einen schmalen Rand zum Display verfügt, sieht die Android-Wear-Uhr wie ein herkömmlicher Chronometer aus. Unterstrichen wird der positive Gesamteindruck vom exzellenten Display.

Nachteilig ist hingegen der „Flat Tire“ am unteren Rand des Bildschirms. Da sich dort der Helligkeitssensor und einige andere wichtige Komponenten verstecken, ist jener Teil des Displays nicht beleuchtet und einfach nur schwarz. In einigen Watchfaces wird dieser Rand zwar als Stilmittel verwendet, allerdings ist es eine verschenkte Display-Fläche.

Der Preis von 269 Euro für die 42mm-Variante ist jedoch absolut gerechtfertigt für die schicke Uhr.

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LG Watch Urbane: Der Klassiker

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Mit der LG Watch Urbane hat der südkoreanische Hersteller die erste wirklich gut aussehende Smartwatch vorgestellt, die den Vergleich mit der Moto 360 nicht scheuen musste. Ein schickes Edelstahl-Gehäuse gepaart mit einem hochwertigen Armband machte die schlaue Armbanduhr von LG zu einem echten Hingucker. Auch bei der Leistung gab es keine großartigen Beschwerden: Der Snapdragon 400 brachte genügend Rechenpower mit, um ständig eine flüssige Bedienung zu gewährleisten. Neben der herkömmlichen Bluetooth-Version gab es auch eine LTE-Variante, die vollkommen ohne Smartphone verwendet werden konnte.

Mittlerweile gibt es bereits die zweite Generation der LG Watch Urbane. Damit wurden wieder ein paar kleine Anpassungen und Verbesserungen vorgenommen. Am Design hat sich im Großen und Ganzen nicht viel geändert. Lediglich die Lünette wurde deutlich schmaler, wodurch die neue LG Watch Urbane noch schöner und hochwertiger aussieht.

Dem Gerät liegt ein Snapdragon-400-Quad-Core-Prozessor zu Grunde und auch Android Wear ist an Bord. Damit verfügt die LG Watch Urbane der zweiten Generation im Wesentlichen über die gleichen Funktionen wie bereits ihr Vorgänger. Der fast identische Funktionsumfang spiegelt sich aber nicht im Preis wieder. Der südkoreanische Hersteller will für die neue Armbanduhr 449 Euro sehen, während die erste Generation bereits für 224 Euro zu haben ist. Aufgrund der beinahe gleichen Hardware würden wir zur alten Urbane raten.

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Withings Activité: Die Unscheinbare

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Natürlich haben wir auch einen Smartwatch-Vertreter aus der Kategorie „Nicht ganz so smart“: Die Withings Activité hat zwar mit Abstand das gewöhnlichste Design, bietet aber auch die wenigsten Funktionen. Das analoge Zifferblatt wird von einem zweiten Zeiger ergänzt, der den Tagesfortschritt anzeigt. Damit sind natürlich die Fitness-Aktivitäten gemeint. Egal ob gehen, laufen oder schwimmen – alle Bewegungen werden aufgezeichnet und tragen zum Erreichen des persönlichen Tagesziels bei. Eine genaue Statistik kann via Bluetooth in der dazugehörigen App abgerufen werden.

Ihre Stärke spielt die Withings Activité bei der Akkulaufzeit aus. Bis zu acht Monate soll die Knopfbatterie im Inneren des bis zu 50 Meter wasserdichten Gehäuses durchhalten. Für eine relativ „dumme“ Smartwatch hat die Withings Activité aber einen saftigen Preis. Mindestens 390 Euro müssen Interessenten für die Armbanduhr aus der Schweiz auf den Tisch legen. Eine Alternative wäre die etwas günstigere Withings Activité Steel für 169 Euro.

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Samsung Gear S2: Der Neuling

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Der südkoreanische Technik-Gigant Samsung hat schon mehrfach versucht, eine erfolgreiche Smartwatch auf den Markt zu bringen. Nach der Gear Live und der Gear S gab der Konzern im Zuge der Vorstellung des Galaxy-S6-edge+ die Samsung Gear S2 preis. Zum ersten Mal hat der Hersteller eine runde Armbanduhr präsentiert und dabei auch noch ein neues Bedienkonzept gezeigt.

Anstatt die vollständige Bedienung über den Touchscreen und Gesten zu realisieren, wird bei der Gear S2 der Rahmen zur Steuerung genutzt. An der Lünette kann einfach gedreht werden, womit die Sicht auf das Display uneingeschränkt bleibt. Sobald die gewünschte Einstellung oder App ausgewählt ist, muss aber erst mit dem Finger auf den Bildschirm getippt werden. Hier wäre ein Auswahlknopf vermutlich besser gewesen. Trotzdem ist die Bedienung überraschend intuitiv und sollte von anderen Herstellern möglichst schnell adaptiert werden.

Zugunsten der Gear S2 sprechen aber noch weitere Ausstattungsmerkmale, wie etwa die exzellente Verarbeitung der Uhr. Alle Bestandteile greifen sich hochwertig an und sind auch erstklassig verbaut. Einen negativen Beigeschmack hinterlässt allerdings das Betriebssystem Tizen.

Auch wenn die Software im alltäglichen Gebrauch einwandfrei funktioniert und eine überaus beeindruckende Performance abliefert, so ist die Auswahl an verfügbaren Apps mehr als beschränkt. Dazu sind auch noch die Armbänder mit einem proprietären Verschluss versehen – es lässt sich also nicht ein herkömmliches Armband mit der Uhr verwenden.

Nicht nur in Sachen Bedienung und Verarbeitung spielt die Samsung Gear S2 in einer anderen Liga, sondern auch beim Preis. Die Classic-Variante ist mit rund 343 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Es gibt zwar eine günstigere Sport-Variante für 267 Euro, allerdings ist die Haptik und auch die Optik dieser Version alles andere als zufriedenstellend.

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Pebble 2 und Pebble Time 2: Die alten Hunde

Pebble_2

Der Vorreiter der Smartwatches hat sich erst kürzlich mit einer neuen Kickstarter-Kampagne und drei neuen Geräten zurückgemeldet. Zwei davon sind Smartwatches: Die Pebble 2 und die Pebble Time 2.

Wie auch schon bei der ersten Pebble, ist auch der Nachfolger mit einem Schwarz-Weiß e-Ink-Display ausgestattet und ermöglicht damit eine Laufzeit von bis zu 7 Tagen. Dazu ist das Gerät auch noch wasserdicht bis zu 30 Meter, verfügt über einen Herzfrequenzsensor mit Aktivitäts- und Schlafaufzeichnung sowie über ein Mikrofon.

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Die gleichen Ausstattungsmerkmale treffen auch auf die Time 2 zu – außer, dass jene Smartwatch über ein farbliches e-Ink-Display verfügt und eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen schafft. Besonders stolz sind sich die Macher der Smartwatches auf die Software und deren Bedienung über die drei Tasten am Rand des Gehäuses.

Preislich stimmt es bei den Pebble-Geräten auch, denn für die Pebble 2 will der Hersteller nur 99 US-Dollar, während die etwas schickere Pebble Time 2 mit 169 Euro zu Buche schlägt. Der einzig wirkliche Nachteil, den die Pebble-Smartwatches haben, sind die Form sowie die verwendeten Materialien und Farben. Aufgrund jener wirken die Geräte wie ein paar Spielzeug-Uhren.

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Huawei Watch: Die Schönheit

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Jetzt kommt vermutlich der Favorit von vielen, wenn es um Android-Wear-Smartwatches geht. Auch wenn sich über Schönheit bekanntlich streiten lässt, so ist die Huawei Watch ganz klar die schönste Smartwatch auf dem Markt. In einem klassischen Uhrendesign schlummert die neueste Technik und macht damit die chinesische Uhr zum Spitzenreiter der Smartwatches.

Das 1,4 Zoll große runde AMOLED-Display liefert auch mitten in der prallen Sonne genügend Helligkeit, um die Inhalte auf der Uhr ablesen zu können. Dazu trägt auch die Auflösung von 400 x 400 Pixel bei. Im Inneren verrichtet ein Snapdragon-400-Quad-Core-Prozessor sein Werk und sorgt dafür, dass die neueste Version von Android Wear nicht ins Stocken gerät.

Auf der Haben-Seite der Huawei Watch steht neben leistungsstarker Hardware natürlich das Design. Dazu kommt auch noch die makellose Verarbeitung. Abzüge gibt es aber beim Preis: Die Basis-Variante startet bei rund 320 Euro und geht, je nach Farbe und Armband, bis über 1.000 Euro. Dazu ist auch die Bedienung nicht gerade intuitiv, da man sich rein auf die Möglichkeiten und mitgelieferten Funktionen von Android Wear verlässt.

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ASUS ZenWatch 2: Der Underdog

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Als Asus die erste Generation der ZenWatch gezeigt hat, waren viele skeptisch. Schon wieder eine rechteckige Uhr? Wie sich aber dann in den Tests und Reviews gezeigt hat, wurde die Smartwatch der Taiwaner unterschätzt. Speziell bei der Asus ZenWatch 2 hat sich der Hersteller auf die kleinen Details konzentriert und diese entsprechend verbessert und optimiert. So wurde zum Beispiel an der Dicke des Gehäuses geschraubt und auch die verwendeten Materialien haben ein letztes Finish bekommen, sodass die ZenWatch 2 einen wirklich hochwertigen Eindruck macht.

Das 1,63 Zoll große AMOLED Display löst zwar mit 320 x 320 Pixel niedriger auf, als beispielsweise die Huawei Watch, ist aber in Sachen Bildqualität ebenbürtig. Im Innenleben verrichtet auch bei diesem Gerät ein Snapdragon 400 sein Werk und wird dabei von 512 MB RAM unterstützt. Als Betriebssystem kommt Android Wear zum Einsatz.

Auch wenn die Asus ZenWatch 2 vielleicht auf den ersten Blick nicht wie eine herkömmliche Uhr aussieht,  ist sie ästhetisch ansprechend gestaltet und wirkt äußerst hochwertig. Zudem ist sie mit einem Preis von 179 Euro die günstigste Android-Wear-Smartwatch in dieser Aufstellung.

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Apple Watch: Der Alleskönner

Apple Watch Hero

Natürlich darf in der Aufstellung der besten Smartwatches nicht die schlaue Armbanduhr aus Cupertino fehlen. Im Gegensatz zu allen anderen Vertretern auf der Liste, ist die Apple Watch zwar nur mit dem iPhone kompatibel – bietet dafür aber Funktionen, die so manche smarte Uhr aus dem Android-Wear-Lager blass aussehen lassen. Insbesondere das kürzlich vorgestellte watchOS 3 wird der Apple Watch im Herbst noch einmal eine ganze Reihe von neuen Features spendieren. Ob dafür aber der vergleichsweise hohe Preis der Uhr gerechtfertigt ist, muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden – vor allem, da sich Android-Wear-Smartwatches seit Ende letzten Jahres bekanntlich auch mit iPhones verstehen.

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Haben wir eine Smartwatch vergessen? Sagt uns in den Kommentaren, welche schlaue Uhr euer Favorit ist! 

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